Nähen

Ich näh ja total gern, aber das war heute ein Mist. Eine Riesenplane für eine Kühlvitrine. Die Vitrine ist für den Markt. Leider war der Arbeitsplatz viel zu klein und die Folie total dreckig und die Nähmaschine nicht gerade Leistungsstark. Ich hoffe die Plane hält wenigstens etwas und es regnet nicht zu doll durch die Nähte. Es gab leider kein Panzertape zum versiegeln.
Und zum guten Schluss habe ich eine Seite verkehrt gezeichnet, sodass sie blau statt grün ist…arrg….

Wünsche

Gestern war ich noch etwas traurig darüber, dass ich nicht Fahrrad fahren kann, da es hier keins gibt. Heute morgen, nach dem Frühstück erzählt mir Thierrie, dass er von einem Freund ein Fahrrad für mich leihen kann. Das war so toll. Ich hatte ihm davor nichts davon erzählt, dass ich gern Fahrrad fahren würde. Ich war ziemlich überrascht.
Am Nachmittag habe ich dann eine Faheradtour zum Schloss und nach Vallon gemacht. Das war so schön. Ein Stückchen ging der Weg durch einen Eichenwald und am Kanal entlang. Die Aussicht vom Schloss war toll. Es war ein weiter Blick über die Felder zum gegenüber liegenden Hügel.
Ich habe ein paar Mäusebussarde beobachten können. Wie sie erst kurz flatternd in der Luft stehen und sich daann herabstürzen. Das sieht ganz esthetisch aus, wie ein Tanz. Einer war ganz dicht neben mir im Straßengraben. Ich hab ihn leider aufgeschreckt, da ich ihn nicht gesehen hatte. Er sah ganz majestätisch aus und so hat er sich dann auch davon geschwungen. Beeindruckend.

Mitte

Ich war heute mit Blondi an der geographischen Mitte von Frankreich. Sie liegt etwa einen Kilometer hinter dem Hof.

An sich steht da nur ein Stein und trotzdem ist es faszinierend gerade in der Mitte eines so großen Landes zu stehen. Blondi fand das nicht so beeindruckend wie ich. Sie hat sich lieber auf die Hasenspur konzentriert…

Das Land um die Mitte ist sanft hügelig und von Landwirtschaft geprägt. Anders als in Deutschland sind die Felder eher klein und von wilden Hecken aus Brombeeren und anderen Sträuchern umsäumt. Dazwischen stehen immer wieder Eichen. Wälder sind eher rar und wenn dann klein. Es sind Mischwälder mit vielen Eichen oder tatsächlich Eichenwälder. Dazwischen sind immer wieder kleine Flüsse und Teiche. Ich sehe hier vorallem weiße Kühe, Schafe und zuemlich viele Pferde auf den Weiden. 

Vallon-en-Sully ist der nächst größere Ort zum Hof. Der Ort ist nicht ganz so alt. Er liegt an einer Bahntrasse und an einem Fluss. Er hat den typischen kleinen, mit Platanen bewachsenen, Platz. Auf dem Platz findet auch der Markt statt. Er ist so ziemlich der Mittelpunkt des Ortes. Die Geschäfte befinden sich auf der Straße, die am Platz vorbei führt. Der ist nicht besonders auffällig. Nur bei genauem hinsehen entdeckt man die ganz alten Häuser. 

Wir waren heute noch in Hérisson. Der Ort hat eine alte Burg und ist an sich sehr alt. Er sieht so bilderbuchhaft aus, wie oft südlicher gelegene Orte, mit engen Straßen, Fensterläden und kleinen Toren über manchen Straßen. Er liegt an einem Hang und im Tal schlägelt sich ein Fluss. Über dem Ort drohnt eine Burgruine. Es wirkte wirklich alles sehr malerisch. Der wirkte noch stärker im Kontrast zu Vallon.

Markt

Vom Melken bis zum verkaufen auf dem Markt kann ich hier alles mitmachen…

Ich bin jetzt seit 5 Tagen hier. Die Arbeit ist anstrengend und gut. Die Ziegen haben ganz unterschiedliche Charktere. Das finde ich sehr spanned. Und selbst die kleinen sind schon ganz schön kräftig. Sie messen sich beim spazieren gehen aneinander, das Geräusch ist etwas unheimlich. Als würde Holz mit Stein aufeinander prallen.

Der große Bock ist mir doch unheimlich. Er hat so lange Hörner und ist ziemlich stark. Gestern war eine ZiegePaatungsbeteit und er hat sie keuz und quer über diese Wiese gejagdt, da sie ihn nicht wollte, sondern den anderen Bock… Die Arme war im Stall dann total müde und hatsich gleich hingelegt.

Der Rhythmus hier ist relativ ruhig und wird von den Tieren bestimmt. Das ist schön und entspannend. Der Käse entsteht dann zwischendurch… Ich mag hier am Liebsten den frischen mit Kräutern, der ist total leckerund aromatisch. Die Ziegen fressen viel Brombeeren unddieMilch soll wohl, wenn sie wirklich viel davon fressen danach schmecken.

Kastanienzeit

Ich komme gerade mit Blondi vom Spaziergang und ich hab die ersten Kastanien gefunden!
Hier wachsen so viele verschiedene Pflanzen. Keine hundert Meter von der Kastanie steht ein Granatapfelbaum. Das ist total schön und für mich überraschend, da ich eigentlich gar nicht so viel südlicher bin.

Suche

Gestern habe ich die meiste Zeit nach einer wwoof Gelgenheit gesucht. Das war ziemlich anstrengend, da das Tablet sich immer wieder fest gefahren hat, wenn ich nochmal schnell was gucken wollte oder einen Übersetzer brauchte…

Ich habe noch nichts sicher bis jetzt, aber noch ein Telefonat offen. Ludivine hat mir beim telefonieren geholfen, besser gesagt hat sie angerufen und auf Französisch erklärt was ich möchte. Die Familien sprachen zwar z.T. Englisch jedoch auch nicht so gut,dass sie damit telefonieren wollten.

Abends habe ich mich noch mit Nurshen getroffen und eigentlich wollten wir zusammen mit Ratheesh auf eine Party. Er hat jedoch kurz davor abgesagt. Wir sind dann auch nicht auf die Party gegangen und sattdessen zu ihr. Sie hat mir leckere türkische Sesamsachen gezeigt. Das war echt gut. Und da es regnete, konnte ich so die Tram nehmen und musste nicht Fahrrad fahren. Das war wirklich gut. Die letzte Tram fährt hier nämlich 0.30 Uhr.

Konzert

Wir waren heute Abend bei einem elsässäsischen Konzert. Das gute war, dass ich viel verstanden habe, da Elsässisch (grob gesagt) eine alte Mischung zwischen Französisch und Deutsch ist. Es ist eine konservierte Spache, die vom Klang her irgendwie dem Sächsischen ähnlich ist, mit vielen „ch“ Lauten…
Wir das waren Nurshen, Ratheesh und ich. Danach haben wir noch an der Ill gesessen und Wein getrunken.
Wenn es funktioniert lade ich später noch ein Video vom Konzert hoch…