Landelles et Coupigny

Heute ging es ganz gemächlich los. Es war trocken, aber die Wolken hingen tief. Wir haben ziemlich schnell das Zelt abgebaut, damit es nicht doch noch naß wird.

Wir sind auch erstmal mit Regensachen gestartet, haben sie aber nach einem Kilometer wieder ausgezogen, da es warm wurde. Die nächsten Kilometer gingen ganz gemächlich von statten. Blondi und ich sind vorneweg gegangen, da Thomas Knie schmerzte. Blondi und ich haben ein gutes Tempo gefunden. Sie hat auch nicht ganz so doll gezogen, da sie immer wieder geguckt hat, wo Thomas und Marvin sind.

Nach fünf Kilometern waren wir im nächst größeren Ort. Wir hatten gehofft dort einen Konsum oder so zu finden. Zum Glück haben wir in der Bar erstmal einen Kaffee getrunken. Die Frau war sehr freundlich und meinte, sie sei Bar, Restaurant, Tabakgeschäft und Bäcker in einem. Einen Laden gab es da nämlich nicht. Für mich ist der Kaffee in der Bar eine gute Gelegenheit, das W-Lan zu nutzen. Die Frau in der Bar war auch so nett und hat uns Käse und Thomaten geschenkt, so dass wir etwas zum Mittag hatten. Kurz bevor wir aus der Bar los wollten, fing es zu regnen an. Also haben wir unser komplettes Regensortiment übergeworfen.

Wir sind eine kleine Straße gelaufen, so dass Marvin frei laufen konnte. Für Blondi ist mir das noch zu gefährlich, da ich sie nicht so sicher abrufen kann und sie auch keine Angst vor den Autos hat. Der Regen hielt ziemlich lang an. Gegen Mittag mussten wir daher nach einem trockenen Platz für eine Pause suchen. Zweimal wurde unsere Frage abgewiesen, aber bei Nummer drei hatten wir Glück. Es war ein Engländer der uns in einem trockenen, nicht wirklich genutztem Gartenraum Unterschlupf gewährte. Zum Dank, haben wir ihm einen Kranich da gelassen.

Kurz nach unserer Pause kam die Sonne raus und wir konnten wieder aus unseren Regensachen raus. Das war gut. Und die Hunde konnten etwas trocknen. Es dauerte auch nicht mehr lang bis zu unserem heutigen Ziel.

Hier war es etwas schwieriger einen schönen Platz zu finden. Wir sind dann erstmal zur Kirche und es war zum Glück jemand zum Fragen da. Zwei Frauen kümmerten sich gerade um den Blumenschmuck. Wir Zelten jetzt in der Nähe der Kirche auf einer Wiese. Hinter der Hecke ist die Kirche und der Friedhof. Wobei die Friedhöfe, die ich bid jetzt hier gesehen habe, nicht so schön grün sind, wie in Deutschland. Hier sind sie oft komplett mit Kieselsteinen bedeckt und Gräber sind komplett aus Stein.

Thomas hat mit den Hunden an der Kirche im Trockenen gewartet, da es schon wieder zu regnen anfing. Ich habe schnell das Zelt aufgebaut. Das war gut, damit die Hunde nicht schon wieder naß werden und wir nicht noch mehr Feuchtigkeit im Zelt haben.

Meinen Füßen ging es heute etwas besser, vorallem weil Blondi nicht so sehr zog. Meine Blasen sind zwar ziemlich groß, aber es werden nicht mehr. Leider waren die Blasenpflaster jetzt alle. Also bin ich nochmal schnell zur Apotheke und in den kleinen Laden. In dem Laden konnte ich mein Telefon etwas aufladen und habe zwei große Müllsäcke geschenkt bekommen. Wir haben nämlich beide feststellen müssen, dass unsere Rucksackregenhüllen nicht wirklich dicht sind und unsere Schlafsäcke etwas naß geworden sind. Ich hoffe sehr, dass es morgen nicht mehr regnet und wir alle unsere Sachen gut trocknen können. Ich bin wirklich froh, dass wir die meisten Sachen nochmal in wasserdichte Packsäcke getan haben.

Langsam gewöhnen dich unsere Körper auch an das täglich gehen und den Rucksack. Das ist gut zu merken. Thomas Knie schmerzt noch, aber ich hoffe es wird bald besser.

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