Crèvecoeur-en-Auge

Heute war ein ziemlich harter Tag für mich. Die Nacht war nicht so gut, aber an sich hatte ich genug geschlafen. Mein Körper fühlte sich gut an, aber ich fange langsam an zu realisieren, was wir hier tun. Das fühlt sich in manchen Momenten ziemlich groß und schwer an und ist nicht so einfach zu fassen. Mit der Freiheit die wir gerade haben, muss ich erstmal umgehen lernen und auch damit dass nicht alles planbar ist. In den letzten Tagen konnte ich etwas aufhören so viel zu denken und mehr wahrnehmen. Wir sehen auf unserem Weg so viele Dinge und manchmal wird es dann gleich zu viel. Thomas ist wirklich sehr geduldig mit mir. Ich bin froh, dass wir diese Reise gemeinsam machen. Zu realisieren was wir tun und das es jetzt erstmal unser Leben ist, beschäftigt auch ihn. Wir tauschen uns immer wieder darüber aus. Ich hoffe sehr, dass alle die den Post lesen achtsam mit dem gelesenem umgehen.

Unser Weg heute war dann so naja. Die ersten sechs Kilometer vergingen wie im Flug und wir waren super schnell in Mézidon-Canon. Die Stadt war ziemlich groß, für unsere Verhältnisse. Und als wir am Ortseingang waren, wusste ich auch warum Blondi die letzte Zeit ständig ihre Nase in der Luft hatte. Wir wurden von einem Royal Canin Werk begrüßt. Für alle nicht Tiererfahren, die machen unter anderem Hundefutter. Der Weg in die Innenstadt war dann nicht ganz so toll, aber zum Glück nicht weit. Die Bar war leider zu, so dass es keinen Kaffee und kein Wifi für uns gab. Die Fotos der letzten Tage kommen dann also auch erst bei der nächsten Wifi Gelegenheit. Noch schnell einkaufen für die nächsten Tage und dann schnell wieder raus aus der Stadt. Blondi war gefühlt am Dauerbellen dort und ich war echt froh wieder in der Natur zu sein. Wir sind in der Stadt noch an einer Kirche vorbei gekommen, deren Türen während des Gottesdienstes offen standen. Das fand ich sehr schön. Die Musik drang nach draußen und verteilte sich. Es wirkte wirklich sehr einladend.

Nach Mézidon-Canon veränderte sich die Landschaft sehr schnell. Es waren immer mehr Pferdekoppeln zu sehen und die Landschaft hatte viele bunte Hecken und Bäume. Wir sind jetzt im „Pays d’Auge“. Die Architektur hier ist wieder ganz anders. Die Häuser sind nicht mehr nur aus Stein, sondern Lehm und vorallem gut sichtbare Holzbalken gesellen sich dazu. Die Balken verlaufen vorallem in Längsrichtung, so dass die Häuser wie gestreift aussehen.

Das letzte Wegstück war für mich wieder sehr anstrengend. Ich fand keine gute Art mit Blondi zu laufen und ich denke auch sie war unzufrieden. Der Rucksack wurde gefühlt immer schwerer. Ich war so froh, als wir einen Platz für unser Zelt hatten. Ich bin auch ziemlich schnell auf der Decke eingeschlafen.

Thomas hat hier von einem Mann noch Tabak geschenkt bekommen. Das war wirklich nett. Und das Beste ist, dass es Thomas Knie langsam besser geht. Wir lassen den Nachmittag jetzt hier auf der Wiese ausklingen und lauschen den Boul-Kugeln nebenan.

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