Gonneville-sur-mer

Meine Nacht war mal wieder unruhig. Nachdem gestern Abend zwei kleine Hunde unser Zelt angebellt haben und ihr Mensch sie nicht zurück gerufen hat, habe ich mich das erste Mal nicht sicher in der Nacht gefühlt. Unser Platz war eigentlich super und unsere Hunde haben sich klasse verhalten. Sie haben ganz entspannt geguckt und sich ruhig verhalten.

Der Morgen startete dann gemächlich. Thomas hat Kaffee gemacht und als der Stadtarbeiter, mit dem Thomas gestern schon gesprochen hatte vorbei kam, haben wir ihm noch zu einem Kaffee eingeladen. Wir haben uns heute Zeit gelassen, da die Strecke nicht so weit war und wir beide noch ziemlich müde waren.

Wir hatten dann Glück und konnten wieder eine kleine Straße gehen. Die Autofahrer waren sogar relativ vorsichtig beim Vorbeifahren. Beeindruckend sind hier die ganzen Hecken, rechts und links der Straße. Sie sind so hoch und bestehen aus ganz unterschiedlichen Baum- und Straucharten. Wir sind wieder an relativ vielen traditionellen Häusern vorbei gekommen, oft mit tollen, großen Gärten. Dann ging es zur nâchsten Stadt erstmal den Berg rauf und auch gleich wieder runter.

Die Stadt war ziemlich laut und auf den Straßen war viel Verkehr. Ich war wirklich froh, als wir sie wieder hinter uns hatten. Nach einer kurzen Pause konnte das letzte Stück kommen. Thomas‘ Oma kam uns schon mit dem Auto entgegen und fragte, ob sie uns mitnehmen soll. Das wollten wir natürlich nicht. Also weiter an der Straße lang. Thomas hatte auf der Karte einen kleinen Weg gesehen, den wir nehmen wollten, denn Straße laufen ist nicht so unser Ding. Also los. Der Weg war relativ schnell gefunden. Er war so etwas wie eine Forststraße. Schnell kam uns ein Auto entgegen, dessen Fahrer meinte die Straße sei privat und wir dürften hier nicht lang. An der Straße war keine Markierung, dass sie privat sein. Später hat sich dann herausgestellt, dass sie wirklich nicht privat ist. Wir sind also umgedreht und weiter an der großen Straße entlang, bis zur nächsten Abzweigung. Das war dann zwar ein kleiner Umweg, aber dafür etwas entspannter. Die Häuser auf dem Stück wirkten ziemlich abgeriegelt, wir konnzen kaum einen Blick erhaschen. Dafür hatten wir aber eine gute Aussicht. Und wir sind an dem Hof vorbei gekommen, in dem früher Thomas‘ Großeltern lebten.

Der Weg war dann zum Glück nicht mehr weit und ging nur noch kurz an einer größeren Straße. Die Hunde waren auf dem letztem Stück ganz aufgeregt. Sie haben bestimmt schon die anderen Hunde gerochen.

Bei Thomas‘ Großeltern wurden wir erstmal von lautem Gebell begrüßt. Thomas‘ Opa geht zur Jagd und hat ziemlich viele Jagdhunde. Sie sind zwar fast alle in Zwingern untergebracht, laut sind sie trotzdem. Blondi ist dabei erstaunlich gelassen geblieben. Sie wollte die anderen zwar kennenlernen, aber das ging ohne Gebell.

Es gab dann erstmal etwas zu Essen und zum Nachtisch gab es Kirschkompott. Das war so gut. Vorallem da ich seit wir am Morgrn an Kirschbäumen vorbei gekommen sind, immer wieder an Kirschkompott denken musste. Das passte einfach so gut.

Thomas‘ Großeltern waren heute Abend verabredet und wir hatten gerade unsere Hunde gefüttert, als Thomas‘ Tante nach Hause kam. Sie hat uns spontan zum Abendessen eingeladen. Das war sehr freundlich. Auch wenn ich nicht alles verstanden haben, war es ein sehr netter Abend.

Wir liegen jetzt unter einer großen Weide im Zelt und unsere Hunde sind natürlich bei uns. Sie haben wirklich ein ganz anderes Leben als die Arbeitshunde hier.

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