Fécamp

Wir hatten eine gute Nacht im Garten der Familie. Dank des W-LAN gibt es jetzt auch Bilder im Blog und auf Instagram.

Der Morgen ging dann wie immer ganz ruhig los. Mittlerweile sind wir gut eingespielt und das Packen und Aufräumen geht gut. Selbst die Hunde warten geduldig wenn wir zusammen räumen.

Thomas wollte heute morgen bei der Familie eigentlich nur nach Strom für mein Telefon fragen und ob in Yport der Laden offen hat. Er kam mit einem ganzen Stapel Essen zurück. Wir mussten das dann zwar tragen, aber dafür hatten wir heute ein Luxusessen.

Der Weg ging dann zwischen vielen Feldern mit Meerblick weiter. Heute waren wirklich viele Mohnblumen dabei. Ein Feld war ganz rot vom Mohn. Auch Leinen war wieder unser Begleiter. Viele der Leinenfelder sind jetzt schon verblüht, aber eines war fast komplett blau. Das sah so wunderschön aus.

Da hier überall Steilküste ist, ging es viel begauf und bergab. An einer Stelle, wir hatten gerade den Aufgang zum Plateau erklommen, kam hns eine Wanderin entgegen. Sie hatte schon 3 Tage keine anderen Wanderer getroffen. Wir sind dann wieder zur Küste abgestiegen und haben mit ihr einen Kaffee getrunken. Zwischen den Hängen war es etwas windstiller. Und wir hatten das Ufer im Blick. Die Frau sprach sogar total gut Englisch und langsam genug Französisch, damit ich etwas verstehen konnte. Es war eine schöne Unterhaltung mit ihr, sie hat uns auch erzählt, dass unser Ziel doch gar nicht so weit weg ist, wie wir dachten. Als wir wieder am Aufbrechen waren, haben wir einen Kajakfahrer auf dem Meer entdeckt. Ich finde es wirklich erstaunlich, dass sich hier so viele Leute mit dem Kajak auf das Meer trauen. Die Wellen und der Wind sind bestimmt sehr anstrengend.

Für uns ging es auch anstrengend weiter. Erst die Treppen, mit zu hohen Stufen, nochmal rauf und dann weiter steil bergauf bis zum nächsten Plateau. Wieder kamen Felder und eine kleine Ortschaft. Am Horizont war ein weiterer, dunkler Streifen zu sehen. England.

Yport war dannein kleiner süßer Badeort. Für uns war es nur schwer einen Schattenplatz für unsere Mittagspause zu finden. An der Marie, unter einem Baum, fanden wir dann genügend Schatten, um zu kochen. Thomas hatte unterwegs noch Kartoffeln geerntet. An einem Getreidefeld wuchsen am Rand nämlich vereinzelt Kartoffeln. Die waren wahrscheinlich vom letzten Jahr übrig geblieben jnd sind neu ausgetrieben. Wir hatten also ein wirklich leckeres Essen mit Salat davor und dann eine Suppe mit Kartoffeln, Zucchini und Tomate und nachher noch Käse und Schokolade. Ein wirklich perfektes Essen.

Nach der Pause ging es auch schon wieder den Berg rauf. Blondi konnte es heute wieder nicht schnell genug gehen. Sie hatte ständig Kaninchenfährten in der Nase, dass war ihr Energieschub. Wir hatten jetzt etwas Glück und der Weg führte durch ein Wäldchen. Der Schatten tat gut und es war schön den Vögeln zu lauschen.

Fécamp war dann doch wesentlich kleiner als gedacht. Von den Klippen konnten wir schon die Boote im Meer sehen. Da war ein ganz tolles, richtig großes, altes Segelboot dabei. Leider war sein Kurs Richtung Meer und nicht Richtung Hafen.

In einer Bar haben wir dann eine längere Pause gemacht und einen Kaffee getrunken, dabei lief gerade das Fussballspiel Mexiko gegen Brasilien. Thomas konnte dort auch sein Telefon reparieren und ich Strom für meines bekommen. Danach ging es durch den Hafen, mit unheimlich vielen, kleinen Booten, wieder den Berg rauf zu den Klippen und der Kapelle. Wir stehen mit unserem Zelt jetzt etwas geschützt hinter einer Hecke, in der Nähe eines Parkplatzes, und weit genug entfernt von den Klippen. Der Wind saust trotzdem um uns herum und wir hören die Möwen schreien.

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