Janville

Heute morgen sind wir deutlich später gestartet, als an den anderen Tagen. Wir haben uns viel Zeit gelassen und mit Edith noch einen Kaffee getrunken bevor es los ging.

Gleich kurz hinter dem Campingplatz haben wir eine andere Gruppe Wanderer gesehen. Wir waren heute morgen gut drauf und ziemlich schnell, so dass wir die Gruppe als es in den Wald ging eingeholt hatten. Das Stückchen Wald war schön zu laufen. Es ging bergab und der Weg war mit Steinen und Erde sehr abwechslungsreich. Es hat mit Spsß gemacht, mich mit Blondi durch den Weg zu schlängeln. Ich glaube auch Blondi fand es gut. Sie hat nicht gezogen und viel auf mich geachtet. Danach gingder Wegzwischen Wiesen weiter. Das war relativ eintönig vom Untergrund und Blondi fing auch gleich wieder an zu ziehen. Ich konnte relativ gelassen bleiben und sie immer wieder zurück verweisen. Der nächste Ort, wo wir Brot und Tabak kaufen wollten, war dann auch ziemlich schnell erreicht. Kurz bevor wir ihn erreicht hat sind zwei Kampfflugzeuge ziemlich laut und dicht über uns geflogen. Ich fand diesen kurzen Moment schon beängstigend und bedrohend. Ich fühlte mich in diesem Moment ziemlich ausgeliefert. Ich möchte mir gar nicht vorstellen wie das ist, diese Bedrohung jeden Tag zu haben. Über Blondi war ich wirklich überrascht, sie ist ganz ruhig bei dem Lärm geblieben. Auch Marvin ist ganz entspannt neben Thomas weiter gelaufen.

Da ich Blondi heute den ganzen Tag zurück rief, wenn sie anfing zu ziehen, waren wir beide heute ziemlich langsam und Thomas mit Marvin immer ein Stück voraus. Für mich war es ein schönes Bild die beiden nebeneinander laufen zu sehen.

Im Ort haben wir dann Edith nochmal kurz getroffen. Sie kam mit ihrem Auto durch den Ort gefahren und hat kurz angehalten. Es war dann gar nicht so einfach aus dem kleinen Ort wieder heraus zu finden. Es gab nämlich zwei Weltvarianten dort, die beide gleich gekennzeichnet waren. Wir haben promt erst den falschen Weg genommen. Als wir dann den richtigen Weg hatten, ging es weiter durch kleine Wälder und Wiesen und Felder. Heute waren viele blühende Kartoffeläcker dabei. Mit ihren weißen Blühten sehen sie richtig schön aus.

Heute waren auch wirklich viele schöne, kleine Häuser zu sehen. Sie waren oft aus Backstein und mit Reet gedeckt. So ein bischen wie in Deutschland am Meer auch. Es waren heute auch immer mal wieder Fachwerkhäuser dazwischen, eine wirklich hübsche Mischung.

In dem Ort wo wir Mittagspause machen wollten, haben wir noch eine Gruppe ältere Wanderer getroffen. Sie waren in der entgegengesetzten Richtung unterwegs und erzählten uns, dass unser Tagesziel weiter weg ist als gedacht. Sie haben uns auch noch Brot und zwei Äpfel geschenkt. Wir haben dann erstmal unsere Pause gemacht und unser Tagesziel umgeplant. Ich war zur Mittagszeit schon ziemlich genervt von Blondi und mir selbst und ich bin so froh, dass Thomas wirklich geduldig mit uns beiden ist.

Nach der Pause war unser neues Ziel gar nicht mehr so weit entfernt. Auch meine Stimmung war besser und obwohl ich mit Blondi langsam voran kam, konnte ich doch etwas entspannter mit uns sein. Thomas wartete immer wieder auf uns und Marvin kam uns manchmal freudig entgegen gelaufen.

Unser Tageszielort, Veulettes-sur-mer, war dann ganz hübsch und wirkte ziemlich reich. Leider haben wir dort keinen wirklich schönen Platz für uns gefunden. Nachdem Thomas Brot und Hundefutter gekauft hatte, haben wir noch eine Pause an der Strandpromenade gemacht. An ihr sind wir dann weiter zum Ende des Ortes und zu unserem Weg gelaufen. Am Ende hätte es einen ganz netten Platz, in der Nähe des Campingwagenparkplatzes gegeben. Ich konnte dort aber nicht bleiben. Gegenüber war eine Pommesbude, die wirklich gut roch und selbstgemachte Pommes anbot und wir hatten nicht mehr genug Bargeld um eine Portion zu kaufen. Geldautomaten gab es leider in den letzten Orten keine und Kreditkarte nahm die Pommesbude nicht….

Wir sind also weiter dem Weg gefolgt, in det Hoffnung einen guten Platz zu finden. Wir hatten etwas mut Jurten in Googlemaps gesehen. Leider sah es mehr nach einem Hostel aus, als nach einem guten Platz für unser Zelt. Kurz bevor wir dort waren, war auch das Atomkraftwerk zu sehen. Entspannt bin ich dabei nicht, aber es erklärt warum der letzte Ort so reich aussah. Und dann war am Ende des Weges, bevor wir im Ort waren, noch eine Polizeikontrolle. Zum Glück hat der Polizist Thomas und nicht mich angesprochen. Er wollte wissen ob wir jemanden mit einer Drohne gesehen hätten. Greenpeace hat gestern ein Superman-Bild auf einer Drohne in Richtung eines Kernkraftwerkes fliegen lassen und das Bild gepostet. Die Polizei sucht jetzt denjenigen, der die Drohne gesteuert hat.

Wir waren in drm Ort schon ziemluch müde und hunrig, aber es gab auch dort keinen Schlafplatz für uns. Wir haben an der Kirche dann alle Wasserflaschen gefüllt und sind in den nächsten Ort. Allerdings einen anderen GR folgend, da unsere 21 direkt am Kernkraftwerk lang führt und es dort erst recht keinen Schlafplatz gibt.

Der Weg zum nächsten Ort war wirklich nochmal anstrengend, mit dem Zusatzgewicht an Wasser. Wir waren wirklich alle ziemlich fertig und nicht gut gelaunt, selbst Marvin. Zum Glück haben wir hier an der Kapelle gefunden. Es ist ganz ruhig hier und auf der Weide nebenan stehen Kühe mit ihren ganz jungen Kälbern. Wir haben schnell das Zelt aufgebaut und Thomas hat gekocht, während ich noch unsere Sachen ins Zelt sortiert habe. Gut das wir das Wasser mit haben, hier gibt es nämlich keinen Wasserhahn für uns. Nach dem Essen habe ich noch telefoniert, während Thomas etwas entspannt hat. So bald die Hunde im Zelt waren sind sie auch sofort eingeschlafen. Sie waren wirklich ziemlich müde.

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