Belleville-sur-Mer

Heute morgen sind wir wirklich in einem kleinen Paradies erwacht. Die Sonne lachte uns und den Garten an. Nachdem Thomas noch etwas geholfen hat und dem Frühstück, sind wir in Richtung Dieppe gestartet. Wir haben noch Zucchini und gestreifte Beete aus dem Garten gekauft, dann ging es los.

Gleich auf dem ersten Feldweg haben wir wieder Feldhühner aufgescheucht. Auf dem Weg waren heute auch das erste Mal nicht nur weiße Schmetterlinge zu sehen. Es waren ein paar etwas bräunliche und sogar ein roter dabei. Die Namen kann ich gerade nicht googeln, da der Empfang zu schlecht ist.

Unser erstes Ziel heute war Decathlon. Wir brauchten mal wieder Gas für den Kocher und neue kurze Hosen. Thomas hat eine total praktische und schöne gefunden. Bei den Frauen gab es mal wieder nur komische, grelle Farben und Hosen ohne richtige Taschen. Das ist voll das Klischeedenken dort. Als Frau darfste gut aussehen, aber praktisch muss es nicht sein. Was soll ich denn bitte mit einer Outdoor-Hose ohne Taschen, aber dafür in orange oder pink, und wenn es geht noch aus super schweren, nicht schnell trocknendem Material. Ich habe zum Glück in der Resteecke noch eine mit Seitentaschen gefunden (die halten aber kaum mein Telefon) und sie ist immerhin blau, wenn auch irgendwie grell. Ich fühl mich mit meinem roten T-shirt wie „Bob der Baumeister“. Aber Bobs Hosen sind sicher robuster. Die Hunde haben an einer Seite des Eingangsbereiches einen Platz mit unseren Rucksäcken gefunden. Das war total gut, denn draußen war es echt heiß. Einer von uns hat immer mit ihnen gemeinsam gewartet, damit sie wirklich ruhig bleiben.

Dann hieß es die Stadt zu durchqueren. Also an der Straße entlang bergab. Dieppe ist nicht besonders schön, wobei die Häuser im älteren Teil der Stadt schon ihren Charm haben. Sie sind aus Backstein und haben relativ schmale Fenster. Auch der Hafen von Dieppe wirkt wie mitten in der Stadt, wobei sich die Stadt relativ weit ins Tal erstreckt. Es war gerade Ebbe, so dass die Schiffe wie in einem Loch versunken wirkten.

Nach einem kurzen Zwischenstopp in einer Bar, sind wir weiter dem GR raus aus der Stadt gefolgt. An einer Kapelle über der Stadt haben wir dann Mittagspause gemacht. Wir waren total froh, über den kleinen Rotkohl den wir gestern m Garten geschenkt bekommen haben. Der hat so gut und frisch auf unseren Broten geschmeckt. Die Aussicht war nicht ganz so gut, da wir auf einen kleinen Militärstützpunkt sahen, bei dem eine Waffe gut sichtbar befestigt war. Das war nicht gerade entspannend.

Die Kapelle war, wieder von vielen Schiffen und Tafeln geziert. Das Meer scheint hier viel gefährlicher und die Leute viel gläubiger zu sein. Mir fällt zumindest gerade keine Kapelle in der Nähe eines Hafens in Deutschland ein. Als wir gerade am Aufbrechen waren, hat uns noch eine ältere Frau angesprochen, ob wir Wasser bräuchten. Ich war der Frau kurz davor schon in der Kapelle begegnet. Wir waren froh darüber, da unser Wasser sich tatsächlich dem Ende neigte und kein Wasserhahn in der Nähe war. Die Frau kam mit einem Kanister Wasser, der in der Kapelle stand wieder.

Der nächste Ort schloss sich dann gleich an. Der Weg führte uns immer wieder an den Klippen entlang und dann wieder durch Ortschaften. Wir mussten heute ziemlich lange suchen, um einen Schlafplatz zu finden. Wir waren alle müde und die Rucksäcke fühlten sich heute so schwer an. Unser Zelt steht jetzt auf einer Wiese, hinter einer Hecke. Der GR verläuft auf der anderen Heckenseite. Es ist ziemlich ruhig im Ort und wir hoffen auf eine ruhige Nacht. Während Thomas das Zelt aufgebaut hat, habe ich gekocht. Nudeln mit Beete, Zucchini, Rotkohl, Käse und Creme. Das war mal wieder etwas Abwechslung in unserem Topf. Das Gemüse war wirklich lecker und so frisch.

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