Millan

Heute morgen war es noch kühl und still auf dem Campingplatz. Das war gut. Ich habe leider diese Nacht wegen den vielen Ameisen im Zelt nicht gut geschlafen. Sie hatten gefühlt alle den Einfall über mich zu krabbeln. Thomas scheinen sie nicht bemerkt zu haben oder er sie nicht. Ich war auf jeden Fall damit beschäftigt, sie von meiner Haut zu schubsen.

Da das warme Wasser in der Dusche extra kostet, habe ich mich nur kalt gewaschen, um das Ameisengefühl los zu werden. Im Waschraum flatterte schon ein Schmetterling in der Sonne und sonnte sich auf dem Boden. Thomas hat in der Zeit Kaffee gekocht und das Frühstück vorbereitet. Nach dem Frühstück war wie immer Zelt abbauen und aufräumen angesagt. Thomas wollte sich noch den Bart etwas stutzen und als er zurück kam, war der Bart ab. Ich musste wirklich zwei mal hin gucken, um das zu begreifen. Und auch den Tag über war ich immer mal wieder etwas irritiert. Er sieht jetzt seinem Zwillingsbruder viel ähnlicher, als davor.

Unser Weg ging dann erstmal nicht weit. Wir sind in die Bar von gestern gegangen und haben einen Kaffee getrunken. Wir wollten das Internet dort nutzen, um Fotos hoch zu laden, Mails zu schreiben und den Weg zu planen. Außerdem war noch Markt und wir brauchten noch etwas zu Essen für den Tag. Als wir dann so weit waren, war es Mittag und ziemlich heiß. Wir haben uns dafür entschlossen nicht nach Dünnkirchen zu gehen, sondern direkt Belgien an zu steuern. Das hat uns beide erleichtert. Wir folgen also auch nicht dem Kanal weiter. Wir sind dann erstmal nur an das Ende der Stadt, Richtung Wald gegangen und haben dort Mittag gegessen und im Schatten gewartet, dass es kühler wird. Gegen 18 Uhr sind wir dann gestartet. Unser Ziel war erstmal nur fünf Kilometer entfernt und der Weg ging ein Stück durch den Wald. Auf den Wiesen und Feldern war der Boden ca. 20 cm tief eingerissen, weil es hier so trocken war.

Auf einem Feld kam ein Reiter ziemlich galoppiert. Das sah so stattlich aus. Er ist dann ganz langsam auf der Straße an uns vorbei geritten. Das klackern der Hufe ist ein schönes Geräusch.

Wir haben noch an einem Haus nach Wasser gefragt. Die Frau war so freundlich und hat uns zu unseren auffüllbaren Flaschen, noch zwei weiter Flaschen mit Mineralwasser gegeben. Auf einem Rübenfeld, hiner dem Haus, stand dann ganz alleine, zwischen den Rüben, eine Sonnenblume. Das war ein so schöner Anblick.

Wir stehen heute hinter einer kleinen Kapelle. Als wir ankamen waren die Hunde so müde, dass sie obwohl sie frei waren, sich nicht weg bewegt haben. Das Gewitter war auch schon zu hören und zu sehen. Wir haben also schnell das Zelt aufgebaut und alles fertig gemacht, damit wir nicht naß werden. Und wir waren tatsächlich vor dem Gewitter hier fertig. Kurz bevor das Gewitter hier war, konnten wir noch eine Rehfamilie beobachten, wie sie auf dem Feld stand. Total schön. Die Mutter hat uns auch gesehen, aber sie sind trotzdem stehen geblieben. Nach dem Gewitter kamen sie wieder. Das Gewitter war ziemlich laut und es gab erst kaum Regen. Jetzt plätschert der Regen gemütlich auf unser Zelt und wir hören ihm zu und genießen es.

Die lange Pause heute tat mir gut, um meine Gedanken etwas zu sortieren und zu entspannen. Es war wirklich gut. Ich habe wieder mehr Lust den Blog zu schreiben und euch von unseren Erlebnissen zu berichten. Es fühlt sich gerade wieder stimmig an.

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