Torhout

Es ist schon spät…der Text kommt morgen.

Jetzt ist es doch noch später geworden, aber unsere Tage sind gerade wirklich voll.

Also morgens ging es ganz gemütlich los, mit Kaffee und Müsli. Als wir gerade beim Eucksäcke packen waren, hat uns die Frau, bei der wir übernachtet haben, zum Frühstück mit ihr eingeladen. Das war so gut, denn zu einen zweiten oder dritten Kaffee sagen wir nicht nein. Wir hatten eine wirklich gute Unterhaltung und haben viel über die Gegend erfahren. Das die Straßenränder dort so sauber sind, liegt an einem alten Mann, der auf seinen Spaziergängen mit dem Hund immer den Müll einsammelt.

Die Frau hat uns auch erzählt, dass die Frontlinie des ersten Weltkrieges dort verlief. Durch den Krieg und die Folgen wurden dort alles Bäume abgeholzt. Sie kennt nur zwei Bäume, die älter als 100 Jahre sind. Das ist wirklich unglaublich. Uns waren die wenigen Bäume schon aufgefallen, aber wir haben das eher auf die Landwirtschaft geschoben. In Frankreich haben wir ja teilweise auch nur wenige Bäume gesehen. Sie meinte auch, dass die Gegend aber an sich, durch den Untergrund nicht so gut für Bäume ist.

Nach dem Frühstück ging es dann los für uns. Wir sind an der Straße entlang aus dem Ort raus und dann auf einer kleinen Straße zwischen Feldern weiter. Ich musste immer wieder daran denken, dass sie auch erzählt hat, dass die Bauern viel Pestizide nutzen. Mein Gefühl ist dann nicht so gut und entspannt, wenn wir an den Feldern lang gehen.

Wir sind den ganzen Tag irgendwie an kleinen Straßen und Feldern entlang gegangen. Dazwischen waren immer wieder Bauernhöfe. Vor den Höfen standen immer Dinge, die wie große Backerschaufeln aussahen. Wir haben später festgestellt, dass es für die toten Tiere ist, damit sie von diesen speziellen Lastwagen eingesammelt werden können. Das ist ziemlich bedrückend wie normal es hier zu sein scheint, dass Tiere auf den Höfen sterben.

Da es so warm war, haben wir in einem Vorort von Torhout angefangen Leute zu fragen, ob sie einen Platz für unser Zelt haben. Leider war das ziemlich enttäuschend. Die meisten sprachen nur Niederländisch und hatten keinen Platz für uns. In einer weiteren Pause, haben wir dann eine Chouchsurfinganfrage raus geschickt. Die Chance, dass sie rechtzeitig gelesen wird, war ziemlich gering. Als wir dann in der Stadt in einem Café saßen, kam tatsächlich die Zusage. Das war so gut. Der Platz war etwas außerhalb der Stadt und wir sind in die Richtung aufgebrochen.

Auf dem Weg waren wir noch einkaufen. Der Supermarkt hat mich ziemlich überrumpelt. Er war total groß und wirkte wie die Möbelabteilung bei dem großen schwedischen Möbelhaus. Für mich war dort kein System zu erkennen und so musste ich durch alle Gänge gehen. Die Abpackungen waren alle riesig. Und es gab an Stelle eines Kühlschrankes, einen Kühlraum, wo die Milchprodukte und Obst und Gemüse lagerten. Ich war so froh, dort wieder raus zu sein.

Der Weg bis zum Chouchsurfingplatz zog sich noch etwas an Feldern und Höfen vorbei, oft mit dem Geruch von Schweineställen.

Als wir ankamen, wurden wir sehr herzlich empfangen. Ein kleiner englischer Cocker spaniel wuselte um uns herhum. Nach einer kurzen Pause, haben wir noch geholfen einen wirklich schönen Pavillon aufzubauen und direkt neben dem Garten gab es Schafe und ein Pony. Das Ponny stand direkt hinter dem Zelt und ich bin immer erschrocken, wenn ich Richtung Zelt geguckt habe.

Wir waren so müde nach dem langen Tag, so dass wir mehr als froh waren über diesen schönen Platz.

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