Singel

Wir haben uns heute tatsächlich den Wecker gestellt. Zum Aufstehen haben wir dann aber eine halbe Stunde gebraucht… Ich bin heute morgen mit Migräne aufgewacht. Da sie aber so warmes Wetter angesagt hatten haben wir dann wirklich relativ schnell zusammen gepackt. Die Luft war heute morgen noch sehr angenehm frisch, so dass wir gar nicht an das heiße Wetter denken wollten.

Auf dem Weg in die nächste Stadt haben wir dann nach Wasser gefragt. Eine Frau hatte einen halben Liter Wasser im Auto und hat ihn uns gegeben. Da es gerade mal 8 Uhr war, wollten wir nirgends klingeln. An einer Einfahrt, im Schatten haben wir erstmal Kaffee gekocht und gefrühstückt. Als wir fertig waren, lief da auch jemand über den Hof, den wir dann nach mehr Wasser gefragt haben. Das war wirklich gut.

Der Weg bis zur Stadt, Waarschoot, war nicht so weit. Inder Stadt haben wir uns die Kirche angesehen. Sie ist 2002 abgebrannt und jetzt steht quasi nur noch der Glockenturm. Der Turm wurde mit einem neuen Betonbau ergänzt und es stehen noch ein paar der alten Mauern hinter dem Turm. Die Kirche ist innen sehr klar strukturiert. Es gibt eine kleinere Taufkapelle und eine größeres Hauptschiff. Beide sind durch eine Wand aus Milchglas voneinander getrennt, können aber miteinander verbunden werden. Aus einem weiter hinten gelegenen Raum drang Musik. Die Kirche war wirklich besonders. Sie wirkte ein bischen, wie Gemeindesaal und Kirche in einem Gebäude und doch getrennt. Vor der Kirche stand eine verbrannte Madonnenstatue aus der ursprünglichen Kirche.

Unser Weg ging dann weiter Richtung Supermarkt und uns fällt bei den Wegen durch die Stadt hier immer wieder auf, wie sauber alles ist. Das ist so gut und es gibt auch fast überall gute, saubere, öffentliche Toiletten.

Nach dem Einkaufen war es schon fast Mittag und wir haben uns auf dem Weg aus der Stadt begeben. In einem kleinen Waldstück haben wir eine lange Mittagspause gemacht. Es war mittlerweile so heiß, dass wir selbst im Schatten beim ruhig Liegen schwitzten. Wir haben nach dem Essen fast zwei Stunden geschlafen und selbst die Hunde waren in der Zeit ruhig und haben gedöst. Das Schlafen tat uns gut und als es langsam etwas kühler wurde, sind wir weiter gegangen. Wir wollten wieder zu einem der Biwakplätze. Der Weg war nicht mehr weit und es sah nach Gewitter aus, also haben wir uns etwas beeilt. Bis jetzt war aber kein Gewitter hier.

Der Platz liegt ziemlich versteckt und ist noch ganz neu. Leider sind dadurch die Bäume noch etwas klein und das Gras verbrannt. Aber es gibt hier ein super sauberes Kompostklo, so wie auf der Ferme de la Bohème. Ich habe mich so über dieses wirklich schöne und saubere Klo gefreut. Der Platz wird in ein paar Jahren wirklich schön sein und viel Schatten bieten. Das Wasser roch am Anfang wirklich nach Kuh, aber nach dem wir etwas Wasser abgepumpt haben, wurde das Wasser klarer und der Geruch weniger. Wir haben zum Glück genügend Wasser heute dabei. Mit dem abgepumpten Wasser habe ich versucht ein paar Bäumen etwas Gutes zu tun.

Auf dem Platz sind heute noch zwei andere Zelte. Zwei Franzosen, die mit dem Auto unterwegs sind und noch ein belgisches Pärchen, dass aber glaub ich auch das Auto in der Nähe hat.

Wir konnten vorhin die Gänse noch fliegen hören. Das ist wirklich ein schönes Geräusch.

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