Breendonk

Nachdem wir unser Zelt heute morgen abgebaut hatten, haben wir noch einen großen Kaffee in der Küche der Familie bekommen. Nach dem Kaffee und ein paar Fotos ging es dann los.

Es war heute früh eher trüb, aber trotzdem trocken, so dass wir ohne Regensachen laufen konnten. Die erste Zeit ging es auf kleinen Straßen und Feldwegen entlang, bevor wir wieder auf eine große Straße kamen. Da hier heute Feiertag ist, waren relativ viele Fahrradfahrer unterwegs. An der Straße zu laufen war für mich sehr anstrengend und Blondi zog ohne Pause. Im ersten Ort war ich dann schon so fertig als hätten wir zwanzig Kilometer hinter uns. Thomas hat mir dann Blondi abgenommen. Das war wirklich mein Glück heute. Marvin hat zwar auch Kraft, zieht aber nicht so ruckartig an der Leine.

Unser Weg führte dann weiter über kleine Straßen, vorbei an vielen Pferdekopeln mit kräftigen Kaltblütern, Brabanter (eine belgische Rasse). Es waren heute auch ganz viele Kutschen unterwegs. Sie alle trugen Nummern, wie bei einem Rennen. An einer schmalen Stelle ist ein Kutschpferd vor Blondi und Thomas erschrocken und seitlich ausgetreten. Zum Glück war das Pferd noch ein Stück von den beiden entfernt.

Wir sind heute auch an der geographischen Mitte Vlaanderns vorbei gekommen. Ein Jogger hat sich dort gerade gedehnt. Bei unserer Mittagspause ein Stück auf unserem Weg weiter dann, kam der Jogger zu uns und fragte ob wir Wasser für die Hunde möchten. Er wohnte nur ein Haus von der Stelle wo wir saßen entfernt. Er kam mit einem Eimer Wasser wieder und seine Kinder kamen mit. Er hat sich noch etwas mit uns unterhalten, während die Hunde glücklich über das frische Wasser waren.

Als wir weiter unterwegs waren, haben wir auf einmal einen Hubschrauber gehört. Beim Umsehen haben wir auf einem Stück Straße etwas von uns entfernt ein Radrennen vorbei rollen sehen. Eigentlich hat nur Thomas die Radfahrer gesehen. Ich war zu langsam und habe nur noch die Versorgungsautos sehen können.

Kurz vor dem nächsten Ort haben wir beschlossen nach Zeltmöglichkeiten zu fragen. Im Ort war, wie die letzten Tage auch, oft keiner da, wenn wir klingelten. Unser Zelt steht jetzt im Garten eines älteren Mannes, Francois. Seine Schwester kam auch noch vorbei, um Hallo zu sagen und den Hunden etwas zum Knabbern zu bringen. Sie wohnt neben an und hat auch einen Hund.

Wir hören Grillen zirpen und die Autobahn, die Brüssel und Antwerpen verbindet.

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