Ossenweg

Heute morgen ging es wieder ganz in Ruhe los. Nachdem unsere Rucksäcke fertig waren, ging es erstmal durch den Wald. Das war ein wirklich schöner Start. Kurz hinter dem Wald sind wir an einem Ausflugsbistro vorbei gekommen. Dort gab es eine Tankstelle für E-Bikes. Wir haben die Chance genutzt und unsere Handys aufgeladen. Dazu gab es noch W-Lan. Das Bistro war noch nicht auf, so saßen wir davor und warteten, dass unsere Telefone fertig werden. Dann ging es etwas durch kleine Orte, aber immer nur kurz und wieder auf den nächsten Feldweg. Heute ging es wieder fast die ganze Zeit durch Obstplantagen. Manche Apfelsorten dufteten ganz intensiv. Oft lagen leider viele Äpfel auf dem Boden. Ich finde es sehr schade, dass sie nicht trotzdem verarbeitet werden.

An einer Stelle stand ein nicht genutzter Pfirsichbaum und seine Pfirsiche fielen auf die Straße. Die Pfirsiche waren perfekt reif und super lecker. Das war die passende Energie in dem Moment.

Ein Stückchen weiter sind wir an einer Santiagohausnummer stehen geblieben. Die Leute haben uns gleich gefragt, ob wir Wasser brauchen und uns in ihren Garten gebeten. Das war wirklich freundlich. Der Mann ist von dort aus nach Santiago gelaufen und er ist auch von Arles nach Toulouse den Weg gelaufen. Er spricht Deutsch und siee haben uns erzählt, dass gestern die Birnenernte begonnen hat. Zum Abschied hat er uns noch Weintrauben aus dem Garten geschenkt.

Wir fangen ja immer wieder erstmal an Englisch zu sprechen, bevor dann bei Begegnung oft Französisch dran ist. Heute hatte ich es gleich zweimal, dass die Leute mich dann fragten, warum wir nicht Deutsch zusammen sprechen. Ja, irgendwie ist Englisch erstmal einfacher und Thomas versteht ja kein Deutsch, so dass wir auch so den ganzen Tag eher Englisch sprechen.

Für uns ging es dann weiter durch Obstbäume und an einer Kirche haben wir dann Pause gemacht. Wir waren etwas überrascht, dass wir nur noch 13km vor uns haben sollten. Unser Weg sollten nämlich laut Karte heute 27km sein. Nach der Pause ging es etwas mehr an Straßen entlang und mehr durch Ortschaften. Wir waren alle ganz schön geschafft. Auch die Hunde waren müde und ihre Konzentration ließ nach. Die letzten 7 Kilometer ging es dann nochmal zwischen Obstbäumen entlang und durch ein Stück Wald.

Ich fühl mich heute so reich. Wir haben so viel Obst und Nüsse gefunden, bzw. bekommen. Wir hatten eine tolle Landschaft durch die wir gewandert sind und haben viele Esel, Schafe, Kühe und Pferde gesehen. Unser Tag war so erfüllt.

Jetzt sind wir wieder auf einem Biwakplatz. Der Platz ist gut besucht und es sind eine Menge Zelte hier. Draußen zirpen die Grillen.

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