Süsterseel

Heute morgen stand die Sonne noch rot am Himmel und der Tau glänzte in ihr.

Da es draußen noch zu nass zum Sitzen war, haben wir wieder im Zelt gefrühstückt. Das finde ich auch sehr gemütlich. Die Hunde waren auch schon draußen, so dass wir richtig viel Platz hatten.

Die Nacht war auch wirklich ziemlich ruhig und Fuchs und Dachs waren uns auch nicht besuchen.

Nach dem wir zusammen gepackt hatten sind wir uns noch verabschieden gegangen. Dann ging es los. Erstmal auf einer kleinen Straße, an der viele Pferdekoppeln waren. Schnell waren wir in der ersten kleinen Stadt. Dort gab es ganz viele kleine hübsche Cafés. Wir haben dort zwei Bienenstöcke an einem Mast hochgezogen gesehen. Ein Mann hielt an und erklärte uns, dass die Stöcke zum Öffnen runter gelassen werden. Und es gibt noch einen solchen Mast mit Bienenstöcken in Maastricht.

Arrg der Akku ist mal wieder leer. Den Rest gibt’s morgen.

Nach der Stadt ging es wieder in ein bisschen mehr Natur und entlang eines kleinen Flusses. Zwei ältere Männer kamen uns entgegen und haben uns abgesprochen, wo wir hin wollen. Die Leute sprechen hier öfter Deutsch und nicht alle Englisch. So habe ich mich mit den beiden Männern auf Deutsch unterhalten. Sie waren morgens eine Stunde spazieren. Das finde ich total schön. Die beiden sahen auch so fit aus, dass sie länger unterwegs sein könnten. Für uns ging der Weg leider nur ein kleines Stück an dem Fluss entlang bis wir wieder in Richtung der nächsten Straße abbogen.

Der Weg ging jetzt über kleine Straßen weiter. Vor einer kleinen Brauerei haben wir eine kurze Pause eingelegt. Das Bier heißt Alfa, was dort gebraut wird.

In einem kleinen Ort, haben wir später auf einen Spielplatz unsere Mittagspause gemacht und versucht etwas zu schlafen. Bei dem Versuch ist es auch geblieben, da die Hunde bei jedem Hund der in Sichtweite kam, anfingen zu bellen.

Kurz nach dem Ort war auf einmal ein gelbes Ortsschild zu sehen. Wie war das denn möglich? Wo war denn die Grenze? Wir wissen es nicht wirklich, aber auf einmal waren wir in Deutschland.

Wir waren so völlig unvorbereitet und wussten auch nicht wirklich, wie lange wir jetzt durch Deutschland laufen. Thomas meinte es sieht gleich nochmal sauberer aus, als in den Niederlanden und die Fahrradwege fehlten in dem Ort.

Wir sind erstmal weiter gelaufen. Unsere Stimmung war nicht ganz so gut. Thomas war müde und ich genervt, die Niederlande erstmal verlassen zu haben. Ein Campingplatz war nicht in Sicht und so haben wir nicht sehr erfolgreich angefangen nach Schlafplätzen zu fragen. Die Meisten verwiesen uns an ihre Nachbarn oder an Wiesenstücke, wo sie aber nicht wussten ob sie öffentlich oder privat sind. Das war ziemlich deprimierend. Thomas war so müde, dass er nicht erst zum Pfarrhaus laufen wollte. Es wäre am anderen Ende des Ortes gewesen. Und wild campen? Wir hatten uns natürlich noch nicht schlau gemacht. Also haben wir bei einem Haus angefragt, ob sie sich etwas auskennen, wie strickt es gehandhabt wird. Die erste Frau wusste leider nichts, ist aber mit uns zu ihrem Nachbarn gekommen, um zu fragen. Der wusste auch nichts sicher, war aber ganz zuversichtlich. Wir haben bei ihm also unsere Wasserflaschen gefüllt und sind in Richtung Wald gelaufen. Im Wald haben wir uns ein Plätzchen gesucht und erstmal etwas ausgeruht und überlegt was wir machen. Biwakieren ist ein bischen Grauzone, das wusste ich. Mit dem Zelt könnte es schwierig werden. Thomas ist nochmal auf der Suche nach einer anderen Stelle durch den Wald gelaufen. Als er zurück kam, haben wir angefangen unser Lager aufzubauen. In der Nähe hörten wir Leute Fußball spielen, aber sonst war es ruhig. Wir hatten uns für schlafen unter freiem Himmel entschieden und hofften, dass keiner kommt. Das einzige was immer wieder zu hören war, war ein Flugzeug mit Radar auf dem Rumpf. Es flog auch sehr tief und war dadurch sehr laut. Wir haben keine Ahnung was das dort beobachtete. Wir haben das Flugzeug auch in den Niederlanden schon gehört.

Jetzt liegen wir in unserem Lager und hoffen es wird eine ruhige Nacht.

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