Hörsingen

Heute morgen sah das Wetter beim Aufstehen sehr nach Regen aus. Wir haben uns beeilt, dass Zelt abzubauen und unsere Sachen zu packen. Zwischendurch fing es auch leicht zu nieseln an. Als wir fertig waren haben wir die Hunde an zwei Bäumen fest gemacht und unsere Rucksäcke zu ihnen gestellt. Dann sind wir zum Oktoberfest-Frühstück in den Ort gegangen. Bevor wir aber in den Ort gegangen sind, waren wir uns noch die kleine Feldsteinkirche ansehen. Leider war sie abgeschlossen, so dass wir sie nur von außen ansehen konnten.

Für das Frühstück waren wir etwas unvorbereitet. Es war mehr ein Frühschoppen mit Schlachteplatte und die meisten Leute hatten ihren Kaffee und Besteck dabei. Thomas und ich haben uns eine Schlachteplatte geteilt, d.h. ich habe eigentlich nur gekostet. Als die Frau vom Bürgermeister, die uns gestern schon bei der Platzsuche so geholfen hat, kam, haben wir auch Kaffee bekommen. Das war so gut, da wir ohne Kaffee gestartet waren und wir dachten beim Frühstück wird es welchen geben… Die Stimmung im Saal war wirklich angenehm. Die meisten Leute kannten sich untereinander und eine Blaskapelle spielte. Ein paar Leute hatten uns gestern ankommen sehen, bzw davon erfahren und waren ganz interessiert von unserer Reise zu erfahren. Die Jugendlichen, die kellnerten und dabei standen, waren total überrascht. Bei einer hatte Thomas ein Bier bestellt und als ich zum zahlen kam, sprach sie mich auch erstmal auf Englisch an, ich glaube sie war dann ganz froh als ich auf deutsch antwortete. Die Leute waren wirklich sehr freundlich.

Der Bürgermeister hat uns sogar noch in der großen Runde vorgestellt und erzählt was wir machen. Wir sind bestimmt ganz rot angelaufen und waren trotzdem glücklich dort zu sein. Die Leute, die mit uns gesprochen hatten, konnten sich das immer wieder nicht so richtig vorstellen, dass wir so viel gelaufen sind und noch so viel laufen wollen.

Gegen Mittag sind wir dann dort aufgebrochen. Wir sind unsere Hunde und Rucksäcke holen gegangen und dann ging es los in Richtung Wald. Das Wetter hatte sich inzwischen auch gebessert und die Sonne fing an zu scheinen.

Vor dem Wald sind wir noch durch einen kleinen Ort gekommen, der wie ein altes Gutshaus mit Stallungen und ein paar Häusern drum herum wirkte. Dann ging es über einen Feldweg der von wunderbaren wilden Hecken gesäumt war, in den Wald.

Am Waldanfang kam uns der Förster mit seinem Auto entgegen. Er fuhr ziemlich schnell und ich war froh, dass wir ihn durch den huckligen Boden früh gehört haben. Marvin lief nämlich frei und so konnte wir ihn rechtzeitig rufen.

Bei einer Pause hat Thomas etwas nach Pilzen gesehen, aber nur einen kleinen gefunden. Der Wald war ziemlich trocken. Etwas später haben wir dann an einer von Wildschweinen zerwühlten Stelle ganz frisch gewachsene weiß-kugliche Pilze gefunden. Den Namen weiß ich jetzt gerade nicht. Die sahen wirklich schön aus auf der dunklen Erde.

Der Weg im Wald war dann auch gar nicht so lang und wir relativ schnell im nächsten Ort. Da wir doch recht spät gestartet sind, wollten wir nicht so weit laufen.

Wir haben einen Platz bei einer Familie auf einem Stück Wiese neben dem Hof gefunden. Als wir das Zelt fertig aufgebaut hatten, hörten wir Kraniche über uns fliegen. Leider konnten wir sie nicht sehen.

Der Nachbarhund hat durch unser Zelt und unsere Hunde einen richtig aufregenden Tag. Er konnte sich nur schwer beruhigen, auch als unsere beiden schon ruhig im Zelt lagen, bellte er immer wieder.

Jetzt liegen auch wir im Zelt und draußen ist alles ruhig.

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