Perniö

Heute morgen sind wir von Regentropfen, die sacht auf unser Zelt trommeln geweckt wurden. Bis wir fertig mit frühstücken waren, hatte der Regen aufgehört und wir konnten trocken unser Zelt abbauen.

Wir sind dann den Weg von gestern ein Stück zurück gegangen, um auf die Straße zu kommen. Der Straße sind wir ein Stück durch den Wald gefolgt. Es war sehr ruhig und kaum ein Auto unterwegs.

Der Nationalpark ist tatsächlich so aufgebaut, dass es viele Parkplätze gibt, von denen aus man Starten und Touren machen kann, aber die einzelnen Abschnitte des Nationalparks sind kaum miteinander verbunden, so dass wir immer wieder auf die Straße ausweichen mussten.

Von der Straße ging es dann wieder auf einen Waldweg. Dem Weg sind wir dann fast bis Perniö gefolgt. Wir haben erst nach dem Wald wieder Häuser getroffen. Als wir bei den ersten Häusern ankamen, hat uns leider keiner geöffnet, um unser Wasser aufzufüllen. Am Ende der Siedlung haben wir noch einmal kurz gestoppt, um uns wärmer anzuziehen. Auf einmal kamen viele Autos an uns vorbei und alle grüßten uns. Wir vermuten, dass sie dachten wir gehören zu dem Haus, vor dem wir standen. So oft wurden wir tatsächlich noch nie gegrüßt.

In Perniö haben wir in einer Bar einen Kaffee getrunken. Die Leute waren super freundlich und haben uns geholfen einen Platz für unser Zelt in der Stadt zu finden. Einer der Männer hatte gleichzeitig noch mehr Unterkunftsmöglichkeiten für uns.

Nach dem Kaffee sind wir noch einkaufen gegangen. Wir haben relativ viel gekauft, da wir die nächsten Tage an keinem Supermarkt vorbei kommen. Danach sind wir voll gepackt zu dem Park gelaufen, wo wir unser Zelt aufstellen wollten. Ich war noch kurz bei den Nachbarn Bescheid sagen, damit sie sich über uns nicht wundern. Die Frau war auch ganz freundlich.

Dann ging es endlich ans Zelt aufbauen. Jetzt liegen wir satt und glücklich im Zelt und planen den morgigen Tag.

Teijo

Heute haben wir relativ lange geschlafen. Blondi war der Meinung über meinem Kopf zu schlafen. Das hieß für mich eine etwas unbequeme Nacht und ab und zu einen Hund auf dem Kopf.

Nach dem Packen ging es los. Erstmal etwas am See entlang. Ein Ruderboot war auf dem See. Das sah sehr idyllisch aus. Zwischendurch mussten wir uns dann etwas den Weg durch den Wald suchen, durch gefällte Bäume war er leider nicht mehr zu erkennen.

Unser erstes Ziel war Teijon. Kurz vor dem Ortseingang hat Blondi zwei Rehe gewittert, die dann auch prompt vor uns auf den Weg gehüpft sind. Wer Blondi etwas kennt, weiß was das bedeutet: einen bellenden, hüpfenden, alle Kraft aufwendenden Hund an der Leine. Jetzt im Traum jagdt sie gerade den Rehen hinterher.

In Teijon haben wir kurz unsere Mittagspause gemacht und Vorräte aufgefüllt. Der kleine Laden war sehr teuer und hatte auch nicht alles was wir suchten. Da wir im nächsten Ort nicht sicher sind, ob dort ein Laden ist, haben wir unseren Weg für morgen umgeplant.

Nach der Pause ging es in Richtung der Insel, wo ein Biwakplatz ist. An dem Steg angekommen, war dort kein Seilboot, wie erwartet. Davor hing am Parkplatz ein Zettel, dass das Seilboot eingesetzt wird, wenn der See eisfrei ist. Der See war eisfrei und wir waren auch nicht die Einzigen, die diesen Weg nehmen wollten.

Wir haben uns dann einen anderen Platz zum Übernachten gesucht. Wir konnten den Biwakplatz vom Ufer aus sehen. Er sah wirklich sehr schön aus. Jetzt haben wir dafür eine tolle Aussicht. Wir mussten unseren Plan für morgen dann nochmals umplanen, da wir eigentlich mit dem Boot, der Insel und einem weiteren Boot den See überqueren, statt herum zu gehen, wollten.

Teijon Nationalpark

Ok. Morgens ist es noch ziemlich frisch, wenn wir das Zelt öffnen und später alles einpacken. Da brauchen wir noch Handschuhe und unsere dicken Sachen, doch schon nach einer kurzen Weile unterwegs ziehen wir ein Teil nach dem anderen aus.Es ist wirklich schon richtig sommerlich in der Sonne. Im Schatten hingegen liegt noch Schnee.

Das erste Stück unserer Wanderung hat uns heute durch einen sehr schönen Wald geführt. Auf der Straße waren nur wenig Autos unterwegs. Das einzige aufregende war ein junger Schäferhund, der sich von seinem Menschen nicht zurück rufen lies. Er fand unsere Hunde doch zu spannend. Für uns ist nur doof, dass unsere Hunde an den Rucksäcken befestigt sind und wir sie nicht so schnell los bekommen. Zum Glück waren alle Hunde relativ entspannt und der fremde Rüde doch noch so jung, dass er lieber keinen Zoff angefangen hat. Der Besitzer kam dann auch relativ schnell, damit wir in Ruhe weiter gehen konnten.

Die nächste Straße war etwas mehr befahren und nicht alle Autos drosselten beim Passieren von uns ihre Geschwindigkeit. Ein kleiner Laster fuhr dazu noch relativ nah an uns vorbei. Das war wirklich nicht angenehm. Ich war froh, dass ich in dem Moment meine Hand an Blondis Leine hatte und sie somit relativ fest in ihrer Position blieb. Das Wegstück war von Wäldern und Feldern gesäumt. Die Sonne schien fast durchgängig auf uns.

Im Nationalpark angekommen mussten wir erstmal Wasser besorgen. Wir waren so durstig. Thomas ging zu einem Haus an der Straße mit einem älteren Ehepaar. Die waren ganz freundlich und freuten sich, dass wir zu Fuß unterwegs sind.

An der Informationsstelle dann, war leider alles geschlossen und die Rezeption öffnete auch nicht zu der angegebenen Zeit. Wir wollten dort eigentlich unser Wasser für die Nacht auffüllen. Thomas war dann bei einem Haus etwas weiter den Weg zurück nach Wasser fragen, aber der Mann war nicht sehr freundlich und hat uns nur ein bisschen Wasser gegeben. Zum Glück haben wir jetzt einen Wasserfilter. So konnten wir das Seewasser filtern.

Wir haben unser Zelt an einem kleinen Strand aufgeschlagen. Thomas hat etwas geangelt und ich habe uns einen neuen Kaffeefilter aus dem restlichen Leinen genäht. Der letzte war zwar hübsch, aber der Stoff zu dick, so dass der Kaffee nicht wirklich schmeckte. Wir hoffen jetzt wird es besser.

Unser Rucksackgarten, d.h. ein Sprossensäckchen am Rucksack, ist heute auch gestartet. Wir haben davon auf dem Blog von „Little Red HikingRucksack“ [Werbung] gelesen und fanden es eine super Idee. Maria hat in Schweden auf der Farm auch viel Sprossen gezüchtet, so dass wir uns das erstmal etwas ansehen konnten. Wir sind gespannt, wann wir die ersten Sprossen essen können.

Es war hier wirklich so warm, dass ich in Shorts und Shirt sitzen konnte. Zwischendurch hatte ich sogar mal meinen Bikini an! Ich die absolute Frostbeule! Bikini im April!

Merikulma

Heute morgen war unser Zelt überfroren. Die Nacht war trotzdem nicht zu kalt. Zwischen den Bäumen dauerte es nur eine Weile, bis die Sonne auf unser Zelt schien.

Nach dem Frühstück waren wir heiß duschen und schon sah alles viel wärmer aus. Die Sonne hatte es auch in die Nähe unseres Zeltes geschafft. Wir haben unsere Sachen gepackt und sind losgegangen.

Erstmal mussten wir ein Stück zurück gehen. Bei einem Bootsausstatter haben wir noch sehr günstig Gas gekauft. Dann fing auch das neue Wegstück an. Der Weg hat uns erst etwas die Straße entlang geführt, bis er kurz in ein kleines Wäldchen abzweigte. Nach dem Wäldchen folgte er im prallen Sonnenschein den Gleisen. Es war wirklich ziemlich heiß und wir waten froh, als wir etwas Schatten fanden. Wir sind zu einer Kapelle gelaufen. Google zeigte und schöne Bilder von einer alten Friedhofskapelle. Als wir ankamen war da ein riesiger Neubau, mit zwei Kapellen für Beerdigungen und ein riesiger Friedhof. Die Kapellen wurde beide auch genutzt als wir da waren. Wir haben unter den Bäumen nahe des Neubaus unsere Mittagspause gemacht und sind dann weiter gelaufen.

Erst ging es auf der Straße durch einen ganz schönen Wald. Alles wirkte ganz idyllisch. Dann ging es in ein kurzes Gebiet, wo die Bäume noch nicht so hoch waren, bevor wir in einen sehr lichten und wunderschönen Wald eintauchten. Der Wald wirkte wie ein gepflegter Garten. Es war wirklich wunderschön. Nach diesem Waldabschnitt wurde der Wald wieder etwas dichter und wilder. Der Untergrund war teilweise noch von Eis bedeckt oder matschig. Es lagen extra Bretter auf den Wegen, damit man nicht durch den Matsch laufen muss. Wir sind auch noch an Bienenstöcken vorbei gekommen. Die Bienen brummten laut und waren aktiv.

Für uns ging es nochmal kurz auf die Straße, bevor wir in Richtung Biwakplatz in den nächsten Wald abbogen. Hier am Platz ist der Wald wieder ganz anders. Es gibt viel Fels auf dem Flechten und Moose wachsen. Die Bäume sind wirklich hoch und der Wald ist wieder etwas lichter. Es gibt viele kleine Blaubeersträuche, wobei diese nur knöchelhoch sind. Die Sonne scheint hier wunderbar. Wir waren relativ früh hier, so dass wir noch Zeit hatten etwas herum zu gehen und auch endlich unser Sprossensäckchen zu nähen. Wir haben heute Abend auch das erste Mal abends draußen gegessen, da die Sonne noch so warm war.

Die Sonne war heute auch schon so stark, dass wir beide etwas Sonnenbrand auf der Nase und den Wangen haben.

Salo

Heute früh wurden wir von den Vögeln und der Sonne geweckt. Die Nacht im Wald war wirklich ruhig und wir haben gut geschlafen. Als wir starteten war es schon relativ warm. Wir sind erst ein Stück durch den Wald gegangen, um wieder auf die Straße zu treffen. Das war teilweise gar nicht so einfach mit Blondi am Rucksack. Sie wählte nicht immer den Weg, den ich gehen wollte.

Bevor wir zur Straße kamen, sind wir noch einem schönen Ferienhaus vorbei gekommen. Es hatte einen kleinen Teich mit Steg direkt daneben.

Dann ging es wieder auf die Straße. Ich bin wirklich kein Fan davon Straße zu laufen und noch dazu so lange selbe, aber es ist der einzige Weg, neben der Autobahn, nach Salo. Die Sonne schien heute auch den ganzen Tag und wieder waren überwiegend Felder unsere Begleiter. Wir haben zeitig schon die ersten Schichten abgelegt, da es so warm war.

Kurz vor Salo sind wir an einer schönen alten Kirche und etwas entfernt an einem Turm vorbei gekommen. In dem ersten Viertel von Salo haben wir dann nochmal unseren Plan geändert. Wir sind direkt zum Campingplatz gegangen und nicht erst in die Stadt. Der Campingplatz liegt außerhalb auf einer Insel.

Wir haben also schnell noch Essen eingekauft und erstmal kurz Mittag gemacht. Schnell ist eher relativ, da ich ewig vor dem Käse und der Milch stand und nicht wusste was ich nehmen soll. Das Telefon zum Übersetzen war natürlich draußen. Dann hatte ich auch noch nicht gesehen, dass man das Gemüse wiegen muss. Also von der Kasse zurück. Und statt Bildern an der Waage nur Nummern und unter dem Poree kein Schild und wieder kein Telefon um die anderen Schilder zu übersetzen. Und der Mitarbeiter den ich fragte, musste selber fragen gehen. So viel dazu mal schnell.

500 Meter nach dem Supermarkt fällt mir ein, dass ich das Hundefutter vergessen habe zu kaufen. Unsere Rucksäcke waren so schon ziemlich voll und schwer. Zum Glück kam der nächste riesige Supermarkt direkt. Ich also da rein und erstmal die falsche Richtung, zum Falschen Ende Futter suchen gegangen. Dabei durch Zufall gemerkt, dass es hier wohl billiger gewesen wäre einzukaufen. Eine Mitarbeiterin schickte mich für das Futter dann zu Regal 80x. So also zurück zum anderen Ende. Eine wirklich große Auswahl Hundefutter erwartet mich. Was ist jetzt hier kaltgepresst und nur ein kleiner Sack? Keine Ahnung. Die Mitarbeiterin weiß es auch nicht. Durch Zufall erwische ich einen Sack mit einen Futterbrocken und 1:1 daneben. Ich interpretiere das als „es wird nicht größer“. Perfekt. Beim jetzt darüber nachdenken wird das nur für die Futterbrockengrößenbestimmung gewesen sein. Ich stehe mit dem Futter an der Kasse und sehe, das ihr genau gegenüber ein Zoogeschäft ist. Toll. Zu spät.

Wir schleppen unsere schweren Rucksäcke durch ein Industriegebiet in Richtung Campingplatz. Leider gibt es keinen Schatten und unser Wasser ist fast alle. Also Pause einlegen, Wasser auffüllen, weiter. Direkt nach dem Industriegebiet sehen wir zwei Fasanenpärchen. Das ist gut, wir haben die Rufe schon vermisst.

Kurz vor der Brücke zur Insel brüten viele Vögel und es gibt einen Aussichtsturm. Wir sind leider zu müde, um später nochmal zurück zu gehen. Der Campingplatz ist ein offenes Gelände. Thomas geht zur Rezeption. Tja niemand da. Beim Anrufen erfährt er dass der Platz noch geschlossen hat und das Wasser abgestellt ist. Er fragt zwei Leute die direkt an der Rezeption parken, wo er Wasser her bekommen kann. Sie rufen nochmal die Campingplatzbesitzer an. Wir dürfen bleiben und die Frau kommt später, um das Wasser anzuschalten. Wir sind froh und bauen müde unser Zelt auf. Thomas geht direkt etwas schlafen, da ihm Kopfschmerzen ärgern. Ich erkunde den Campingplatz etwas. Es ist ein wirklich schönes Gelände mit vielen Möglichkeiten auch bei Regen mit dem Zelt gut unterzukommen. Es gibt viele überdachte Plätze zum Aufhalten und eine Küche. Natürlich gibt es auch hier eine Sauna und es gibt sogar noch ein extra Gemeinschaftshaus. Das hatten viele der Campingplätze die wir besucht hatten nicht. Bei Regen, wäre es bei vielen Plätzen mit dem Zelt echt blöd, weil es quasi keinen anderen trockenen Platz zum Aufhalten gibt.

Die Frau hat nachher Thomas noch erzählt, dass es wirklich ungewöhnlich warm zurzeit ist. Als das Wasser angeschaltet war, brachte sie uns noch den Schlüssel für die Toiletten und Duschen vorbei. Morgen früh ist das Wasser in der Dusche sogar warm. Das ist so gut, denn der nächste Campingplatz zum Duschen ist noch etwas hin.

Jetzt liegen wir eingekuschelt im Zelt. Die Hunde schlafen schon. Wir mussten das Zelt auch schon schließen, da es hier eine Menge Mücken gibt.

Korkiakallio

Heute Nacht hat es draußen gefroren und den Hunden war etwas kalt. Also hieß es erstmal Hunde in den Schlafsack holen und warm kuscheln.

Zum Glück schien die Sonne schon morgens, dadurch wurde es schnell warm.

Heute ging es den ganzen Tag weiter an der Straße entlang. Ab und zu kam ein Wäldchen oder Haus, aber die restliche Zeit begleiteten uns Felder. Ich hatte heute morgen keine gute Laune und das Laufen viel mir schwer. Wir haben oft Pause gemacht und etwas die Sonne genossen. Nach dem Mittagessen ging es mir besser.

Bei der Mittagspause hat sich eine Waldameise an meine Zunge verirrt. Die fühlte sich natürlich angriffen. Ich kann jetzt offiziell bestätigen, dass Ameisensäure sauer schmeckt und brennt.

Wir hatten uns auf der Karte einen Ort ausgeguckt, wo wir anfangen wollten nach Schlafplätzen zu fragen. Den Ort haben wir beim passieren aber nicht als diesen wahrgenommen. So haben wir erst später gestartet. Die Häuser kamen dann leider nicht so oft. Oft war niemand zu Hause oder hat uns abgewiesen. Die Menschen wirken sehr verängstigt, wenn wir nach einem Platz fragen.

Wir waren dann schon ziemlich müde, als uns eine Frau wieder abgewiesen hat. Die Frau war wirklich freundlich, aber es ging bei ihr nicht. Sie kam uns dann noch nachgefahren und meinte ob wir wissen, dass es erlaubt ist im Wald zu schlafen. Wir sind dann zu dem Haus zurück gegangen und sie hat uns noch Wasser gegeben und uns in den Wald begleitet. Sie hat uns ein Stück gezeigt, wo der Besitzer freundlich ist und wir keine Probleme bekommen können. Das erste Stück Wald, das wir durchquert haben, gehört ihrem Nachbarn. Wir haben den Nachbarn auch ankommen gesehen, er ist an uns vorbei gefahren. Er hat dann aber nicht die Tür geöffnet, als wir nach einen Schlafplatz fragen wollten.

Jetzt steht unser Zelt ganz nah am Waldrand und wir hören die Vögel zwitschern. Wir sind alle so müde, dass wir schnell schlafen werden.

Rekottila

Wir haben die erste Nacht gut überstanden. Es war nicht so kalt und auch nicht so feucht. Unsere Schlafsäcke haben sich wirklich bewährt. Nach dem Frühstück haben wir langsam zusammen gepackt und sind gestartet.

Unsere Rucksäcke sind noch ungewohnt schwer und auch die Hunde sind noch unruhig an der kurzen Leine. Blondi macht es schon besser als im letzten Jahr, aber Marvin ist besonders unruhig dafür. Er bellt viel, egal wann und wo und oft wegen nichts.

Heute der Weg überwiegend an der Straße oder auf Fahrradwegen. Da wir gestern kurz hinter der Ortsgebietsgrenze Paimio geschlafen haben, mussten wir heute erstmal nach Paimio. Wir brauchten neues Brot und haben gleich am ersten Supermarkt gestoppt. Dann ging es durch die Stadt durch. Wir sind durch eine Art Bungalowsiedlung gekommen und dann ging es wieder auf die Straße.

Wir versuchen uns langsam wieder an das Tragen und Laufen zu gewöhnen. Deswegen haben wir schon relativ zeitig nach einer Übernachtungsmöglichkeit gesucht. Unser Zelt steht heute bei einem Bauern auf dem Hof.

Kurz bevor wir ankamen, kam sogar noch die Sonne hervor. Gleich war es auch ziemlich warm.

Die Hunde sind von der Strecke heute schon ziemlich müde und schlafen schon an unserem Fußende.

Paimio

Heute morgen ging es in aller Ruhe los. Erst frühstücken, dann Rucksäcke packen. Wir haben uns schon gestern entschieden den Bus zu nehmen, um die Stadt zu verlassen. Erstmal mussten wir aber zur Bushaltestelle laufen. Wir sind dabei nochmal durch die Stadt gekommen. Da wir noch Wartezeit bis zum Bus hatten, bin ich noch kurz in den Dom gegangen. Dort probte gerade ein Chor mit Orchester die Passion. Sie sangen auf deutsch, aber ich konnte nur die Solisten verstehen. Der Chor war einfach nur ein buntes Durcheinander. Ok das mag sicher kein Chor hören…

Wir sind dann bei freundlichen +6°C und kaltem Wind aus dem Bus gestiegen. Wir haben dann ziemlich schnell die erste Pause gemacht, etwas gegessen und Thomas hat sich wärmere Sachen angezogen.

Dann ging es an einer kleinen, schönen Steinkirche vorbei. Raus aus dem Ort. Ein kurzes Stück ging es durch ein bisschen Wald und schon liegt da Müll. Es ist echt schade. Wir haben etwas davon mitgenommen und suchen jetzt einen Papierkorb dafür. Den restlichen Weg ging es an der Straße entlang.

Wir haben zeitig angefangen nach einem Schlafplatz zu suchen. Die Hunde waren etwas anstrengend und die Rucksäcke schwer. Wir mussten erst an einigen Häusern fragen, bis uns jemand verraten hat, wo im nächsten Wald die Schutzhütte mit Feuerstelle ist. Dort angekommen, war eine Familie gerade am Würstchen grillen.

Wir haben unser Zelt etwas abseits aufgebaut. Es ist erstmal wieder ungewohnt alles einzurichten. Auch hat sich unsere Ausrüstung etwas geändert, so dass wir uns erstmal neu organisieren müssen.

Turku

Heute haben wir erstmal ausgeschlafen und sind dann langsam in den Tag gestartet. Als erstes haben wir einen Tierarzt gesucht. Marvin musste noch geimpft werden und wir brauchten. Eine nette Frau vom Ordnungsamt hat uns bei der Suche geholfen, da der Tierarzt, den wir uns rausgesucht hatten, umgezogen war.

Nach dem Tierarzt haben kurz eine Pause eingelegt und die Hunde zum Haus zurück gebracht. Am Nachmittag haben wir uns dann etwas Turku angesehen. Wir sind am Fluss entlang spaziert und haben die Sonne genossen. Wir brauchten noch Postkarten und Briefmarken. Auf dem Weg zur Post sind wir an einer Markthalle vorbei gekommen. Die war richtig schön und es gab ziemlich viel Fisch. An einem Stand haben wir einen Lachsburger gegessen. Der war richtig gut und auch die Pommes dazu waren super. Das beste war, dass wir bei der Zubereitung zusehen konnten.

Als wir etwas später den Bus zu einem Baumarkt nehmen wollten, mussten wir den ersten ohne uns fahren lassen, da wir nicht mit Karte zahlen konnten. In Schweden konnte man im Bus hingegen nur mit Karte zahlen. Der zweite Bus hätte uns dann gleich nicht mitgenommen, da wir nicht wussten dass man ein Handzeichen geben muss, wenn man mitfahren will. Er hat dann auf den letzten Drücker doch noch angehalten. Im Baumarkt hat Thomas etwas Angelzubehör gekauft.

Es war dann schon relativ spät und wir ziemlich müde, so dass wir direkt zum Haus zurück gefahren sind. Wir haben noch schnell gekocht und uns etwas mit Jessu unterhalten, bevor wir ins Bett gefallen sind.

Turku

Wir sind nach dem etwas chaotischen Tag in Stockholm heute Abend gut in Turku angekommen. Die Zeit auf der Fähre haben wir mit schlafen und aus dem Fenster sehen verbracht. Wir sind an vielen kleinen Inseln vorbei gefahren und hatten quasi immer etwas neues zu sehen. Das Tempo des Schiffes ist für uns sehr angenehm. Es ist nicht so schnell wie ein Zug und wir haben dadurch genügend Zeit die Landschaft auf uns wirken zu lassen. Die Fähre war kleiner als die nach Oslo und wir haben die Bewegungen der Wellen viel mehr gespürt. Diesmal durften die Hunde mit uns in der Kabine sein. Das war viel entspannter für uns alle. So konnten wir alle etwas Schlaf nachholen.

In Turku angekommen, haben wir uns auf den Weg zu unserem Couchsurfing-Platz gemacht. Die Stadt gefällt uns bis jetzt sehr gut. Es gibt relativ viele ältere Holzhäuser und dazwischen gepflasterte Straßen. Auch unser Schlafplatz ist in so einem Holzhaus. Die Wohnung ist sehr liebevoll eingerichtet, mit vielen kreativen Elementen. Und auch das Paar, dass uns aufgenommen hat, ist sehr freundlich. Es ist wirklich sehr angenehm hier und ich fühle mich wohl.

Wir haben jetzt auch das erste Mal eine neue Zeitzone betreten. In Finnland ist es eine Stunde später als in Schweden. Wir haben quasi unsere zweite Sommerzeit dieses Jahr. Mal sehen wie das unsere innere Uhr so mitmacht.