Sutlepa

Heute Nacht hat es geregnet und wir sind mit dem klopfen von Regentropfen auf unserem Zelt am Morgen aufgewacht. Als wir dann fertig gefrühstückt hatten, war der Regen auch vorbei und wir konnten im Trockenen unsere Sachen packen.

Es ging dann erstmal weiter am Strand entlang bzw so halb im Wald. Dabei haben wir drei große Rehe gesehen. Gerade haben wir mal etwas im Internet gesucht und das, was wir gesehen haben, waren keine Rehe sondern weibliche Rothirsche. Blondi hat die Tiere zum Glück nicht bemerkt. Es war wie immer anstrengend im Sand zu laufen und wir haben immer wieder Stellen gesucht, wo das Laufen besser ging.

Wir wollten eine Pause an einem Picknickplatz (laut Karte) machen, aber der Platz stellte sich als ziemlich tolles Surfcafé am Strand heraus. Es öffnet offiziell erst am 1. Juni, aber wir haben trotzdem einen Café bekommen. Die Leute waren wirklich freundlich und das Café war originell. Alles wirkte handgemacht und es war schön dekoriert.

Wir sind noch ein Stück der Küste gefolgt, bevor der Weg in Richtung Inland abbog. Wir haben eine Kröte gesehen und Blondi hat sie ganz vorsichtig beschnuppert. Etwas weiter haben wir eine große Elchkuh aufgeschreckt. Sie lief leider vor uns weg, so dass wir sie gar nicht in Ruhe betrachten konnten. Wir sind immernoch ganz fasziniert von diesen eleganten Tieren.

Wir sind an ein paar Häusern vorbei gekommen und um die Häuser blühte überall der Flieder. Es sieht so wunderschön aus. Wir fühlen uns oft etwas in der Zeit zurück gereist. Die Felder sind voller Blumen, es gibt überall natürliche Hecken und die Häuse wirken oft bodenständig und seit vielen hundert Jahren da. Die Traktoren sind klein und älteren Modells und nur die Autos holen uns ins jetzt zurück. Die Autos sind neu, aber eher selten groß. Für uns ging es dann ein ganzes Stück an der Straße entlang. Natürlich werden auch hier Wälder gefällt und uns ist bewusst, dass viele Menschen hier nicht viel Geld haben. Die Natur wirkt hier dafür noch viel heiler. Dieser Gegensatz wirkt so verrückt. Warum schaffen wir nicht unsere Natur zu schützen, obwohl wir so viel Geld haben.

Unterwegs habe ich heute meine ersten Baumperlen an einem Ahorn gefunden. Er hatte ganz viele kleine. Ich bin so glücklich darüber. Sie sind ein tolles Andenken an Estland.

Unser Zelt steht heute im Ort am Kulturzentrum. Dort haben wir Wasser bekommen und es war ok, dass wir eine Nacht hier bleiben können. Am Nachmittag drehte der Rasentraktor seine Runden um unser Zelt. Das war schon ein komisches Gefühl dabei im Zelt zu sitzen.

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