Veczemju

Auch heute früh hat unser Wecker wieder sehr zeitig geklingelt. Als wir aus dem Zelt kamen, stand am Fluss schon ein Angler. Thomas hat ihm einen Kaffee angeboten, aber er hat ihn abgelehnt. Als er später was an der Angel hatte, ist Thomas nochmal gucken gegangen. Der Mann hat sich darüber gefreut. Er hatte einen kleinen Hummer geangelt. Thomas kam mit dem Hummer zu mir, um ihn mir zu zeigen und im Anschluss wieder frei zu lassen.

Der Weg führte dann als erstes durch den Wald. Es ging an einem alten Gutshof aus Backstein vorbei. Der schien zum Verkauf zu stehen und sah gut aus. Er zwar nicht restauriert, aber sah auch nicht komplett kaputt aus.

Nach dem Gutshof sind wir zum Meer abgebogen. Wir müssen dabei einen Elch aufgeschrenkt haben. Blondi war ganz im Jagdtrieb und wir haben auf dem Weg einen frischen Fußabdruck, der von der Größe her nur ein Elch sein konnte, gefunden.

Der Strand war leer, nur einen Hund haben wir von weitem gesehen. Der Weg folgte lange dem Strand, nur an einem Fluss mussten wir kurz auf die Straße bzw. den Radweg wechseln. Etwas später ging es über einen Parkplatz zurück zum Strand. Hier stehen an den Parkplätzen Müllcontainer mit Schildern für die Höhe des Bußgeldes für Umweltverschmutzung und trotzdem liegt der Müll auf dem Parkplatz überall rum. Wir haben heute also auch etwas Müll gesammelt und entsorgt. Am Strand lagen unter anderem ein Paar Badelatschen und direkt daneben ein paar Socken. Wer vergisst seine Socken und Latschen am Strand? Das größte das wir gefunden haben, war so ein Wal zum Aufblasen. Nur noch die Schwanzflosse hatte Luft und der Rest lag halb auf dem Strand halb im Meer. Der nächste Müllcontainer war zum Glück nicht weit entfernt. Wir haben auch wieder zwei tote Robben gefunden. Das sind leider alles nicht so die Strandfunde, die wir uns wünschen.

An einem weiteren Fluss ging der Weg wieder vom Strand weg. Wir hatten erst die richtige Abzweigung verpasst, da auch heute der Weg so gut wie gar nicht ausgeschildert war. Wir mussten dann an einen Schäferhund vorbei, der an einem Haus frei lief. Der Hund guckte zum Glück nur etwas verdutzt und lies uns passieren. Der Weg ging dann auf einer Schotterstraße weiter. Die Küste erhob sich langsam zur Steilküste. Wir kamen durch ein Dorf und dann ging es ins Naturschutzgebiet. Wir hatten noch nicht so richtig eine Idee, wo wir heute schlafen könnten. An einer Stelle der Steilküste, konnte man zum Strand gehen und die ausgewaschene Küste bestaunen. Das Meer und der Regen hatten Höhlen in den Sandstein gespühlt. Da ich dort schon so müde war, haben wir beschlossen, auf dem Campingplatz der gleich kommen sollte zu bleiben. Der Platz war wirklich nicht mehr weit und ein einfacher Zeltplatz, ohne eigenen Picknickplatz auch nicht teuer. Hier stehen überall Picknicktische und Grills, die man dann mieten kann. Dort kann man auch sein Zelt aufstellen. Am Wochenende war es wohl richtig voll, aber heute kann man die besetzten Plätze an einer Hand abzählen. Der Campingplatz ist definitv nicht für längere Übernachtungen ausgelegt. Es gibt trotz der Größe des Platzes nur wenige Toiletten und Duschen. Es gibt keine Küche und keinen Platz zum Geschirr spülen oder Sachen waschen.

Den Nachmittag haben wir dann mit Mittagessen, Wäsche waschen (in der Dusche), Isomatte reparieren und etwas spazieren verbracht.

Als wir gerade mit Kochen anfangen wollten lief ein Storch 50 Meter von uns auf der Wiese.

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