Ovisi

Heute morgen ging es erstmal weiter durch den Wald, entlang der alten Bahnstrecke. Thomas startete mit Kopfschmerzen, so dass es für ihn ziemlich anstrengend war.

Wir kamen an Orchideen, Erdbeeren und Müll vorbei. Leute hatten direkt vor dem Naturschutzgebiet ihre Müllsäcke abgeladen. Tiere hatten sie zum Teil zerissen, so dass der Müll verstreut lag. Kein schönes Bild.

Nach dem Waldweg kamen wir an eine etwas breiteren Forstweg. Dieser führte uns an Ruinen vorbei zu einer großen Schotterstraße. Auf ihr ging es in den nächsten Ort.

Dort waren zum Glück Leute in einem Garten beschäftigt, die wir nach Wasser fragen konnten. Sie waren super freundlich und haben uns noch erklärt, dass das Holzhaus nebenan, der alte Bahnhof war. Das ganze Gebiet war in der Zeit der Besetzung durch die Sowjetunion Sperrgebiet und alle Leute mussten ihre Häuser verlassen. Die Familie hatte das Haus gerade gekauft und richtete den Garten her. Sie pflanzten gerade eine Hecke an.

Der Weg ging weiter zum Strand. Wir wollten einen der ehemaligen Geheimwege nehmen, um nicht am Strand laufen zu müssen. Den Eingang zum Weg hatten wir schnell gefunden. Leider wurde der Weg gar nicht mehr genutzt und war dadurch viel mehr zugewachsen als der letzte.

Blondi schlug zwischendurch an. Thomas entdeckte zwischen den Bäumen ein Reh mit seinem Kitz. Es war zum Glück weit genug weg, so dass wir passieren konnten. Der Weg wurde immer unwegsamer, so dass wir etwas auf die Dünen ausgewichen sind. Dort war es aber auch nicht so gut zum Laufen. Nach einer Mittagspause haben wir den Geheimweg noch ein Stück genutzt und sind dann doch über die Dünen zum Strand gegangen.

Am Strand war es zum Glück nicht zu windig und wir sind gut vorwärts gekommen. Auf den letzten Kilometern haben wir ca 1 Kilometer Müll gesammelt. Wir hatten schnell ziemlich viel zusammen. Der Müll war durch den nassen Sand auch ziemlich schwer. Dazu kommt aber später nochmal ein extra Artikel.

Im Ort angekommen, sind wir zum Glück schnell an einer Mülltonne gewesen. Wir wollten zu einem Campingplatz, der laut Karte hier sein sollte. Wir brauchten eine Dusche und Wasser. Campingplatz gab es keinen und Wasser haben wir von ein paar Leuten bekommen. Am Leuchtturm gibt es einen Zeltplatz, wo eigentlich Hunde verboten sind. Wir dürfen trotzdem hier schlafen. Wir mussten nur außen um das Gelände gehen. Dusche gibt es keine und das Wasser aus dem Hahn riecht auch hier nach faulen Eiern. Wir sind froh, dass wir das Wasser der Nachbarn haben. Das ist zwar in einem Plastikkanister, schmeckt aber gut und riecht nicht.

Der Zeltplatz kostet natürlich Geld und es wird keine Kreditkarte genommen. Unser Bargeld beschränkt sich gerade auf 3 Euro, die hier aber nicht reichen. Wir dürfen in der nächsten Stadt bei der Leuchtturmverwaltung dann bezahlen. Wir sind sehr froh, dass alles so unkompliziert funktioniert. Ein Ferienhaus auf dem Gelände ist vermietet. Die Leute haben gegrillt und uns nachher etwas davon vorbei gebracht. Das war so freundlich. Marvin wollte bei dem Mann natürlich gleich gucken, was er da leckeres bringt.

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