Ausrüstung – Kleidung

Hier mal wieder etwas aus der Kategorie „Vorstellung unserer Ausrüstung“. Heute möchte ich euch unsere Kleidung vorstellen, d.h. eigentlich wird es mehr eine Liste. Mit den Kleidungsstücken der Liste kommen wir durch Frühling, Sommer und Herbst. Für den Winter in Skandinavien hatten wir noch etwas aufgestockt und die Sachen nachher nach Deutschland zurück geschickt.

Hier die Kennzeichnung: Werbung, aber selbst gekauft ☺️

Thomas Kleidung im Rucksack und an:

  • 3 T-Shirts (Baumwolle)
  • 1 T-Shirt (Merinowolle)
  • 1 Langarmshirt (Wolle/Seide)
  • 3 Unterhosen (Baumwolljersey)
  • 1 lange Unterhose (Merinowolle)
  • 1 Short
  • 1 lange Wanderhose
  • 1 Fleece-Zipp-Jacke
  • 2 Paar Wandersocken
  • 2 Paar Merinosocken
  • 1 Paar Fingerhandschuhe
  • 1 Badeshort
  • 1 Merino-Buff
  • 1 Halssocke aus keine Ahnung was
  • 1 Sonnen-Cap
  • 1 Sonnenbrille

Lindas Kleidung im Rucksack und an:

  • 2 T-Shirts (Merinowolle)
  • 1 Tanktop (Merinowolle)
  • 1 Langarmshirt (Merinowolle)
  • 3 Unterhosen (Merinowolle)
  • 2 Bustiere (Merinowolle)
  • 1 Legging (Merinowolle)
  • 1 Shorts
  • 1 Rock (Baumwollcord)
  • 1 lange Wanderhose
  • 1 Fleece-Zipp-Jacke (Merinowolle)
  • diverse Merinowollsocken
  • 1 Paar Stricksocken
  • 1 Paar Fingerhandschuhe
  • 1 Bikini
  • 1 Merino-Pac
  • 1 dicke Halssocke (Merinowolle)
  • 1 dünne Mütze (Merinowolle)
  • 1 Sonnen-Cap (Leinen)
  • 1 Sonnenbrille
  • 1 Handtuch

Wir haben meistens die Sachen genommen, die wir eh zu Hause hatten. Wenn wir etwas ergänzen mussten, haben wir nach Second-hand-Sachen Ausschau gehalten. Ein paar der Sachen habe ich auch selbst genäht. Bei der Merinowolle haben wir versucht auf mulesing freie Wolle zu achten, wobei uns das sicher nicht bei allen Sachen gelungen ist. Wo mir das Material auf Anhieb einfiel steht es dabei.

Broceni

Heut morgen haben wir in Ruhe unsere Sachen gepackt und als wir fast fertig waren fing es an zu regnen. Wir hatten zwar schnell die Regensachen draußen und an, die Hunde waren trotzdem naß. Wir sind im Regen zum Bus gelaufen und waren froh dass er nicht so voll war und der Busfahrer uns mitgenommen hat.

Am Busbahnhof haben wir dann am Schalter ein Ticket für den nächsten Bus gekauft. Die Frau war super unfreundlich und wir waren froh als wir das Ticket hatten. Wir hatten noch Zeit bis unser Bus fuhr und haben draußen gewartet. Es hatte mittlerweile aufgehört zu regnen. Ein paar Katzen schliefen in der Sonne und saßen an verschiedenen Plätzen am Busbahnhof. Die Katzen waren sehr entspannt, auch noch als sie unsere Hunde sahen.

Am Kiosk war ich einen Kaffee kaufen. Die Frau war zum Glück sehr freundlich und geduldig. Ich konnte sogar eine normale Tasse bekommen. Die Frau war zwar sehr erleichtert als ich sie zurück brachte, aber das war ok. Sie hatte wohl nicht verstanden, dass wir außerhalb des Bahnhofs sitzen.

Die Busfahrt ging dann gut und im Ort angekommen, haben wir einen schönen Platz am Fluss für unser Zelt gefunden. Hier am Fluss ist ein großer Park mit Sport- und Spielmöglichkeiten. Wir stehen etwas an der Seite, nahe dem Fluss und von Blicken geschützt.

Ich habe mich am Nachmittag um eine Bewerbung gekümmert und Thomas hat den morgigen Tag geplant. Morgen geht es nochmal mit dem Bus weiter, bevor wir dann übermorgen wieder zu Fuß unterwegs sind.

Liepaja

Heute morgen haben wir noch einen Kaffee mit unserem Zeltnachbarn aus Deutschland getrunken. Er ist allein mit dem Fahrrad unterwegs und wie so oft, in die entgegen gesetzte Richtung. Danach ging es in die Stadt. Wir mussten noch einige Besorgungen machen.

Man sagt, Liepaja sei die Stadt in der der Wind geboren ist. Es war heute zwar windig, aber auch sonnig. Wir haben eine ganz andere Stadt vorgefunden, wie gestern. Nicht so grau und sehr offen. Wir waren auch in anderen Stadtteilen als gestern unterwegs.

Wir waren in einer Bar etwas zum Mittag essen und haben uns durch die verschiedenen Geschäfte geguckt. Thomas braucht eine neue kurze Hose, aber wir haben leider nichts passendes gefunden. Unser Versuch einen Tierarzt zu finden blieb erst erfolglos. Und so sind wir bei der Suche etwas durch die Stadt gekommen. Wir waren an einem kleinen Hafen und am Konzerthaus. Und immer wieder fällt uns auf, wie viel freundlicher eine Stadt bei Sonne wirkt. Auch etwas frische Farbe an den Häusern macht dazu noch viel aus.

Wir waren noch in einer Bar mit einem sehr originellen Garten und Zaun etwas trinken, bevor es weiter ging. Der Zaun war hoch aus Holzlatten und dazwischen waren Fenster eingesetzt, damit die Straße davor nicht so laut ist.

Als wir dann noch schnell vor der Rückfahrt zum Campingplatz einkaufen waren, sind wir dann doch noch an einem Tierarzt vorbei gekommen. Wir brauchten für die Vierbeiner nämlich wieder etwas gegen Zecken.

Am Campingplatz angekommen freuten sich die Hunde schon auf uns.

Das andere Zelt, das neben uns steht, sieht schon seit gestern so unbewohnt aus. Im Vorzelt liegt Profiant und innen sieht auch alles eingerichtet aus. Das Zelt hat ein Fenster zum Reinsehen. Wir haben in der Campingplatzrezeption bescheid gesagt, ob die etwas wissen. Die waren erstmal ratlos, wem das Zelt gehört und konnten es nicht zu ihren Unterlagen zuordnen. Schon komisch. Es sieht halt auch nicht so aus, als hätte jemand sein Zelt vergessen. Wir hoffen, dass der Besitzer noch auftaucht.

Heute sind hier ziemlich viele Campingwagen und keine weiteren Zelte. Schade eigentlich.

Liepāja

Heute war wieder Bus fahren angesagt. Unser Bus verließ den Ort am Nachmittag, so dass wir genügend Zeit zum Packen und in Ruhe in den Ort gehen hatten. Ich bin an Reisetagen immer nervös und habe Angst den Bus zu verpassen.

Als wir gerade am Strand waren, um zurück in den Ort zu laufen, fing es an zu regnen. Zum Glück war es nicht mehr weit bis zum Ort und sobald wir unsere Regensachen an hatten, hörte der Regen auch erstmal auf. Unter einer großen Linde, nahe dem Laden, haben wir Mittag gegessen und noch etwas gewartet, bevor wir zur Haltestelle gingen.

Der Bus kam pünktlich und es ging dann fast immer parallel zur Küste. Einmal musste der Bus ziemlich bremsen, da ein Storch knapp vor ihm über die Straße flog.

Kurz hinter dem Ortsschild von Liepāja begann das Industriegebiet. Aber nicht so ein modernes mit mehr oder weniger ästhetischen Werkshallen. Nein. Es war so ein typisches, altes, graues aus der sowjetischen Zeit. Zum Teil verfallen, zum Teil noch in Benutzung. Dazwischen Stromkabel, Umspannwerke und Rohre. Dazu grauer Himmel. Es erinnerte mich an meine Kindheit, wenn wir in die nächste Stadt gefahren sind, mussten wir immer an einem Kohlekraftwerk vorbei. Ich erinnere mich an grau, auch mein Gefühl fühlt grau. Genauso grau fühlte sich die Einfahrt in die Stadt an.

Wir sahen vom Bus aus Holzhäuser an denen die Farbe abblätterte. Ich muss an die schön gestrichenen Häuser in Haapsalu denken. Wieviel freundlicher alles doch mit etwas Farbe wirken würde. Auch einige Altbauten mit verzierten Fenstern sehen ir. Keine dieser Altbauten ist restauriert. Sie wirken grau und unbelebt. Ich muss an Deutschland denken, wie begehrt in vielen Städten Altbauwohnungen mit ihren hohen Decken sind. Es wirkt hier nicht so. Der Himmel wird immer grauer und unser Bus kommt am Bahnhof an.

Wir sehen einige alte eckige Straßenbahnen mit viel Werbung und folgen der Straße zur der Haltestelle, wo unser nächster Bus fährt. Wir warten vor einem super modernen Sportzentrum auf den Bus. Der Busfahrer ist freundlich und lässt uns mitfahren, obwohl Hunde eigentlich verboten sind im Bus.

Die Fahrt geht aus dem Stadtzentrum raus. Wir kommen an alten, aus Backstein gebauten, Arbeiterhäusern vorbei. Einige sind bewohnt. Dazwischen immer wieder zerfallene Arbeiterhäuser mit zugemauerten Fenstern. Zwischen den Häusern Grünstreifen mit Gärten oder Spielplätzen. Es fängt draußen an zu regnen.

Nach den Backsteinhäusern kommt ein großer Park der von unsanierten Neubaublöcken abgelöst wird. Zwischen den Blöcken blitzt auf einmal eine große orthodoxe Kirche auf. Ihre Dächer sind golden und leuchten auch bei diesen grauem Wetter.

An der Endhaltestelle steigen wir aus. Auch hier Neubaublocks. Sie wirken alle bewohnt und wirken irgendwie bunt, auch wenn sie eher dreckig weiß sind. Sie sind mit weißen Backsteinen verkleidet. Vor einem Blog steht eine Kindergruppe. Eine Frau säubert den Bereich, um die Mülltonnen. Eine Katze läuft um uns rum und ein kleiner Hund folgt uns und würde unsere Vierbeiner anscheinend gern kennenlernen.

Bis zum Campingplatz ist es noch ein Stück an einer Straße entlang. Der Platz ist an einem See auf dem man Wakeboard fahren kann. Er wirkt neu, aber etwas lieblos.

Unser Zelt steht und wir sind müde und liegen in unseren Schlafsäcken.

Jūrkalne

Wir sind heute morgen wirklich super zeitig wach gewesen und dabei wollten wir den Tag ja hier verbringen. Um zehn hat sich der Tag daher schon so lang angefühlt.

Wir waren am Morgen am Strand. Müll sammeln, Bernstein suchen und Hunde bespaßen. Thomas musste al wieder seine Isomatte reparieren. Auch haben wir angefangen unsere Weiterreise zu planen. Das hat so ziemlich den restlichen Tag eingenommen, denn kaum hatten wir einen Plan, fehlten Informationen oder es kamen keine günstigen Informationen für uns. Wir haben es aber bis zum Abend geschafft alles so weit zu planen, dass wir morgen hier mit einem Ziel aufbrechen können.

Gegen Mittag bin ich nochmal zum Ort und zum Laden gelaufen, um einzukaufen. Thomas hatte etwas Kopfschmerzen und ist mit den Hunden am Zelt geblieben.

Ansonsten standen heute immer wieder kurze Strandspaziergänge an. Wir wollten gern noch etwas Bernstein finden. Auch ohne Fund waren die Spaziergänge schön.

Gegen Abend zog Regen auf. Wir räumten schnell das Zelt ein und bereiten uns auf Regen vor. Der Regen kam aber nicht und statt dessen blauer Himmel und Sonnenschein. Der Wind blieb und die Ostsee hatte ziemlich große Wellen, die immer wieder weit im Strand endeten.

Jetzt liegen wir im Zelt und können die Wellen heute noch lauter hören als gestern.

Blondi liebt es übrigens auf Tischen zu stehen und liegen. Da ist die Aussicht besser…