Ausrüstungstest

Winterwetter, Kälte, Frost….. die letzten Tage waren hier oft Minus 10 Grad und weniger. Die perfekten Temperaturen um meine geplante Winterausrüstung für die Reise zu testen. Da wir ja noch nicht wissen wo wir den nächsten Winter verbringen werden, bin ich lieber auf sehr kalte Temperaturen vorbereitet statt zu frieren.

Mit Hardshelljacke, Primaloftjacke, mehrer dünne Lagen darunter, Softshellhose und Thermoleggins, Wollsocken, Fäustlinge, Mütze und meine Wölfe von Wildling an den Füßen war ich bei den Temperaturen gut gerüstet. Der Zwiebellook hat sich die letzten Tage wirklich bewährt. Selbst auf dem Fahrrad war mir immer warm genug.

Nur die Fäustlinge sind etwas unpraktisch. Sie sind warm, aber sobald ich meine Finger brauche muss ich sie ausziehen. Dann wird es schnell kalt. Dafür muss ich mir noch etwas gutes einfallen lassen.

Da ich die Wintersachen nicht den ganzen Sommer mit mir tragen möchte, bleiben sie erstmal bei einer Freundin, die sie mir bei Bedarf nachschickt.

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3 Monate

Die Zeit rasst. Nun ist schon wieder ein Monat um und in 3 Monaten geht es los. Heute hat meine Mutti den ersten Teil meiner Sachen mit zu meinen Eltern genommen. Es fühlt sich doch schon etwas wie Auszug aus meinem WG-Zimmer an, obwohl es ja noch eingerichtet ist.

Die ersten Gedanken an den Abschied kommen und die Vorfreude auf die Reise steigt. Leider steigt mit der Vorfreude auch die Realität der knappen finanziellen Mittel. Und die Tatsache, dass wir unsere Ausrüstung noch lange nicht komplett haben, verbessert die Lage nicht gerade. Zum Glück haben wir noch die drei Monate um alles zu organisieren und Geld zu sparen.

Schuhwerk

Die Reisevorbereitung wirft einige unerwartete Fragen auf, eine davon ist: Was möchte ich an meinen Füßen tragen? Dicke, schwere Wanderschuhe? Turnschuhe? Schlappen?

Was sich für mich am Anfang so einfach angehört hat, entpuppt sich doch als kniffligere Frage. Klar ganz am Anfang standen meine Wanderschuhe. Mit denen bin ich schon einige Kilometer gegangen und sie haben mich schon auf mancher Reise begleitet. Aber nun sind sie undicht, das Leder bricht an einigen Stellen und trotz dicker und dünner Schuhfettschichten bekomme ich sie nicht mehr dicht. Was nun?

Erstmal ganz klar ab ins nächste Outdoor-Geschäft, Schuhe probieren. Dort habe ich direkt auch ein passendes Paar gefunden. Nicht zu schwer, wasserdicht, dank Membran. Perfekt denke ich, nur mit dem Kauf möchte ich mir noch Zeit lassen. Der Verkäufer meinte schon, naja noch ein Paar Barfußschuhe zum traineren mitnehmen. Ja klar, die trage ich ja im Alltag eh seit kurzem. Zwei Monate später im nächten Outdoor-Shop, gerade gibt es da Rabatt und meine Schuhe gibt es auch. Nur nochmal schnell nach der Größe gucken. Denkste. Auf einmal ist die Größe gar nicht mehr so klar, wie gedacht. Meine Füße sind in den zwei Monaten Barfuß laufen „gewachsen“ oder besser sie haben sich entrollt. Zum Glück kennen das meine Freundin und der Verkäufer auch. Dieser hat gleich die Idee, dass ich vielleicht gar keine richtigen Wanderschuhe mehr brauche, sondern leichtere Varianten reichen könnten. Da ich jetzt doch ziemlich verunsichert bin, lass ich erstmal alles sein. Die Schuhe haben ja noch Zeit.

Langsam wächst in mir der Gedanke, wie es wäre nur Barfußschuhe mit zu nehmen. Die Idee gefällt mir mit jedem Tag besser. Spüren was der Untergrund mir mitteilt, mit allen Sinnen wahrnehmen. Das gefällt mir jetzt schon. Doch was müssen meine Schuhe auf der Reise können? Leicht müssen sie sein. Wasserdicht. Eine gute, nicht rutschige Sohle haben und leicht zu reinigen sein. Und am liebsten fair und ökologisch hergestellt sein. Optisch sollten sie mir natürlich auch noch gefallen. Hört sich erstmal einfach an, doch ist es am Ende gar nicht. Seit Tagen durchforste ich das Internet, nach einem passenden Paar. Schicke meiner Freundin immer wieder Links zu, jedoch habe ich noch nicht meinen Schuh gefunden. Auf welche Eigenschaft kann ich bei meinem Wunschschuh am Ehesten verzichten? Das schwierigste scheint die Wasserfestigkeit zu sein, aber darauf verzichten? Auf Dexshell-Socken ausweichen? Ich kann mich nicht entscheiden…

Ich hoffe erstmal darauf, dass der passende Schuh mir über den Weg läuft.

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Kastration

Heute war es dann doch so weit. Blondi wurde kastriert. Damit gibt es für uns jetzt kein zurück mehr.

Für mich war es wirklich herausfordernd. Ich habe lange überlegt, ob ich es wirklich will, oder ob wir die Reise nicht auch ohne Kastration starten können. Mein Kopf sagt, die Kastration ist nötig, mein Herz sagt es geht auch ohne. Der Kopf hat sich dann doch durchgesetzt, denn mit einer läufigen Hündin unterwegs sein und im Zelt schlafen, ist nicht so einfach, obwohl Blondi immer sehr entspannt läufig war.

Ich stand weinend beim Tierarzt als ich sie, als si eingeschlafen war, dort gelassen habe. Und auch jetzt kullern mir noch die Tränen, wenn ich darüber schreibe. Ihre Freude war so groß, als ich sie abholte und sie war noch so benommen von der Narkose. Wir sind in den lezten Jahren so zusammen gewachsen, dass wir beide den anderen fühlen. Wie wird sich unsere Beziehung jetzt verändern? Wird sich Blondi verändern? In mir sind Zweifel, ob es richig war und ob ich ihr nicht zu viel zumute…