Locquirec

Die letzten Tage war es ziemlich ruhig. Nachdem der Sonntag ganz anders lief, wie geplant, sind wir in Locquirec gelandet. Unsere Gefühle waren erstmal gemischt und wir irgendwie froh einen ganz netten Ort gefunden zu haben.

Wir haben von unserem Stellplatz eine tolle Sicht über die Bucht und alles mutet irgendwie mediterran an. Der Ort ist zu Fuß zu erreichen und ist beschaulich. Der Ort hat mehrere Strände und alle sind unterschiedlich. An einigen kann man auch surfen. Unser Strand ist eher flach und ruhig. Dafür kann man hier ganz tolle Muscheln finden. Und so sahen unsere letzten Tage auch überwiegend aus. Wir waren viel am Strand und haben mit E. im Sand gebuddelt und Muscheln gesucht.

Von den Temperaturen ist es hier aber nicht so warm und oft ist der Himmel bewölkt. Heute hatten wir auch Regen. Wir mögen das Wetter aber trotzdem ganz gern. So wird uns und den Hunden nicht zu heiß und um zu wenig Sonnenschutz müssen wir uns in unseren Pullis auch nicht sorgen.

Morlaix

Heute haben wir einen Ausflug nach Morlaix gemacht. Und der war wirklich abenteuerlich. Es ging schon damit los, dass wir uns zur Bushaltestelle verlaufen haben. Tja wenn drei Leute sich auf den anderen verlassen und niemand nochmal auf die Karte guckt oban auch zur richtigen Straße geht.

In Morlaix war heute Markt und der Bus hielt fast direkt am Anfang des Marktes. Wir haben uns dann erstmal in den Schatten gesetzt und etwas gegessen. Es gab zwischen den Straßen ein Pavillon und un um den herum ein kleine Oase mit Pflanzen, Schatten und Sitzgelegenheiten. Ein wirklich schöner Ort.

Wir sind dort auch quasi in eine Fahrraddemo geraten. Es schien der Endpunkt mit Musik und Redebeiträgen zu sein. Die Fahrraddemo war aber nicht mit einer in Deutschland zu vergleichen. Fahrrad wird hier bis jetzt nur wenig im Alltag gefahren, wenn dann als Sport und so war die Demo sehr überschaubar. Es waren vielleicht 50 Fahrräder da.

Wir sind dann weiter in der Stadt gegangen und haben dabei den zweiten Teil des Marktes gefunden. Leider waren wir schon spät dran und viele Händler schon am einpacken. Mit dem Kinderwagen sind wir da auch quasi nicht mehr durch gekommen, da immer wieder Transporter den Weg versperrten und die Lücken zu knapp waren.

Auf dem Rückweg sind wir dann noch über die mittlere Stufe des Viadukts gegangen. Das hieß erst den Kinderwagen viele Stufen hoch tragen, da E. gerade darinnen schlief und dann nochmal viele Stufen wieder runter, um aud das Viadukt zu kommen und natürlich alles nochmal retour.

Auf den Rückweg zum Campingplatz sind wir dann auch noch in den falschen Bus eingestiegen. Also die Nummer stimmte, aber die Richtung nicht. So gab es dann noch eine Rundfahrt durch die Stadt, bevor wir wieder am Campingplatz waren.

Lannion

Der Morgen startete gestern wieder mit Nebel. Und so hat es gut gepasst, dass wir nach Lannion zum Markt wollten.

Der Fluss an dem die Stadt liegt, ist bzw war bis dahin schiffbar, so dass sie wirtschaftlich relativ bedeutend für die Region war. Und das sieht man ihr heute noch an.

Der Markt ist relativ bekannt und zieht sich durch weite Teile der Innenstadt. Auch wenn das Meer nicht weit ist, ist das Land nicht flach. Die Stadt erstreckt sich auf einer Flussseite an einem Hang. Die andere Flussseite wirkte flach, aber vielleicht kam uns das nur so vor.

Der Markt auf der Hangseite. Und so standen auch einige Marktstände an ganz schön steilen Stellen. Die Häuser bestanden aus dem typischen Granit und zwischendrin gab es immer mal ein Fachwerkhaus. Es wirkte alles sehr stimmig. Am Fluss, wo der andere Marktteil war, gab es viele Bänke und Blumen. Eine Uferseite war immer „Grün“ gehalten und zum Teil auch ohne Autoverkehr. Das war schön und machte auf uns einen sehr freundlichen und angenehmen Eindruck.

Wir haben sogar noch in einem richtig schönen Park gepicknickt, bevor wir wieder gefahren sind.

Pleumeur-Bodou

Heute waren wir in Pleumeur-Bodou oder besser gesagt im Village Gaulois, im gallischen Dorf.

Das Dorf besteht aus Lehmhütten und das Leben der Gallier wird den Besuchern durch jede Menge Spiele näher gebracht. Es ist alles liebevoll angelegt und durchdacht. E. war leider für die meisten Spiele noch zu klein, aber mit etwas älteren Kindern, kann man da gut ein paar Stunden verbringen.

Am Nachmittag waren wir dann nochmal am Strand. Thomas und Marvin waren schwimmen und ich saß mit E. unter der Strandmuschel. Und dann haben wir natürlich auch noch getauscht, dass ich auch ans Wasser konnte zum Muscheln suchen.

Heute roch unsere Haut und unsere Sachen einfach nach Sommer, Sonne, Salz und Meer. Das ist ein schöner, entspannender Geruch. Dazu liegt das Meer hier am Abend ganz ruhig und idyllisch und diese Ruhe breitet sich hier irgendwie auch über den Campingplatz aus.

Ploumanach

Gestern waren wir in Ploumanach. Wir wollten uns die Gezeitenmühle ansehen.

Die Parkplatzsuche war, wie hier an der Küste oft, nicht ganz einfach, da wir mit Dachträger auf dem Bus über 1,90m sind. Die Ortschaften möchten verständlicher Weise die ganzen großen Campingwägen nicht in den engen Gassen und so sind viele Parkplätze mit Höhenbeschränkung.

Der Ort hatte ein extra Parkleitsystem für Campingmobile und so standen wir dann gemeinsam mit denen am Stadion. Von dort aus führten auch mehrere Wanderwege an die Küste.

Wir sind dann in Richtung Ortskern oder besser einen Teil des Ortskerns gegangen. Dort war das Bild des Strandes wirklich beeindruckend. Es war gerade Ebbe und die rosa Felsen vor dem blauen Himmel sahen sehr surreal aus.

Wir sind dann wieder etwas dem Zöllnerpfad gefolgt. Es ging diesmal etwas über Felsen und wir hatten dabei eine tolle Sicht auf den Hafen.

Über den Hafen sind wir dann auch zur Gezeitenmühle gelangt. Es gab im Hafenbecken zwei davon. Bei der scheinbar älteren sind wir angekommen. Der Weg über die Staumauer war leider gesperrt, da er nicht mehr sicher war. So sind wir dann nicht mehr zu der anderen Mühle gegangen, da der Weg uns in der Sonne dann doch zu warm war.

Am Nachmittag regnete es wieder. Zum Glück nicht so lange, so dass wir dann auch noch an den Strand konnten. Wir sind diesmal an den nächsten Strand gelaufen. Dort gab es kaum Seeanemonen, dafür aber ganz viele Schnecken, denen wir zusehen konnten.

Trégastel

Heute waren wir in Trégastel. Wir wollten etwas an der Küste entlang wandern.

Im Ort angekommen, war dort gerade Markt. Wir sind eine Runde über den Markt geschlendert und wollten uns beim Bäcker Sandwiches holen. Naja so war zumindest der Plan. Leider ist es als Vegetarier in Frankreich gar nicht so einfach. Oft gibt es schlicht nichts vegetarisch herzhaftes. Also man könnte sich von Kuchen und co ernähren, aber ein Sandwich nur mit Käse, ohne Schinken zu bekommen ist echt schwer. Und auch das Wissen, was Vegetarier so im allgemeinen essen oder nicht, scheint oft auch zu fehlen. Mir wurden auch schon Thunfisch- Sandwiches als vegetarisch angeboten. In Deutschland spaßen wir immer noch, dass ich Müsliriegel einstecken sollte, hier Frankreich ärger ich mich dann es nicht doch gemacht zu haben.

Heute war es jedenfalls wieder schwerer etwas zu Essen für mich zu finden.

Als wir dann etwas hatten, haben wir uns in Richtung Meer aufgemacht. Wir mussten erstmal etwas aus der Stadt raus laufen. Dann ging es auf dem Zöllnerpfad zwischen Farnen und Brombeeren entlang, mit Blick auf die rosafarbenen Felsen.

An einem Strand haben wir auch eine für uns neue Muschelsorte gefunden.

Es war gut zu laufen und ich habe auch gemerkt, dass meine Kondition noch nicht wieder richtig gut ist. Die Sonne hat dazu auch beigetragen. Der Pfad lag meist in der Sonne und Schatten rar. Ich war froh dann wieder am Auto zu sein.

Der Regen kündigte sich da auch schon an und auf dem Weg zum Zeltplatz regnete es das erste Mal richtig. Der Zeltplatz schien aber von dem Wolkenbruch nicht so viel abbekommen zu haben.

Am Nachmittag waren wir dann nochmal am Strand und haben Muscheln gesuch und Seeanemonen im Wasser beobachtet.

Am Abend gewitterte es dann noch und der Regen blieb den Abend über.

Quintin und Guingamp

Heute morgen sind wir nach Quintin gefahren. Die Stadt hat uns total überrascht. Sie besteht aus vielen alten bretonischen Häusern. Sie liegt auf einem Hügel. Bei unserem Spaziergang kam uns die Stadt relativ leer vor. Uns sind aber viele Hinweisschilder auf große Parkplätze aufgefallen. In der Hauptsaison muss die Stadt richtig voll sein. Auch gab es in der Stadt relativ viele Geschäfte für ihre Größe (lt. Reiseführer 3000 Einwohner).

Der Ort hatte als Stadt der Weber einen großen Ruf. Leider waren wir für eine Führung im Leinenmuseum wieder zur falschen Zeit da.

Durch den Ort schlängelte sich auch ein kleiner Fluss in dem wir Fische entdecken konnten und es gab einen großen See zum Angeln. Auch blühten an jeder Ecke Blumen. Es war wirklich ein Fest für die Augen.

Dann ging es für uns weiter nach Guingamp. Dort haben wir uns etwas durch die Stadt treiben gelassen. Angefangen haben wir in einem Park mit alten Pavillon und dann ging es weiter in Richtung Kirche und Innenstadt. Durch enge Gassen kamen wir an einen Fluss, der von einer Fußgängerbrücke überspannt wurde. Das war wirklich toll. Wir konnten den Fluss beobachten und die Stadt nochmal von einer anderen Seite sehen. Die Stadt war lebhaft und wirkte wenig touristisch.

Heute stehen wir an einem Picknickplatz an einem Fluss. Es ist wirklich toll hier. Ganz ruhig und der Platz ist wirklich sauber und gepflegt.

Lamballe

Gestern haben wir den Campingplatz verlassen und sind nach Lamballe gefahren. Der Morgen ging wieder neblig und kühl los. Als wir dann allerdings in Lamballe waren, schien die Sonne.

Wir wollten uns das Gestüt ansehen. Wir waren erst noch in der Altstadt, um etwas zu essen und sie uns anzusehen. Die Stadt war durch lauter enge Gassen gekennzeichnet und an einem größeren Platz standen ein paar Fachwerkhäuser.

Im Gestüt angekommen, haben wir erfahren, dass man es nur mit Führung besichtigen kann. Die Nächste wäre aber erst in 1,5 Stunden gewesen. Das war uns dann doch zu lang zum Warten.

Wir sind dann weiter gefahren. Wir wollten die Nacht bei einem Arboretum verbringen. Dort waren wir dann noch eine Runde spazieren.

Strandtag

Heute sind wir auf dem Campingplatz geblieben. Wir mussten etwas Wäsche waschen und unsere Sachen etwas trocknen. Im Auto ist doch durch die Nächte relativ viel Feuchtigkeit.

Wir waren am Vormittag noch am Strand spazieren. Es war gerade Flut, aber noch ziemlich am Anfang. Wir konnten Felsen mit Miesmuscheln ansehen und weit am Strand lang gehen. Der Strand sah so flach aus, aber an den Felsen konnte man gut sehen, wie tief man quasi schon unter Wasser war.

Wir haben ein paar Einsiedlerkrebse im Sand beobachten können und eine gemusterte Qualle.

Am Nachmittag waren wir dann nochmal am Strand. Im Schatten der Strandmuschel haben wir mit E. im Sand gebuddelt. Die Flut war jetzt schon fast vollständig da. Das Wasser kam jetzt tosender am Strand an und es war jetzt auch zu sehen, dass es gar nicht so flach ins Wasser geht.

Den restlichen Nachmittag haben wir dann am Bus im Schatten verbracht. Es ist gar nicht so warm und durch den Wind merkt man die Sonne gar nicht so sehr, so dass wir sehr darauf achten im Schatten zu bleiben.

Am Abend roch es auf dem Campingplatz nach Blumen und Gitarrenklänge waren zu hören. Alles wirkte sehr idyllisch. Beim Abendessen hoppelten in ein paar Metern Entfernung ein paar Hasen vorbei und auch die Vögel kommen sehr nah an uns ran.

Fort la Latte

Heute morgen haben wir relativ lange gebraucht zum Packen. Über dem Fluss hing dicker nebel und es wae etwas frisch.

Wir sind weiter der Küstenstraße gefolgt. Immer wieder war der Blick auf die Küstenlinie frei. Die Landschaft war richtig schön.

Der Weg führte uns zum Fort la Latte. Es ist wohl von seiner Lage her sehr besonders und „The Viking“ wurde hier wohl unter anderem gedreht.

Wir haben erstmal im Schatten gepicknickt bevor wir in Richtung Fort aufgebrochen sind. Das Fort haben wir uns nur von Außen angesehen und sind dann ein Stück dem Zöllnerpfad bis zum Parkplatz gefolgt. Der Weg war von Farnen, Dornen und Fingerhüten gesäumt. Zwischendurch wuchs auch mal Minze. Die Aussicht auf das Fort und in die andere Richtung das Cap Fréhel waren beeindruckend.

Nach einigem Gefahre und weiteren tollen Ausblicken auf die Küste, sind wir am Ende doch kurz nach dem Cap Fréhel auf einen kommunalen Campingplatz gefahren. Und das war ein richtiger Glückstreffer. Das Gelände ist weitläufig und man kann sich seinen Stellplatz frei wählen. Es ist leicht hügelig und als würde das Gelände aus alten bewachsenen Dünen bestehen. Es gibt viele Vögel und ein paar Hasen. Es gibt mehrere Strandzugänge und die Sanitäranlagen sind sauber, dazu gibt es nich einen gut ausgestatteten Laden und der Preis für den Stellplatz ist auch sehr günstig.