Ausrüstung – Reparatur

Heute stelle ich euch unsere Reparaturausrüstung vor. Sie ist nicht groß, aber dennoch sehr wichtig. Einerseits spart sie uns viel Geld und anderseits Ressourcen. Sie besteht aus mehreren Teilen. Einmal die Sachen zur Reparatur unserer Kleidung. Da sind Nadel und Faden unerlässlich. Dazu kommen noch Sicherheitsnadeln, Klebestreifen bzw. Panzertape, Stopper und etwas Wolle. Auf dem Foto ist noch ein Spitzer, der gehört zum Schreibzeug. Der Spitzer passt nur so gut mit in die Dose.

Unsere Reperaturen sehen nicht immer gut aus, aber sie halten. Ich bin nicht gut im Löcher stopfen, aber mit jedem Loch wird es besser….

Dann ist da noch unsere Reparaturausrüstung für das Zelt, die Isomatten, die Rucksäcke und alle größeren Sachen.

Wir haben vetschiedene Patches für das Zelt und die Isomatten mit. Die Patches sind sehr praktisch, da sie schon mit Kleber versehen sind. Wir haben damit auch Thomas Jacke reparieren können. Wir haben aber auch verschiedene Stücke ohne Kleber. Für das Zelt und die Rucksäcke zum Beispiel. Dazu kommen noch verschiedene Kleber, Ersatzschnallen, Ringe, Leinen, Knöpfe, ein Stück für die Zeltstangen und eine Membran für das Isomattenventil.

Bei unserem Zelt und einer Isomatte, war ein Reparaturset dabei. Für die Thermarest Matte haben wir ein Set dazu gekauft. Der Rest kam so Stück für Stück dazu. Wir hoffen natürlich so wenig wie möglich davon zu brauchen.

Madise

Wir haben heute einen ungeplanten Pausentag eingelegt. Meine Nacht war nicht gut und heute morgen bin ich mit Fieber aufgewacht. Ich habe den ganzen Tag im Zelt gelegen geschlafen und gedöst. Thomas hat versucht etwas Schatten im Zelt zu erzeugen, damit es nicht so heiß wird. Er hat sich um die Hunde gekümmert und der Frau und später der Pastorin, als sie hier waren Bescheid gesagt. Wir wollten ja nur eine Nacht bleiben.

Am Vormittag hat sich das ganze Dorf km Pfarrsaal versammelt. Ich habe es nur gehört, da mich heute wirklich keiner so richtig aus dem Zelt bekommen hat. Und jetzt wird weiter geschlafen…

Madise

Heute muss ich euch mal wieder auf morgen vertrösten. Ich bin total müde. Der Post kommt dann morgen hier drunter….

Gestern morgen schien schon die Sonne wunderbar, als wir starteten. Es ging erst zum Leuchtturm und von dort weiter entlang der Steilküste. Da uns der Weg mit den Hunden zu nah am Abgrund war, sind wir etwas mehr in Richtung Land gelaufen.

Der Weg stand dort aber teilweise unter Wasser. Das Wasser hat sich letzte einen Weg in meinen Schuh gesucht. Also hieß es kurze Pause und Schuhe wechseln. Gut, dass ich das Wechselpaar noch nicht zurück geschickt habe.

Kurz vor einer Militärzone bog der Weg auf die Straße ab. Wir waren dann schnell im ersten Ort. Dort mussten wir noch unsere Vorräte auffüllen. Auf einer Wiese haben wir dann gleich noch unsere Mittagspause gemacht.

Aus der Stadt raus, kamen wir durch ein ziemlich großes Industriegebiet und an einer Kaserne vorbei. Von jetzt an war der Weg fast nur noch auf der Straße. Wir haben wo es ging längere Wege in Kauf genommen, um nicht an der Straße zu sein. An einer Stelle haben wir einen Schlenker durch einen kleinen Ort gemacht. Dort war alles so grün und es wirkte so idyllisch.

Die Straße war nicht angenehm zu laufen. Es war zwar nicht so viel Verkehr, aber der bestand vor allem aus Lastwagen und Schwerlasttransporten, die ziemlich schnell unterwegs waren. Auf der Straße gab es auch keinen Schatten und wir waren sehr froh, als wir die Kirche von Madise endlich erreichten.

Die Pastorin war mit einer Freundin hier und hat uns Wasser gegeben und gleich zum Grillen eingeladen. Am Abend fuhren beide zurück nach Tallinn und hier war es, außer den Mücken, wunderbar still. Ich war von dem Tag unglaublich müde und habe auch etwas zu viel Sonne bekommen.

Kersalu

Heute morgen war es noch immer windstill und dadurch angenehm warm. Das war ein guter Start in den Tag. Der Weg führte dann durch ein kleines Wäldchen, entlang des Schilfgürtels. Er zweigte nach dem Schilf recht schnell zum Strand ab. Der Weg führte über Stege aus Holz durch das letzte Stück des Schilfes. Dann ging es weiter durch den Sand und die Dünen, immer der Küste folgend.

Kurzzeitig ging es immer mal etwas durch Wälder und nicht direkt am Strand entlang. Gegen Mittag kam Wind auf und uns wurde davon schnell kalt. Im Schatten hatten wir dadurch nur eine kurze Mittagspause. Der Weg führte an einer weiteren Steilküste entlang, aber diesmal erst am Wasser. Wir konnten große abgebrochene Stücken sehen und mussten immer wieder etwas klettern. Da das Wegstück im Schatten lag, waren wir froh als es endlich die Küste rauf und in die Sonne ging.

Bei einer Pause hörten wir es im Gebüsch rascheln. Blondi hatte sofort ihre Nase in der Luft. Nicht viel weiter kreuzten die Rehe dann unseren Weg. Es war eine Mutter mit ihrem Jungen. Blondi konnte sich kaum beruhigen. Sie bellte lange und wir kamen nur langsam voran.

An einem Grillplatz haben wir uns noch einen Kaffee gekocht und nochmal Energie für die letzten 5km aktiviert. Der Weg führte uns an einer Stelle mit vielen Pilzen vorbei. Wir vermuten es sind Morcheln. Da wir uns aber nicht sicher sind, haben wir keine mitgenommen.

Kurz nach einem kleinen Fluss haben wir heute gestoppt. Wir können den Leuchtturm von unserem Zelt aus sehen und haben es trotzdem recht windstill. Um unser Zelt steht Löwenzahn. Thomas kocht gerade für uns und wir sind froh angekommen zu sein. Wir sind heute seit langem mal wieder über 15km gelaufen, trotz schwerer Rucksäcke. Wenn das Wetter etwas verlässlicher warm ist, werden wir nochmals alles durchsortieren. Mit leichteren Rucksäcken läuft es sich besser.

Laulasmaa

Heute morgen ging es bei uns wieder spät los. Unsere Hunde haben uns zwar immer wieder etwas geweckt, wenn sie mal wieder bellen mussten, aber wir sind immer wieder eingedöst. Als wir dann aufgestanden sind, war Kathrin gerade bei den Hunden draußen.Wir haben erstmal einen Kaffee gemacht und getrunken. Wir hatten gesagt, dass wir den Vormittag ruhig angehen und noch dort verbringen. Kathrin war bis mittags dann arbeiten. Wir haben in der Zeit unsere Wäsche gewaschen, Rucksäcke gepackt, waren mit unseren Hunden draußen…Als sie zurück kam, konnte ich noch schnell an ihren Computer meine Steuererklärung vorbereiten. Endlich habe ich das richtige Feld gefunden. Mit dem Handy bin ich fast verrückt geworden, da es die Homepage nie passend angezeigt hat.Dann ging es los. Kathrin hat uns noch zum Grillplatz an den Strand gefahren. Von dort ging es dann immer weiter am Strand oder nahe zu ihm entlang. Kurz vor einem kleinen Hafen mussten wir quasi abbiegen. Kathrin hatte uns schon gewarnt, dass der Weg dort nicht so gut ausgeschildert ist. So war es auch und wir mussten immer wieder auf die Karte gucken. Zwischendrin standen wir aber von lauter grün umgeben an einen wundervollen Platz. Das war so gut. Dann ging es halb am Strand, halb in den Dünen weiter. Eigentlich sollte der Weg größtenteils in den Dünen lang gehen oder bzw hinter dem Strand, aber oft waren dort Gärten und kein Weg mehr zu sehen oder der Weg war zu erahnen, aber von Rosen zugewachsen. Also sind wir immer wieder auf den Strand ausgewichen. Hier war eher Steinstrand und das Laufen war angenehm. Als der Weg dann wieder besser war, war er auch gleich an jedem dritten Baum markiert. Es ging unter den Pinien durch die Dünen, immer an der Küste entlang. Es war ein wirklich schöner und angenehm zu laufender Weg.Wir sind an ein kurzes Stück Steilküste gekommen. Und dann waren wir auch schon der nächsten Stadt nahe. An einem Fluss konnten wir Wasser für uns auffüllen und dann einen Platz für uns suchen. Der Fluss war wie eine kleine Oase. Ein schöner Platz.Nicht viel weiter haben wir unter den Pinien ein kleines Stückchen grün entdeckt und unser Zelt aufgeschlagen. Wir haben leider keine guten Heringe für Sandboden mit, so dass wir immer nach etwas mehr Grün und damit Halt suchen.Es ist wunderbar ruhig hier und es weht auch kein Wind. Die Ostsee liegt wie ein Spiegel da. Wir können unseren morgigen Weg auf der anderen Seite der Bucht schon quasi sehen.

Foto: Kathrin Hofmann

Keevla

Heute morgen sind wir wirklich spät aufgewacht und da es jetzt auch schon wieder spät ist, kommt der Text zum Tag morgen früh.

Naja jetzt ist es zwar schon Nachmittag, aber der Text kommt trotzdem. Gestern Morgen haben wir wirklich lange geschlafen. Nachdem alles gepackt war, ging es die Steilküste hoch. Von oben hatten wir eine tolle Aussicht. Die Steilküste war nicht besonders lang und schon bald ging es wieder auf Meeresniveau. Es ist wirklich alles wunderschön frühlingshaft grün.

Nach einer kurzen Fotopause ging der Weg am Strand entlang. Das war für die Füße ziemlich anstrengend, aber trotzdem schön. Der Weg wechselte auch immer mal zwischen Dünen und Strand. Als wir gerade etwas hinter den Dünen liefen, kam uns ein freilaufende, noch recht jung erscheinender Husky entgegen. Ich hatte Blondi vorsichtshalber schnell abgeleint, damit wir beide uns frei bewegen können. Leider war sie an dem Husky nicht sonderlich interessiert. Sie rannte direkt an ihm vorbei ind bog zum Meer ab. Wir konnten gar nicht so schnell gucken, wie sie im Wasser war und in Richtung ein paar Schwäne schwomm. Die Huskybesitzer amüsierten sich. Und ich rannte zum Strand ließ der Rucksack fallen, nahm die Pfeife und Pfiff und rief, während ich schon mal vorsichtshalber meine Jacken auszog. Thomas kam kurz hinter mir zum Wasser und fing an seine Schuhe auszuziehen. Die Schwäne flogen zum Glück ganz unbeeindruckt davon und Blondi schwamm nach ca 50 Metern wieder in Richtung Strand. Sie freute sich, dass wir sie so herzlich begrüßten. Der Husky meinte aber in der Zwischenzeit meinen Rucksack markieren zu müssen. Zum Glück hat er ihn nicht zu sehr getroffen und wir konnten es mit Wasser schnell noch abspülen. Als wir wieder etwas geordnet waren, ging es weiter. Der Weg bog schon bald ab und führte in eine parkähnliche Anlage. Der Beginn war noch sehr naturbelassen, so dass wir an einem Platz mit lauter Bärlauch vorbei kamen. Der Weg folgte einem wunderschönen Fluss, an dem viele Enten lebten. Die Landschaft wurde immer mehr zu einem Park, bis wir schließlich an den erwarteten Wasserfällen ankamen.

Für uns war erstmal eine Pause und essen angesagt, bevor es zum Supermarkt ging. Das Café hatte leider geschlossen, so dass wir im Anschluss direkt in Richtung Kathrin aufgebrochen sind. Die Rucksäcke waren nach dem Einkaufen wieder schwer und so waren wir langsam, mit vielen Pausen unterwegs. Zwischendruchhabenwir auch noch eine längere Spielpause für Marvin eingelegt.

Der Weg führte uns an kleinen Bauernhöfen vorbei, die so idyllisch grün waren. Die Knospen der Apfelbäume waren strahlend rosa und kurz vorm Öffnen.

Dann waren wir auch schon fast da. Von weiten sahen wir erst weiß-graue Hunde die Straße queren und dahinter einen braunen Hund. Das mussten sie sein. Mit lautem Hundegebell von allen kamen wir an.

Wir hatten einen ganz tollen Abend mit Grillen, erzählen und Huskys knuddeln. Ja und dann wurde es ziemlich spät. Wenn ihr mögt guckt doch mal bei Kathrins Instagram Account vorbei: estlandmitdenwuffs [Werbung]. Dort gibt es Hunde und Hundesport satt. Kathrin startet auch bald ihren Weg zu Fuß mit den fünf Hunden zurück nach Deutschland…

Türisalu

Heute morgen war es bewölkt und als wir gerade am Abbauen des Zeltes waren fing es leicht an zu regnen. Also schnell die Regensachen angezogen und so kann der Tag starten. Die Regensachen schützen auch gleich noch vor dem Wind.
Der Weg hat uns dann am Leuchtturm von Muraste vorbei geführt. Er war weiß und aus Holz. Der Weg führte dort über eine Wiesenlandschaft. Alles war richtig schön grün und dazu eine tolle Aussicht auf die Ostsee. Wären wir gestern ein Stück weiter gegangen, hätten wir noch eine Menge tolle Zeltplätze getroffen.

Dann ging es in einen lichten Wald mit noch nicht sehr hohen und noch lichten Laubbäumen. Der Grund war mit Wiese und Blumen bedeckt. Dazwischen standen auch ein paar Schlüsselblumen. Der Weg hat uns immer weiter die Küste entlang geführt. An einer Stelle kamen wir in einen Wald dessen Grund fast komplett von großen Steinen bedeckt war. Leider war die Kamera wegen dem Regen tief im Rucksack. Teilweise ging es heute auch durch den etwas murastigen Schilfgürtel. Dort war das laufen gar nicht so einfach.

An einer Stelle lag eine besprühte Fliegerbombe in einem Baum. Ich hoffe sehr dass sie entschärft war.

Nach dem Schilfgürtel kamen wir in einen morastigen Wald, der scheinbar öfter vom Meer überspühlt wird. Dort lagen so viele Plastikflaschen und Müll. Es tat mir Leid, dass wir nichts mitnehmen konnten, da wir nicht wussten wie wir den ganzen Müll noch transportieren können. Wir hätten dort den ganzen Tag Müll sammeln können.

Kurz vor dem nächsten Ort ging der Weg direkt am Strand entlang. Es wirkte als hätten sie den Weg erst frisch versetzt, damit er nicht durch das Grundstück eines Hauses verläuft. Das Laufen war dort natürlich mit den Rucksäcken super anstrengend. Das Stück war zum Glück relativ kurz und im Anschluss ging es mehr durch die Dünen, die etwas fester waren.

Wir sind dann vom E9 abgebogen, um im Ort noch einen Kaffee bzw. Kakao zu trinken. Das Café war nicht groß, aber es war schön warm dort und der Kuchen sah auch gut aus. Da unsere Pause noch nicht so lang her war, gabes aber keinen Kuchen für uns.

Um zum Weg zurück zu kommen, ging es durch einen Nadelwald an einem Fluss entlang. Vom Fluss haben wir uns auch gleich Wasser mitgenommen.

Der Biwakplatz war leider nicht so schön und so sind wir etwas weiter gegangen. Thomas hatte davor geguckt, ob es einen besseren Platz gibt und er hat einen schönen für unser Zelt gefunden. Wir haben jetzt wieder Meerblick und um uns singen die Vögel. Hier sind einige kleine Lagerfeuerstellen und lauter Johannisbeersträucher. Unser Zelt ist von Johannisbeersträuchern umgeben. Der leichte Regen hat mittlerweile auch aufgehört.

Muraste

Heute sind wir wirklich spät gestartet. es war schon kurz vor 12 Uhr als wir uns, in Richtung Bus, von Laini verabschiedet haben.

Am Busplatz angekommen, mussten wir noch warten. Zum Glück war es nicht so lang. Die Hunde waren wieder nicht so gut drauf und Marvin hat viel gebellt. Und mit ihm auch Blondi. Marvin hat sich gestern heimlich überfressen. Er hat den Sack mit dem Futter angekaut und dann Futter stiebitzt. Und am Abend hat er dann seine ganz normale Portion noch gefressen. Wir haben das Loch im Futtersack erst später bemerkt und uns nichts dabei gedacht. Hätte ja sein können, dass wir die Futtermenge falsch in Erinnerung hatten. Wir haben uns nur gewundert, dass Marvin so viel pupsen musste und sein Bauch so gebläht war. Naja heute war er dann so oft auf Toilette und hatte Durchfall, dass es nur er gewesen sein kann.

Als wir aus dem Bus ausgestiegen sind, haben wir den Wanderweg schnell gefunden. Wir sind jetzt auf dem europäischen Fernwanderweg 9 (E9) unterwegs. Der Weg ist wirklich gut ausgeschildert und führt nah an der Küste entlang. Wir konnten immer wieder die Ostsee sehen.

An einem Grillplatz haben wir dann kurz etwas gegessen. Der Platz war schön und wären wir nicht gerade erst gestartet, hätten wir dort gut unser Zelt aufbauen können.

Der Weg ging fast die ganze Zeit parallel zur Küste und gleichzeitig durch lichte Wälder. Hier blüht alles und es ist richtig Frühling. Auch an Waldmeisterpflanzen sind wie vorbei gekommen. Wir haben eine neue Spechtart gesehen und eine Ringelnatter.

Nachdem wir gestern zu Frauke und Tim noch gesagt haben, dass unsere Rucksäcke nicht so schwer sind, haben wir sie heute mal gewogen. Und naja, wir haben uns ganz schön verschätzt. Sie sind wesentlich schwerer als gedacht, auch wenn sie sich auf dem Rücken nicht so anfühlen. Jetzt so ganz voll, mit Essen für zwei bis drei Tage hat Thomas 26kg und ich 20kg auf dem Rücken. Wir müssen wirklich nochmal durchsortieren, ob wir wirklich alles noch brauchen.

Leider haben wir heute Abend auch festgestellt, dass die Flasche zu unserem Filter ein winziges Loch hat. Das müssen wir dann morgen in Ruhe reparieren….

Jetzt steht unser Zelt an einem Feuerplatz an der Steilküste. Wir haben eine tolle Aussicht, nur leider mussten wir das Zelt schon schließen, da es kalt wurde. Wir hören ein Motorboot auf der Ostsee, das Wellenrauschen und Möwengeschrei.

Tallinn

Nach einer kurzen Runde mit den Hunden ging es bei Nebel in Richtung Altstadt. Laini, unser Couchsurfing-Host, hat uns begleitet und etwas rumgeführt. Dadurch sind wir auch ein Kreatives Zentrum besuchen gegangen. Dort war gerade ein kleiner Flohmarkt. Das Zentrum lag in einer alten Industrieanlage und war nahe der Markthalle. In die Markthalle sind wir dann auch direkt nochmals gegangen.

Dann ging es in die Altstadt und zu den Aussichtspunkten. Natürlich waren dort dann mehr Touristen, aber wir hatten Glück und es war nicht zu voll. Die Tauben fanden uns interessant und posierten zum Dank für unsere Kamera.

Nach den Aussichtspunkten ging es weiter zur orthodoxen Kirche. Beim Betreten der Kirche kommt uns Wärme, strahlendes Licht und der schwere Duft von Bienenwachskerzen entgegen. In einer Ecke der Kirche predigte ein Geistlicher zu einer handvoll Leuten. Immer wieder kamen Frauen, zündeten Kerzen an und küssten „Bilder“. Es gab kaum Bänke oder Sitzgelegenheiten, die zum Verweilen und Innehalten einluden. Ganz von der katholischen Kirche geprägt, habe ich natürlich meine Mütze abgesetzt. Das war leider nicht so passend. All die Frauen, die zum Beten kamen, hatten ihre Haare bedeckt.

Wir sind dann etwas in Richtung Rathaus gegangen und waren auf der Suche nach einem nicht so teurem Restaurant, um etwas zu Essen. Die für uns interessanten waren alle ziemlich voll. Am Ende waren wir in einem Restaurant, das indisches, chinesisches, thailändisches und europäisches Essen anbot. Die Besitzer(?) waren freundlich und sehr eifrig. Wir wurden direkt bedient und das Essen kam auch schnell.

Während wir essen waren fing es an zu regnen. Wir hatten noch etwas Zeit, bevor wir uns mit Frauke und Tim trafen. Also sind wir die Souvenirshops abgeklappert, um einen passenden Kühlschrankmagneten für Marcs Mutter zu kaufen. Es hat etwas gebraucht, bis wir einen schönen hatten. Da der Regen nicht aufhörte, sind wir schon eher zum Café „Must Puudel“ [Werbung] gegangen. Dort hatten wir uns verabredet. Da gerade noch Mittagszeit war, war es relativ voll, aber wir haben noch einen Platz gefunden. Frauke und Tim haben gerade ihre Weltreise begonnen, sie möchten möglichst weit ohne zu fliegen kommen. Wir hatten eine gute Zeit im Café und als es Zeit zum Aufbrechen war, sind wie noch ein Stück zusammen durch die Stadt gegangen. Wir sind im Anschluss zurück zu unserem Couchsurfing-Platz gegangen. Wir waren wirklich froh anzukommen, da es immernoch regnete und meine Füße in den Stoffschuhen nass waren. Den Abend haben wir jetzt ruhig verbracht.

Tallinn

Nach einer unruhigen und sehr warmen Nacht ging es heute morgen relativ früh los. 8 Uhr haben wir die Fähre verlassen, um in der Stadt erstmal einen Kaffee zu trinken. Die ersten Cafés, die uns begegneten, waren noch geschlossen. Kurz nach dem Hafen betraten wir die Altstadt und wir waren direkt begeistert. Eine ganz andere Architektur erwartete uns. Sie erinnert mich etwas an Görlitz und gleichzeitig auch wieder nicht. Die Häuser sind niedriger gebaut und es gibt diesen „Ostseezauber“. Der Morgen war noch sehr ruhig hier und so haben wir im ersten geöffneten Café auch gleich einen Platz und guten Kaffee mit W-LAN bekommen. Das war ein guter Start, dann weiter in Richtung Marktplatz zu laufen. Das Wetter hatte sich etwas eingetrübt, aber das machte uns nichts aus. Der Marktplatz war wirklich noch sehr leer als wir ihn erreichten. Für uns ging es danach in Richtung Stadtmauer und einem Park weiter.

Nach einer kurzen Pause im Park fing es leicht an zu regnen. Wir haben uns ein nettes Restaurant gesucht, etwas gegessen und den Regen abgewartet. Das Restaurant war außerhalb des Altstadtringes, aber trotzdem in einem älteren Stadtteil. Es war wirklich lecker und eine gute Atmosphäre dort.

Danach sind wir durch Zufall an der neugestalteten Markthalle vorbei gekommen. Mit den Hunden konnten wir nur in ein paar Bereiche der Halle, aber uns war erstmal der trockene Platz wichtig. Als wir den Marktbereich betraten, kam uns der Geruch von Erdbeeren entgegen. Es roch so wunderbar nach Sommer. Leider kamen die Erdbeeren aus Griechenland, sonst hätten wir uns eine Schale gekauft. Der Markt ist in Lebensmittelbeteiche, wie Fisch, Fleisch und Obst eingeteilt. Es herrschte wirklich ein buntes Treiben dort. Morgen müssen wir ihn auf jeden Fall nochmals ohne Hunde erkunden.

Wir sind, als der Regen dann ganz aufgehört hatte, weiter zu einem Hundeplatz gegangen. Die Hunde sollten etwas toben und rennen nach der langen Fährfahrt und der Stadt. Beide Hunde haben wirklich schön gespielt, sind gerannt und haben gebuddelt.

Danach haben wir noch etwas in einem Park gewartet, Nahe unseres Couchsurfing-Platzes, da wir noch etwas Zeit hatten.

Beim Couchsurfing wurden wir super freundlich empfangen und wir haben gemeinsam gegessen. Die Hunde finden es hier auch super. Wieder jemand der sie die ganze Zeit bekuschelt und bespielt. Blondi hat sich schon in Lainis Bett geschlichen und schläft.

Wir sind ganz erfüllt von den vielen Eindrücken und dem langen Tag. Morgen geht es dann weiter.