Saint- Malo

Gestern waren wir in Saint- Malo. Wir haben uns morgens extra beeilt, um nicht so spät vom Campingplatz aufzubrechen.

Wir sind den Weg an der Küste entlang gefahren und die Stadt begann relativ klein, fast dörflich. Unser erster Stopp war ein Waschsalon, da wir keine frischen Windeln für E. mehr hatten. Wir hatten Glück und mussten nicht lange auf eine freie Maschine warten. Während wir auf die Maschine gewartet haben sind wir etwas spazieren gegangen und haben Baguettes gegessen.

Dann ging es mit dem Auto noch etwas weiter in Richtung Altstadt. Die Sonne kam mittlerweile zum Vorschein und die Wolken verschwanden. In der Altstadt angekommen, haben wir sie auf der Stadtmauer umrundet. Wir hatten von da eine tolle Sicht und konnten das Treiben der Boote auf dem Meer beobachten. Das Wasser sah so wunderbar türkis und klar aus. Thomas konnte sogar ein paar Fische sehen.

Wir sind auch noch etwas durch die Gassen der Altstadt geschlendert. In der Altstadt tummeln sich lauter Geschäfte und wir haben durch Zufall die Markthalle gefunden. Die Markthalle war leider geschlossen.

Für uns ging es dann wieder aus der Stadt. Trotz trubeligen Feierabendverkehr wirkte die Stadt angenehm. Wir mussten dann noch einkaufen und französische Einkaufszentren sind speziell. Wir finden sie ziemlich unübersichtlich und oft wirkt es so, als ob die Straßen eigentlich vergessen und nur noch schnell ergänzt wurden. Wir waren dann froh als wir uns in Richtung Stellplatz aufmachen konnten.

Am Stellplatz angekommen, war der schon gut von Vans und Campingwagen besucht. Für uns gab es auch noch eine Lücke. Wir waren so müde. Da der Stellplatz ein normaler Parkplatz war, gab es nicht so richtig die Gelegenheit E. abzusetzen und so habe ich ihn noch weiter spazieren getragen, bis das Bett ausgeklappt war.

Cancale

Wir sind seit gestern in Cancale auf einem Campingplatz, genauer am Pointe du Grouin.

Wir haben einen schönen abgelegenen Stellplatz und können das Meer zwischen den Bäumen sehen. Der Campingplatz liegt direkt an den Klippen und dem Zöllnerpfad, der sich um frankreichs Küste schlängelt.

Über diesen Weg haben wir am ersten Abend auch einen Spaziergang zum nächsten Strand gemacht. Der Weg führte an einer Geschützanlage des 2. Weltkrieges vorbei. Thomas meinte normalerweise seien bei den Anlagen die Metallteile, wie Mündungen, abgebaut, aber diese Anlage besaß noch ihren Lauf. Diese Anlage hinterließ ein ganz schön mulmiges Gefühl bei mir.

Heute waren wir dann mit dem Bus in Cancale. Auf dem Markt gdb es für uns Galett und wir sind etwas durch den Ort geschländert. Wir sind auch an einen Strand abgestiegen. Dort konnten wir tatsächlich im Schatten sitzen und auf das türkisblaue Wasser gucken. Das Wasser wirkte so klar und am Horizont war der Mont St. Michel zu sehen.

Über den Zöllnerweg ging es dann zum Hafen von Cancale. Dort herrschte auf einmal ein buntes Touristentreiben und es waren so viel mehr Leute unterwegs als noch in der Oberstadt.

Zurück am Zeltplatz waren wir ziemlich müde und haben alles für morgen schon vorbereitet. Unsere Art zu Reisen hat sich doch mit Baby jetzt schon ganz schön geändert. Es ist viel mehr Alltag an einem anderen Ort, mit mehr Dingen und Erlebnissen bei gleichen Aufgaben. Es ist herausfordernd und schön und wir sind gespannt, wie sich unsere Sicht darauf im Laufe der Reise verändert.

Barneville-Carteret

Heute ging es für uns weiter. Wir sind nach Barneville-Carteret gefahren. Die Stadt liegt etwas auf einem Hügel und dann geht es über einen Fluss zum anderen Teil der Stadt und zum Meer.

Am Meer waren wir dann auch. Das Wasser war Türkis und der Strand ein Mix aus flachen Steinen und Sand. Wir haben ein windstilles Plätzchen gefunden und dort unser Mittag gegessen. Alle Geschäfte hatten am Strand heute geschlossen, so dass wir froh waren uns schon davor mit Sandwiches versorgt zu haben.

Thomas hat nachher die Hunde toben gelassen und sie zum Schwimmen animiert. Wir hatten danach zwei glücklich sandige Hunde.

Heute nacht stehen wir auf einem kleinen, wirklich schönen Campingplatz. Auf dem Platz sind relativ viele Camper mit Zelten und es gibt keine Dauercamper.