Letzte Woche waren wir endlich auf dem Mont Saint-Michel.
Wir waren gegen Mittag da und überrascht, dass es weniger voll war, als gedacht. Überall waren Menschen, die den Autos den Weg auf den richtigen Parkplatz zeigten. Der Parkplatz ist groß und besteht aus mehreren Teilen. Der Platz war noch relativ leer und die Schlange zu den Shuttelbussen zum Berg auch noch überschaubar. Wir waren angenehm überrascht, dass der Parkplatz mit Weiden für Schatten bepflanzt wurde. Die waren zwar noch nicht sehr groß, aber es war zu sehen, dass sich da jemand Gedanken gemacht hat. Auch der Weg bis zur Bucht war frisch mit Bäumen bepflanzt.
Man kann die knapp 3 Kilometer vom Parkplatz bis zum Mont St.- Michel mit einem kostenlosen Shuttle fahren oder laufen. Wir sind natürlich gelaufen. Wir hatten für unseren Geschmack perfektes Wetter. Es war bewölkt und windig und hat auch erst etwas geregnet. Dadurch war es nicht so warm und der Weg zum Berg war angenehm zu gehen.
Auf der Klosterinsel an sich war es dann schon ziemlich voll. Überall waren Restaurants und Imbiss- und Souvenirstände. Es war ein ziemliches Gedränge.
Um die Abtei zu besichtigen muss man Eintritt zahlen und wenn man einen Audioguide oder eine Führung haben möchte kostet das extra. Beschriftungen sind zwar vorhanden, aber nur auf Französisch. Irgendwann habe ich dann einen Aufsteller mit Flyern und Erklärungen in verschiedenen Sprachen gefunden. Vielleicht würde man so einen Flyer angeboten bekommen, wenn man beim Ticketkauf als Nichtmuttersprachler identifiziert werden würde. Da Thomas unsere Tickets gekauft hat, wissen wir das leider nicht. Die Aussicht von der Kirche auf die Bucht war beeindruckend. Es wirkte alles wie gemalt.
Wir haben für den Rundgang ca eine Stunde gebraucht. Als wir wieder auf der Hauptstraße waren, war es deutlich leerer. Einige Restaurants und Souvenirstände hatten schon geschlossen und es waren weniger Menschen unterwegs.
Wir waren nach dem Rundgang schon relativ müde. Ich habe E. die ganze Zeit auf dem Rücken getragen und wir haben einige Stufen erklommen. Es war gut, dass wir keinen Kinderwagen dabei hatten. Da es dann auch schon recht spät war und wir noch etwas Weg vor uns hatten, sind wir zurück gegangen. Sicher hätte man noch mehr entdecken können.
Wer morgens ganz früh am Berg sein möchte, kann direkt neben den Parkplätzen auf einem Campingplatz übernachten und es gibt glaube ich auch Gästehäuser dort, aber das haben wir nicht genau gesehen.
Es war auf jeden Fall sehr besonders dort. Bei unserem Besuch war übrigens gerade Ebbe. Bei Flut wird der Klosterberg nochmal ganz anders wirken.
