Hahnenklee

Heute Nacht hat es das erste Mal gefroren. Als wir das Zelt öffneten glitzerte alles ganz silbrig.

Die Sonne taute aber alles schnell und in ihr war es schön warm. Nach dem wir alles gepackt hatten, waren wir uns noch kurz von der Frau, die uns den Platz ermöglichte verabschieden. Dann ging es über eine kleine Straße den Berg rauf. Oben angekommen ging es in den Wald. Dort ging es über kleine Waldwege mit Wildschweinspuren. Der Wald war feucht. An manchen Stellen erwärmte die Sonne die Luft. Dann kamen wir auch schon in den ersten Ort. Bad Grund. Beim Bäcker trankenwir noch einen Kaffee und ließen den Ort mit dem vielen Fachwerk auf uns wirken. Im Tal ging es dann entlang eines kleinen Flusses. Dort war auch ein Märchen-Park aufgebaut. Langsam stieg der Weg wieder an und endete an einem Parkplatz. Der Parkplatz gehörte zu einer Tropfsteinhöhle. Wir haben dort in der Sonne unsere Mittagspause gemacht. Das war gut. Denn danach ging es in einem sehr schattigen Wald den Berg weiter rauf. Der Weg führte uns an einen Platz der Schweinebraten hieß vorbei. Nach dem Platz ging es wieder ein Stück bergab, bevor wir in einem sonnigem Waldabschnitt den nächsten Hügel erklommen. Oben angekommen, erstrechte sich eine große, helle Wiesenlandschaft. An einer Stelle standen wunderschöne Pferde und wir hatten einen tollen Blick auf das Tal und den nächsten Ort.

Die Orte sind hier alle relativ touristisch. Es gibt viele Hotels und Pensionen, die gerade aber sehr leer wirken. Die Häuser im Ort waren hier mit Holz und Schiefer verkleidet. Auf der anderen Talseite sind wir dann auf halber Berghöhe dem Tal gefolgt, bevor wir am Ende des Ortes wieder in den Wald gegangen sind. Im Wald ging es erst gemächlich und dann ziemlich steil bergauf. Der Weg bestand aus einer riesigen Baumaschinenspur, die den Boden zerschnitt. Das war kein schöner Anblick.

Der Weg führte dann über eine Forststraße bergab. Wir sind zwischendurch im Wald über das schöne Moos gelaufen. Wir wollten ja so gern noch ein paar Pilze finden. Wir haben leider nur einen einzigen Pilz gefunden.

Wir dachten eigentlich, dass wir nach dem Wald an unserem Ziel ankommen. Leider war das aber nicht so. Wir mussten noch zwei Kilometer bis Hahnenklee laufen. Meine Laune war schon ziemlich mies, da wir laut Google dort keinen Supermarkt finden sollten. Wir hatten nicht mehr genügend zu Essen und kein Hundefutter. Hahnenklee war ziemlich touristisch. Mit einer Bergbahn und vielen Hotels und Restaurants. Die Leute haben uns irgendwie alle komisch angesehen, mit unseren Rucksäcken und den immer wieder mal bellenden Hunden. Wir haben im Ort dann zum Glück wenigstens einen Bäcker gefunden. Dort konnten wir noch Brot und Eier kaufen und hatten somit wenigstens genügend Essen. Da wir im Ort fast nur Hotels und Pensionen gesehen haben, haben wir beschlossen den Ort zu verlassen.

Unser Zelt steht jetzt im Wald in der Nähe einer Forststraße. Ein paar Leute haben uns gesehen, aber alle waren ganz freundlich. Leider haben die Hunde unser Zelt kaputt gemacht. Wir hatten sie schon ins Zelt getan und nur das Innenzelt geschlossen. Wir waren auf einer Bank in der Nähe. Als ein anderer Hund vorbei kam, liefen sie ihm auf einmal nach. Sie haben mit ihren Krallen die Tür des Innenzeltes kaputt gemacht. Das müssen wir dann morgen in Ruhe reparieren.

Jetzt ist es draußen ganz still und dunkel. Ich hoffe sehr, dass unsere Nacht ruhig wird.

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