Eeklo

Heute morgen haben wir tatsächlich etwas verschlafen. Wir haben keinen Wecker gestellt, da Thomas immer zeitig aufwacht. Heute sind wir beide dann nicht so zeitig wie gedacht aufgewacht. Es da schon so warm im Zelt, dass ich es erstmal gleich öffnen musste. Draußen war die Luft noch angenehm kühl. Es tat gut, die kühle Morgenluft im Gesicht zu spüren.

Thomas hat dann wie immer das Frühstück vorbereitet und ich das Zelt. Über nacht sind auf dem Platz noch ein Zelt und ein VW-Bus dazu gekommen. Das haben wir heute Nacht gar nicht mitbekommen. Im Zelt neben uns war ein Vater mit seiner Tochter, die eine Fahrradtour gemacht haben und heute nach Hause zurück gefahren sind. Ich habe sie gefragt, ob sie uns ihr restliches Toilettenpapier geben möchten. Sie haben zum Glück ja gesagt, da unsere Taschentücher fast alle sind und einzelne Rollen Toilettenpapier es nirgends zu kaufen gibt. Sie haben uns auch noch ihr Kaffeepulver angeboten, das war so gut. Thomas hatte morgens unseren Kaffee nämlich aufgebraucht. Das war heute alles zur richtigen Zeit da.

Wir sind dann erstmal in den Ort gegangen. Thomas brauchte Tabak und wir wollten noch einen Kaffee trinken. Das Café hatte leider noch geschlossen. Auf dem Weg durch den Ort, hat uns ein Mann angesprochen, wo wir gestartet sind. Darüber sind wir ins Gespräch gekommen und seine ganze Familie kam auch dazu. Thomas hatte sie gefragt, ob es in dem Ort noch ein Café gibt. Da es das nicht gab, haben sie uns spontan auf einen Kaffee eingeladen. Das war so freundlich. Das kleine Mädchen da war ganz bezaubert, von unseren Hunden. Ich hatte Blondi mit meinem Rucksack etwas mehr abseits abgestellt, so dass Marvin mehr im Mittelpunkt für sie war. Marvin ist wirklich sehr geduldig und lies sich jede Berührung gefallen. Ich saß immer mit dabei, um zur Not Marvin fest zu halten, aber das war wirklich gar nicht nötig. Am Ende haben sie gesagt, wir sollen uns melden, wenn wir in der Nähe von Maastricht sind, da sie dort wohnen. Das war so überraschend für uns und so freundlich.

Wir sind dann aus dem Ort raus und auf kleinen Straßen weiter gegangen. Die Sonne war schon ziemlich heiß, aber zum Glück gab es ab und zu Schatten. An einem Busch am Feldrand haben wir im Schatten eine kurze Pause gemacht. Als wir gerade weiter wollten, lief ganz in der Nähe ein Reh über die Straße. Die Hunde haben es zum Glück nicht gesehen oder gerochen, so konnten wir ganz in Ruhe weiter gehen.

Es war heute wieder ziemlich warm und so waren wir so froh, dass wir ein kleines Stück im Wald gehen konnten. Nach dem Wald sind wir an einer kleinen Destillerie für biologische ätherische Öle vorbei gekommen. Leider konnte ich auf die Schnelle nicht feststellen, ob man sie besichtigen kann.

Der Weg war dann nicht mehr so weit und kurz vor einem Kanal, haben wir nochmal eine Pause gemacht um zu essen. Es war jetzt schon viel später als gedacht. Wir waren froh als wir dann endlich auf dem Biwakplatz angekommen waren. Hier war zum Glück viel Schatten. Es gibt wieder ein Plumpsklo und Wasser. Leider ist das Wasser hier kein Trinkwasser und leider stand das nicht auf der Homepage. Wir hatten daher nicht nochmal extra Wasser zum Kochen mit. Morgen früh gibt es dann erstmal keinen Kaffee bzw erst wenn wir Trinkwasser haben. Das Wasser hier sieht wirklich nicht gut aus. In der Flasche hat es eine bräunliche Farbe und der Geruch ist nach einer Weile in der Flasche eher naja. Wir haben eine Flasche testweise mit Micropur versetzt, haben uns dann aber nicht getraut es zu trinken. Der Biwakplatz ist an zwei Seiten von Feldern umgeben. Ich möchte nicht wissen, was die Bauern alles auf die Felder getan haben, damit das Wasser so aussieht.

Die Frösche scheint die Wasserqualität allerdings nicht zu stören, sie hüpfen lustig um die Pumpe herum, wenn man sie betätigt.

Heute war es mit der Sonne wirklich anstrengend und wir hatten beide ganz unterschiedliche Vorstellungen, wie der Tag und unsere Wanderung sein soll, so dass wir mit uns immer zu tun hatten. Mir hängt etwas meine Migräne von vor zwei Tagen noch und auch Thomas ging es heute nicht ganz so gut. Das zehrt alles an unseren Kräften, so dass wir umso mehr froh waren anzukommen. Jetzt liegen wir im Zelt und hören den Fasan rufen.

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