Hombeek

So eine Schnellstraße lässt sich nicht so leicht ausblenden und so waren wir heute Nacht mehr oder weniger oft wach. Auch heute morgen ging es dann zeitig los. Francois und seine Schwester kamen nochmal nach uns sehen und haben uns Äpfel mitgebracht. Als unsere Rucksäcke dann fertig waren, haben wir beim Gehen auch noch ihren Hund kennengelernt. Einen Goldenretriver. Er sprang ganz wild, obwohl er schon ein bischen älter aussah, hinter dem Zaun auf und ab.

Wir sind dann noch zur Duvel Brauerei gegangen. Erst sind wir am Verwaltungstrakt gelandet, dort hat uns eine Frau dann höflich gefragt wo wir denn hin möchten. Sie hat uns auch gleich noch den Weg zum Souvenier-Shop gesagt. Der Shop war noch zu als wir ankamen und an sich hatten wir den besseren Blick auf die Brauerei vom Verwaltungsgebäude aus. Die Gebäude waren zum Teil mit großen Zeichnungen geschmückt. Das sah alles ganz stimmig aus.

Für uns hieß es dann die Schnellstraße zu überqueren. Zum Glück gab es eine Ampelkreuzung, denn die Autos fuhren dicht an dicht und das auch noch ziemlich schnell.

Nach der Kreuzung ging es über kleine Straßen und Feldwege weiter. Auch an ein paar Schafweiden kamen wir vorbei. Auf den Weiden wuchsen wunderschöne Champions. Leider waren sie zu weit weg und leider waren sie auf Schafweiden. Schafe können einen Parasiten über den Kot übertragen, der auch auf den Pilzen dann sein kann. Und da wir gerade nicht krank werden wollen, gibt es keine Pilze für uns.

Heute war es wieder ziemlich schwüles und drückendes Wetter. Wir waren beide noch ziemlich müde von der Nacht und so haben wir nach dem Mittag noch etwas geschlafen. Unser Platz war zum schlafen nicht gerade ideal, aber wir hatten Schatten und ein Auto schützte uns vor zu vielen Blicken. Wir waren in einem kleinen Ort mit vielen Einfamilienhäusern und breiten Grünstreifen. Ein Mann hatte uns schon beim Essen angesprochen, was wir machen und wo wir heute hin möchten. Als wir mit schlafen fertig waren, kam er nochmal kurz vorbei.

Wir sind nach dem Schlafen noch ein Stückchen weiter gegangen, bis wir an einem Supermarkt zum Einkaufen kamen. Nach dem Einkaufen haben wir beschlossen schon damit anzufangen einen Schlafplatz zu suchen. Direkt hinter dem Supermarkt hat uns ein Mann angesprochen was unser Weg ist. Wir haben uns etwas unterhalten und sind dann weiter gegangen. Er hatte leider keinen Gartenplatz für uns. Bei einigen Häusern war wieder keiner da und bei einem Haus hat uns ein Mann mit starker Hundehaarallergie die Tür geöffnet. Er war super freundlich und hat auch noch die Nachbarn nach einen Platz gefragt. Er hätte uns gern einen Platz im Garten gegeben, aber mit den beiden Fellnasen funktionierte das leider nicht. Die Nachbarn haben uns an einen See verwiesen, wo die Angler immer über Nacht fischen. Da wir aber keine Angler sind und die Sprache nicht sprechen, war uns das zu unsicher.

Bei dem letztem Haus auf der Straße hatten wir Glück. Das ältere Ehepaar hatte zwar den ganzen Garten gepflastert, aber der Mann hat noch eine Straße weiter einen Rosengarten und dort stehen wir jetzt. Der Mann ist Schwerhörig, dass macht die Kommunikation etwas schwierig, aber er spricht Deutsch und auch Französisch. Wobei er sich mehr mit mir unterhalten hat. Er konnte es gar nicht richtig glauben was wir vor haben und dass wir schon so weit gelaufen sind. Später am Nachmittag kam er nochmal mit einer großen Tüte voll dicker, runder Gartentomaten. Das war so freundlich.

Wir liegen jetzt im Zelt und spüren die kühle Abendluft zu uns ins Zelt wehen.

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