Rannaküla

Heute morgen waren wir tatsächlich noch etwas früher als sonst. Aber natürlich trotzdem mit Mücken. Kurz nach dem Start waren wir aber am Meer. Dort gab es deutlich weniger von den Damen. Die Ostsee lag ganz still und auf den Steinen, die aus dem Wasser schauten, saßen vereinzelt Vögel. Auch unsere dritte Kreuzotter haben wir dort auf dem Weg getroffen. Blondi blieb leider direkt über ihr stehen. Das fand die Kreuzotter nicht lustig und versuchte sie zu beißen. Sie hat Blondi zum Glück nicht erwischt.

Der Weg führte etwas am Strand entlang. Wir sind über Kalksteinplatten gelaufen. Es gab das Stück kaum Sand oder Steine. Dann ging der Weg wieder in den Wald und zu den Mücken. Zum Glück waren es nicht so viele wie in den letzten Tagen.

Was uns immer wieder hier auffällt sind die vielen „Grundstück zu verkaufen“- Schilder. Egal ob am Strand oder im Wald. Alles wird angeboten. In ein paar Jahren werden diese ganzen schönen Plätze und die Landschaft zugebaut sein. An manchen Stellen merkt man es schon, wenn der Weg auf einmal neu gelegt wurde, um einem Haus auszuweichen oder dessen Strandabschnitt. Das ist wirklich schade.

Nach ca 12km kamen wir in einen kleinen Ort. Dort gab es ein Bushäuschen mit allen Briefkästen, einem Tisch, einer Uhr und einem Thermometer. Wir haben uns an diesem gemütlichen Ort für unsere Mittagspause entschieden. Während wir da saßen, kam auch ein Bus und drei ältere Leute stiegen aus. Die eine Frau wurde im Nachbargarten gleich stürmisch von ihrem Dackel begrüßt. Beim Rennen flatterten ihm so schön die Ohren. Er hat unsere Hunde auch erst gar nicht bemerkt.

Dann ging es weiter. Der wechselte zwischen Strand und Wald. An einer Stelle mussten wir etwas weiter landeinwärts laufen, um eine Brücke zu erreichen. Nahe der Brücke konnten wir Biberspuren sehen. Am Brückenrand lagen lauter Äste die aus dem Wasser geholt wurden. Wir vermuten der Biber hatte dort versucht zu bauen. Der Weg ging dann direkt am Fluss entlang zurück zum Meer. Ich habe die ganze Zeit gehofft den Biber zu erspähen, was natürlich nicht möglich war.

Wir kamen dann an einem Informationspunkt an, wo stand, dass zelten verboten sei und man sich im Naturschutzgebiet befindet. So einen Punkt gab es leider auf der anderen Seite, wo wir das Gebiet betreten hatten nicht. Wir mussten unsere Schlafplatzsuche also nochmal umplanen. Und statt noch einem Kilometer, waren es dann fünf.

Der Weg ging weiter durch den Wald und als wir an den nächsten Häusern ankamen, mussten wir wieder einen Fluss überqueren. Die Brücke war eine Hängebrücke und naja so mäßig Vertrauen erweckend. Thomas ist mit Marvin vorgegangen. Als sie angekommen waren, habe ich Blondi zu ihnen geschickt, damit ich in Ruhe den Rest der Brücke gehen konnte.

Kurz hinter der Brücke liegt ein kleiner Festplatz mit einer Bühne und Bänken und einer Wiese. Dort haben wir jetzt unser Zelt aufgebaut. Laut Karte sind wir nun außerhalb des Naturschutzgebietes.

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