Sunnanvik

Heute war es nochmal richtig kalt. Unser Zelt war vereist und ein kalter Wind pfiff um es. Unsere Hände waren nach dem Packen schon so kalt, dass sie schmerzten.

Als wir unser Sachen packten waren ein paar Kinder unterwegs und sammelten Müll. Als wir auf dem Weg aus der Stadt waren, war die Kindergruppe hinter uns. Wir sind an der Schule vorbei gekommen, dort sind sie dann abgebogen.

Wir hatten heute wirklich so ziemlich alles an, was wir mit haben und trotzdem dauerte es eine Weile bis wir beim laufen warm wurden. Der Wind blieb den ganzen Tag und da wir viel an Feldern entlang gegangen sind, hatten wir kaum Windschutz. Die Sonne kam zwar etwas später, aber der Wind blieb trotzdem eisig.

Wir haben dann an einem See relativ schnell einen Platz gefunden und unser Zelt aufgebaut. So hatten wir wieder einen ruhigen Nachmittag.

Wir sind schon kurz vor Helsinki und konnten die Zeit am Nachmittag nutzen, um unsere weitere Reise zu planen.

Degerby

Heute Nacht hat es doch noch geregnet, aber morgens hatte der Regen dann zum Glück aufgehört. Wir konnten unsere Sachen relativ trocken verstauen und dann ging es los. Das Wetter war quasi perfekt zum Wandern. Nicht zu warm, nicht zu kalt, bewölkt aber trocken. Wir hatten den Plan bis zum angekündigten Regen möglichst weit zu laufen. Als Tagesziel hatten wir uns einen See ausgesucht.

Naja wir sind auch relativ gut voran gekommen. Kurz vor zwölf Uhr fing es dann aber auch an zu regnen. Davor wurde es schon immer kälter und unsere Motivation floss mit dem Regen dahin. Zumal pitsch nasse Hunde im Zelt auch nicht wirklich schön sind.

In Degerby haben wir hinter der Kirche und dem Friedhof einen netten Platz gefunden und da es noch sehr früh war zum Zeltaufbau, haben wir erstmal im Bushäuschen unsere Mittagspause gemacht. Im Ort gab es laut Karte ein Café, dass gegen Mittag öffnete. Also haben wir noch gewartet das es öffnet. Das Café war eher ein kleiner Laden und wir konnten mit den Hunden nur auf der überdachten Terrasse sitzen. Das war zwar trocken, aber nicht wirklich warm. Naja zumindest konnten die Hunde etwas trocknen und wir im Internet surfen.

In dem Ort gibt es auch einen Stoffladen. Dort habe ich die Wartezeit etwas verkürzt. Es war ein wirklich kleiner Laden mit einer guten und großen Auswahl an Stoffen. Ein kleines Paradies für mich.

Nach dem Kaffee haben wir schnell das Zelt aufgebaut und uns darin verzogen. Es regnet immer noch. Wir hoffen dass unser Zelt einigermaßen dicht bleibt und der Regen über Nacht aufhört, damit wir gut abbauen können. Unsere Sachen sind mittlerweile alle klamm, da wäre ein trockenes Abbauen wirklich schön.

Ingarskila

Hier schläft gerade alles, also schreibe ich schon mal den Blog.

Heute morgen sind wir mit blauem Himmel und Sonnenschein in den Tag gestartet. Wir haben sogar draußen gefrühstückt.

Der erste Mai ist auch hier Feiertag und das Wetter ist passend frühlingshaft. Es ist nicht zu warm, da es gleichzeitig ziemlich windig ist, aber die Sonne lacht. Es waren heute einige Radfahrer unterwegs. Wir hatten gestern gelesen, dass sich die Leute ihre Abiturientenkappen aufsetzen und Picknicks veranstalten. Wir haben tatsächlich ein paar Leute mit diesen Kappen gesehen und ein paar Plakate für Veranstaltungen heute. Ansonsten ist es hier wie immer ziemlich ruhig.

Die ersten Löwenzähne blühen mit dem Huflattich um die Wette. Es wird immer grüner und sogar erste wilde Maiglöckchen haben wir gesehen.

Wir sind immer wieder erstaunt wie schön die Städte hier sind. Oft merkt man kaum, dass man in der Stadt ist, da überall Bäume wachsen und alles so grün ist. Als wir dann wirklich aus der Stadt raus waren ging es heute mehr an Feldern vorbei. Ein paar Stücke Wald haben wir aber natürlich auch gesehen. Wir sind an einem Zirkus Hostel vorbei gekommen. Leider hatte es noch nicht geöffnet und wir durften unser Zelt da nicht aufstellen.

Etwas später sind wir an einem wirklich schönen Bauernhof vorbei gelaufen. Wir hörten ein Lämmchen rufen und auf einem kleinen Reitplatz startete gerade ein Mädchen mit ihrem dicken Pony gemächlich ihre Runden zu drehen. Sie lachte uns zu, als wir an ihr vorbei gingen.

Die Platzsuche gestaltete sich heute wieder schwierig. Es gab keine Zugänge zu Wäldern und überall waren Häuser. Auf Nachfrage ob wir auf einem Stück Feld bzw Bolzplatz stehen dürften hieß es man wisse nicht wem es gehört, obwohl es in der selben Mat war wie der Rest des Grundstücks.

Später als wir nach Wasser fragen waren, begegnete uns die selbe Frau, die wir zuvor kurz gefragt hatten ob sie einen Platz kennt. Sie war sehr freundlich sprach aber kein Englisch und wir sprechen noch immer kein Finnisch. Sie hat uns zu dem Wasser noch Bananen gegeben. Das war so nett. Ich mag Bananen gerade wirklich gern.

Wir stehen jetzt auf jedenfall am Waldrand auf einer Wiese. Vielleicht sehen wir ein paar Elche heute Abend, da wir auf eine Futterstelle auf dem Feld gucken können.