Maroni

Ich hatte heute mit Blondi wieder einen wunderschönen Morgenspaziergang. Der Mond schien noch und es wurde langsam hell. Die ersten Vögel zwitscherten schon. Wunderbar.

Nach dem Frühstück ging es dann zu den Ziegen. Währwnd Thomas und ich uns um die Ziegen gekümmert haben, hat Thierry den Käse gemacht. Da wir so schnell waren, haben wir gleich noch eine Box gesäubert. Ich komm bestimmt mit ganz vielen neuen Muskeln zurück. Und obwohl ich immer wieder das Gefühl habe zu langsam zu sein, ist es danach echt gut zu sehen wie sauber die Box ist.

Da dann noch total viel Zeit bis zum Mittag war, ging es mit den Hunden nochmal in den Wald. Das war super. Wir haben ganz viele Pilze und Maroni gefunden und gesammelt und Eicheln für die Ziegen. Blondi und Marvin hatten dort echt Spaß. Sie waren immer wieder weit unterwegs, wâhrend Captain bei uns geblieben ist. Es war mir dabor gar nicht bewusst wie viele verschiedene essbare Pilze es gibt.

Nachher konnte ich noch etwas in der Sonne sitzen und den Vögeln und den Bienen lauschen, bevor wir mit den Ziegen spazieren gegangen sind. Die sind manchmal schon echt eigen. Erst haben drei sich mal dafür entschieden ganz heimlich in den Garten zu gehen, statt mit uns und dann haben sie die drei auch glatt mal ein besseres Plätzchen zum Fressen gesucht als dort wo wir waren. Da bei den Dreien auch die große Hermine mit dabei war, waren auf einmal alle Ziegen hinter ihr her. Naja ich und Hermine werden sicher keine Freunde. Siehat wieder versucht mich zu boxen. Vielleicht sollte ich es als Kompliment nehmen, dass sie sich mit mir messen will.

Als Thierry dann dazu kam waren alle Ziegen wie verwandelt. Kaum haben sie seine Stimme gehört sind sie zu ihm gegangen. Thierry und ich konnten auch nicht einfach los, um Futter zu holen. Sie sind wie von einem Magneten gezogen Thierry gefolgt. Also haben wir sie in ruhe fressen lassen und haben sie erst noch in ihre Ställe sortiert, bevor wir los sind.

Heute Abend sind wir noch eine Runde mit den Hunden gegangen und unter den Wolken leuchtete der Abendhimmel feuerrot. Blondi war mal wieder auf einer Färte unterwegs, kam aber relativ schnell zurück. Auf dem Rückweg haben wir zwei Traktoren gesehem, die waren so hell beleuchtet. Das war richtig doof. Wie als würde jemand den Abend zerschneiden wollen.

Herrison

Sonntags geht hier alles etwas später los. Und nach der Morgenrunde starte das Frühstück mit Crêpes und Schokocreme. Das war schon mal ein guter Beginn.

Da es heute nieselte waren wir auch mit den Ziegen schnell fertig, da sie bei Regen im Stall bleiben. Dazu waren wir ja auch auch noch zu Dritt und alles ging wirklich super schnell. Leider fehlt mir in den Händen noch die Kraft, so dass ich beim Melken unheimlich langsam bin. Dadurch, dass wir so schnell fertig waren konnten wir mit den Hunden schon vor dem Essen eine große Runde gehen. Leider waren Jäger unterwegs, so dass wir nicht durch den Wald gehen konnten. Das wäre mit drei freilaufenden Hunden echt doof gewesen. Aber auf den Feldern war genug Platz für die Hunde zum Laufen und wir haben dabei ein paar Pilze gefunden, bewundert und ein paar auch gesammelt.

Nach dem Mittag sind wir zu Olivé und der Jurte gefahren. Er war leider nicht da. Aber wir haben Muco besucht. Er sieht jetzt wie ein kleiner Giord aus. Seine Hörner fangen sich langsam an zu drehen. Da wir dort nur kurz waren, sind wir mit Thierry noch nach Herrison gefahren. Diesemal hatten wir bischen mehr Zeit. Thierry ist am Auto geblieben und Thomas und ich haben uns die Burgruiene und den Ort angesehen. Der Ort ist wirklich schön und die Kirche hat eine tolle Akustik.

Am Hof zurück waren wieder die Ziegen dran. Aber auch das ging wirklich flott. Da noch viel Zeit war sind wir nochmal mit den Hunden los. Und diesmal über die Felder in den Wald. Die drei Hunde haben fleißig Kaninchen gejagt. Wobei Blondi immer wieder losgerannt ist. Als sie dann etwas müde zück kam, roch sie wie eine Kuh, denn sie hatte sich ausgiebig in Kuhdung gewälzt. Im Wald haben wir Maronen gefunden und wieder ein paar tolle Pilze. Blondi war im Wald kaum zu sehen so gut verschmolz sie mit der Umgebung.
Zum Abendessen gab es Coq au vin. Manchmal versteh ich es hier nicht wirklich. Thierry kocht so ein aufwändiges Gericht und dann wird einfach nur schnell gegessen. Thierry springt auf, um den Hunden und Katzen was zum Futtern zu machen und Elisabeth muss schnell alles abwaschen. Komisch.

Pilze

Heute war wieder Markttag und diesmal war ich dran mit Elisabeth dort zu bleiben. Ich fand das dort langweilig, da mein Französisch noch viel zu schlecht ist, um mich wirklich zu unterhalten. Trotz Sonnenschein war es, durch das Rumstehen,  echt kalt. Ich war wirklich froh, als wir endlich zusammenpacken konnten. Dann war mir auch echt schnell warm.

Ehe wir wieder auf dem Hof waren und gegessen hatten war es schon ziemlich spät. Wir sind trotzdem noch eine große Runde mit den Hunden gegangen. Diesmal durften alle drei mit. Und es hat wirklich super geklappt. Bei den Schafen hat ich Blondi rechtzeitig an der Leine, so dass alles relativ entspannt war. Blondi ist wie wild über die Felder gefetzt. Und die anderen beiden Hunde mehhr oder weniger mit. Jetzt liegt sie neben mit und schläft tief und fest. Marwin und Blondi waren auch noch schwimmen. Marwin war selbst im Wasser unglaublich schnell.

Unterwegs haben wir ganz viele Pilze gefunden. Auch ziemlich viele Essbare. Wir sind dazu noch quer über die Felder gegangen. Es war echt schön. Am Ende waren wir 2 Stunden unterwegs und die Hunde glücklich und müde.

Start

Heute ging es gleich mit dem Markt los. Oder besser erstmal mit einer kleinen Runde mit Blondi.

Während Thomas (der zweite Wwoofer) mit Elisabeth auf dem Markt geblieben ist, bin ich mit Thierry zurück zu den Ziegen gefahren. Die kleine Nana, die beim letzten Mal noch von mir gefüttert wurde, ist schon ziemlich groß. Sie ist eine wunderschöne Ziege geworden, mit einem schwarzen Streifen auf dem Rücken. 

Das Melken ging heute auch ganz gut. Die Abläufe waren erstmal wieder etwas ungewohnt. Toll war, dass die Ziegen beim auf die Weide führen sehr entspannt waren. Sie haben kaum gezogen. Sie sind jetzt schon „groß“, kennen die Abläufe und sind unterschiedliche Menschen gewöhnt.

Nachmittags waren Thomas und ich eine Runde mit den Hunden unterwegs. Blondi kontte frei laufen und das hat auch ganz gut geklappt, bis wir an die Schafweide kamen. Marvin stoppte auf Thomas‘ Signal und Blondi quetschte sich durch den Zaun durch und fing an die Schafe zu jagen. Und ich bin hinter Blondi und den Schafen her. Wie genervt ich auch davon war, so faszinierend fand ich es auch. Sie jagde die Schafe im Kreis und separierte dann eins. Zum Glück konnte ich den beiden den Weg abschneiden und Blondi an die Leine nehmen, als das Schaf sich fallen ließ.

Zurück auf dem Hof haben wir mit Thierry gemeinsam eine Box ausgemistet. Und dann noch alle Ziegen auf der Weide laufen lassen. 

Abends bin ich noch eine kleine Runde mit Blondi gegangen. Die Sterne leuchteten toll und der riesige rote Mond ging gerade auf. Captain hatte sich auch aus dem Haus geschlichen und ist hinter uns her. Das war der erste Spaziergang mit den Beiden, der super gklappt hat.

Göttingen- Paris- Vallon

Nachdem es bei strömenden Regen gestern los ging, haben wir einen tollen Tag erlebt. Das erste Stück Bahnfahrt war noch etwas aufregend, da wir bis Kassel doppelt so lange gebraucht haben wie normal und danach nicht sicher war, ob wir uns unseren Anschluss nach Paris bekommen. Nach einigem hin und her mit dem Zugbegleiter kam dann kurz vor dem Umstieg doch noch die Durchsage, dass wir 10 Minuten aufgeholt hätten und den Anschluss schaffen. Die Erleichterung war im ganzen Zug zu spüren. Der ICE nach Paris ruckelte dann ziemlich, da er unglaublich schnell war. Zwischendurch fuhr er 320 km/h. Das fühlte sich fast wie fliegen an. Und tatsächlich waren wir 45 Minuten vor unserem Plan in Paris.

Blondi wird ein richtiger Reisehund. Selbst das Metro fahren ging super. Das sie alle Leute um sich rum verzaubert, könnt ihr euch ja sicher vorstellen. Da wir in Paris noch viel Zeit hatten, sind wir noch zum Notre Dame an der Seine entlang gelaufen. Der Weg am Fluss war relativ ruhig, mit vielen Hausbooten am Ufer. Das war für uns total gut, da die Straßen in Paris ziemlich voll und laut sind.

Thierry hat uns später vom Bahnhof abgeholt und Blondi hatte erstmal ziemlich Angst vor ihm. Hier ist zur Zeit noch ein anderer Wwoofer mit einem Hund. Die Beiden sind sehr freundlich. Blondi fühlt sich durch den anderen Hund hier auch noch ein bischen wohler.