Oeffelt

Heute ging es schon super früh los, da Chris 7.15 Uhr zur Arbeit musste. Da mussten wir auch fertig sein. Wir haben dann in der Stadt nach einem Supermarkt gesucht und dort auf dem Parkplatz gefrühstückt. Der Supermarkt hatte da nämlich noch nicht offen. Ich war noch so müde, da ich heute Nacht nicht gut geschlafen hatte. Wir haben uns dafür entschieden einen Pausentag einzulegen. Also sind wir zu einem kleinen Campingplatz außerhalb gegangen und haben unser Zelt wieder aufgebaut. Da es draußen ziemlich schnell anfing zu regnen, haben wir quasi den ganzen Tag im Zelt verbracht. Wir haben wirklich nicht viel gemacht, außer mit den Hunden zu kuscheln und im Internet zu surfen. Nebenbei waren immer wieder Schiffe von dem hier verlaufenden Fluss zu hören. Jetzt liegen wir immer noch im Zelt und es ist schon dunkel. Der Campingplatz hier ist wirklich schön und klein. Es gibt Tische, auch überdachte, Feuerstellen und Boule-Kugeln zum Ausleihen. Dazu ist alles super gepflegt und sauber. Ein Glücksgriff.

Gennep

Wir hatten einen sehr langen Tag…und sind müde…mehr Text gibt es morgen

Wir hatten gestern viiiiel Wald, Heide mit Sandboden wie am Strand, wieder viiiel Wald und wie sind Fähre gefahren. Als wir dann halb acht bei unserem Warmshowers-Platz waren, waren wir total müde. Wir haben mit Chris gemeinsam gegessen. Es hatte ein total leckeres Bohnengericht mit Reis gekocht. Das tat so gut und die Dusche nachher auch. Den Rest gibt es heute ausnahmsweise mal in Bildern…

Wanssum

Heute früh war es wieder sehr neblig, aber nicht so kühl. Nachdem alles gepackt war, haben wir uns noch verabschiedet und sind dann gestartet. Es ging direkt in den Wald. Der Weg war schön und der Nebel hatte sich etwas verzogen. Der Himmel war zwar noch grau, das störte uns aber nicht. Auf dem Weg kam uns ein Pärchen mit Rucksäcken entgegen und hat uns abgesprochen. Wir haben uns kurz unterhalten und sind dann weiter. Es ist wirklich schön andere Wanderer hier zu treffen.

Wir waren dann ziemlich schnell im Ort. Ich habe mir noch kurz die Kirche angesehen, in der die Grotte von Lourd am Seitenaltar nachgebaut war. Wir mussten noch Hundefutter kaufen, also ging es zum Supermarkt. Thomas war drinnen und ich habe mit den Hunden gewartet. Für ihn gab es dadurch Kaffee und für mich Internet, um Fotos hochzuladen. Wir wurden auch auf unsere Hunde und die Rucksäcke angesprochen.

Nach dem Ort ging unser Weg weiter durch einen kleinen Wald und an einem Fluss entlang. Der nächste Ort kam dann auch schon bald. Thomas hat am Weg ein Hundespielzeug in Schweineform gefunden. Das hat Marvin dann ganz stolz in die Stadt getragen. Der Weg führte dann durch einen schönen, alten Bauernhof. Der Hof wirkte nicht mehr in Betrieb, dafür war dort viel Kunst ausgestellt.

Nach dem Hof ging es erstmal an einer Straße weiter, bevor wir über eine Kuhweide mussten. Thomas hat zum Glück gleich Blondi genommen. Die Kühe standen zwar weit genug von uns entfernt, aber so war es doch entspannter. Nach der Weide haben wir an einem Trimm-dich-Pfad unsere Mittagspause gemacht.

Da ich ziemlich müde war, haben wir nach dem nächsten Ort gleich am ersten Hof nach einem Zeltplatz gefragt. Die Leute haben zugestimmt und jetzt steht unser Zelt hier mit Blick auf das Wildgehege. Das Dammwild bewegt sich quasi die ganze Zeit und sieht dabei so elegant aus. Es sind 3 Mütter mit 3 Jungen. Es ist so schön ihnen zuzusehen.

Als wir hier ankamen, habe ich erstmal etwas geschlafen. Mittlerweile war auch die Sonne zu sehen und es war richtig warm. Ich war froh auf dem kühlen Gras zu liegen. Der Rasen sieht hier wie ein englischer aus. Er ist so unglaublich dicht und ganz kurz. Der Garten ist wirklich schön und in einem Baum haben wir ein Eichhörnchen beim entlang flitzen beobachtet.

Die Frau hat uns selbstgemachte Tomatensuppe gegeben. Die war so lecker. Jetzt liegen wir im Zelt und hören dem Regen zu.

Swolgen

Heute morgen waren wir relativ schnell fertig mit packen. Das Zelt war trocken und wir mussten es nicht teilen. Dadurch ging alles etwas schneller. Wir haben noch eine Rolle Toilettenpapier geschenkt bekommen. Ich hatte die Frau, die die Sanitäranlagen sauber macht gefragt ob sie etwas für mich hat, denn unseres war alle und es gab keine einzelnen Rollen zu kaufen. Sie hat mir gleich eine ganze Rolle gegeben. Das war so nett.

Wir sind dann in Richtung Velden gegangen. Dort haben wir noch Brot und Käse gekauft und einen Kaffee getrunken. Zum Kaffee gab es einen kleinen Likör mit Schlagsahne darauf und eine Praline. Thomas hat die Liköre bekommen, ich die Pralinen. Das war ein guter Tausch.

Nach dem Kaffee ging es dann wirklich los. Kurz bevor wir aus dem Ort raus sind, kamen wir an einem Gehege mit zwei kleinen Kängurus vorbei. Die waren gerade mit Fressen beschäftigt und haben uns erst nicht nicht bemerkt. Als sie uns dann bemerkten, haben sie sich aufgerichtet und uns beobachtet.

Um dann über den Fluss zu kommen, mussten wir eine Fähren nutzen. Die Fähre fuhr für jedes Auto und jeden Fahrradfahrer hin und her. So auch für uns. Das hat uns 60 Cent gekostet. Die Fähre hat sicher auf dem Stück viel mehr Diesel verbraucht. Kurz hinter der Fähre haben wir dann im Feld einen Fasan gesehen.

Nach dem Ort ging es dann in den Wald. Der Weg ist hier wirklich sehr gut ausgeschildert. Der Wald war am Anfang noch relativ trocken. Thomas hat trotzdem Pilze entdeckt. Als wir da bei den Pilzen standen, kamen zwei Frauen, die den ganzen Pieterpad gehen vorbei. Wir haben uns kurz unterhalten und dann ging es weiter.

An einer Kapelle war ein Picknick-Platz, dort haben wir dann unsere Mittagspause gemacht. Ein paar Fahrräder und Traktoren kamen vorbei, sonst war es dort ganz ruhig. Der Weg führte immer weiter durch den Wald. Der Wald wurde etwas feuchter an einer Stelle und schon waren dort ganz viele kleine Frösche im Gras. Weiter im Wald war dann ein See mit einem Feuchtgebiet ringsherum. Das sah so wunderschön aus. Der Weg führte dort über Stege weiter. Und kaum waren wir aus dem Wald raus, wechselte die Landschaft schlagartig in sehr trockenes Heidegebiet. Daran schloss sich dann ein relativ trockener Wald an.

Wir haben heute einen Wiesenplatz auf einem kleinen Reiterhof. Wir liegen im Zelt und genießen den Nachmittag.

Velden

Heute morgen ging es ganz langsam bei uns los. Ich habe ausnahmsweise mal den Kaffee gekocht und das Frühstück vorbereitet.

Auch war heute mal wieder duschen und Wäsche waschen angesagt. 😉 Während ich mich um die Fotos für den Blog und für Instagram gekümmert habe, hat Thomas das Zelt abgebaut und alles zum Trocknen aufgehängt. Nach dem es dann schon fast Mittag war, haben wir noch am Platz etwas gegessen und dabei entschieden, dass wir doch noch eine Nacht dort bleiben. Da wir kein Bargeld mehr hatten, um die zweite Nacht zu bezahlen, bin ich mit Blondi in den Ort gegangen. Das war so gut. Blondi hat sich so gefreut, als ich ihre normale Leine aus dem Rucksack geholt habe. Sie hat auch den ganzen Hinweg zum Dorf (so 2 km) immer zu mir geguckt und gar nicht gezogen. Das war so gut. Ich bin so begeistert davon, wie unterschiedlich es zum Laufen am Rucksack mit ihr heute war. Im Ort musste ich dann erstmal den Bankautomaten finden. Ich bin erstmal in die falsche Richtung im Ort gelaufen. Zum Glück hatte ich mein Telefon mit, so konnte ich auf Googlemaps nachsehen wo ich hin muss. Da der Supermarkt offen hatte war ich gleich noch Hundefutter kaufen.

Als ich am Campingplatz zurück war, haben wir unser Zelt wieder aufgebaut, aber an einem anderen Platz, um etwas mehr Schatten zu haben. Wir haben auch noch unsere Schlafsackinletts zwischen dem Zelt und der Hecke aufgespannt. So hatten wir eine schöne gemütliche Ecke mit Schatten.

Hier gibt es einen Pool und den haben wir am Nachmittag dann genutzt. Wir waren schwimmen und das Wasser war so kalt. Es war aber auch so schön, mal eine andere Art der Bewegung zu haben.

Ich hatte vom Supermarkt auch noch Bier mitgebracht. Am Abend haben wir das noch getrunken. Es war belgisches Bier, dass Eddy uns bei unserem ersten Warmshower Aufenthalt empfohlen hatte. Eddy wir haben an dich gedacht. 🙂

Nach dem Abendessen waren wir noch eine kleine Runde mit den Hunden im Wald. Marvin hatte eine nicht ganz so nette Begegnung mit einem anderen Hund. Es ist zum Glück nichts passiert.

Jetzt liegen wir im Zelt und nutzen noch etwas das Internet hier.

Venlo

Die Sonne weckte uns heute und der Nebel stand noch auf der Wiese. Alle Grashalme waren mit Tautropfen bedeckt. Ein wunderschönes Bild erwartete uns, als wir das Zelt öffneten.

Als wir alles zusammen gepackt hatten, haben wir noch den Wasserkanister zurück zum Hof gebracht. Die Frau gab uns sogar noch Brötchen, Eier und Äpfel für den Weg mit.

Wir sind direkt im Wald gestartet. Dort war es noch kühl, auch wenn die Sonnenstrahlen sich schon warm anfühlten. Marvin lief vor uns her und auch Blondi bekam eine etwas längere Leine. Je weiter der Weg in den Wald ging, umso schöner wurde er.

Wir trafen auch langsam die ersten Spaziergänger und Radfahrer. Der Weg führte dann kurz aus dem Wald raus und an einem Restaurant mit großem Parkplatz und Kinderspielplatz vorbei. Danach änderte sich der Boden im Wald etwas, er wurde sandiger. Auch mehr Heidekraut und Birken waren nun zu sehen. Der Wald wurde heller und es wurde wärmer. Jetzt ging der Weg auch einen kleinen Hügel hoch. Dort kamen uns dann auch zwei Reiter entgegen. An einer Lichtung haben wir unsere Mittagspause gemacht und dabei einem Mountainbike-Kurs am gegenüberliegenden Lichtungsrand zugesehen. Dann war es auch nicht mehr weit bis zur Stadt. Immer mehr Spaziergänger begegneten uns jetzt.

Von einem weiteren von Gras bewachsenen Hügel konnten wir die Stadt schon erspähen. Wir mussten aber erst noch auf einer kleinen Straße die Autobahn überqueren. Auf der Straße ging es dann weiter bis zu einen kleinen Kloster und von da aus ging es nochmal in den Wald. Dort begegneten uns auch die ersten Backpacker. Zwei junge Frauen, die auf dem Weg unterwegs waren.

Aus dem Wald kamen wir in ein eingezäuntes Gebiet mit Schafen, Hügeln, Heidekraut und kleinen Seen. Das war wirklich schön und viele Menschen nutzen diesen schönen Ort zum Sein.

Jetzt kamen auch langsam die ersten Häuser. Als wir am Bahnhof vorbei waren, haben wir in einem Café eine kurze Pause gemacht, bevor es richtig in die Stadt ging. Die Stadt war ziemlich voll. Es gab viele Geschäfte, die auf Touristen ausgelegt waren, u.a. eine riesige Apotheke. Medikamente sind in den Niederlanden billiger, aber man muss die Preise gut kennen. Wie immer ist nicht alles billiger und vieles kostet gleich. Auch gab es viele Geschäfte, in denen mann Kisten mit Getränkedosen kaufen konnte. Und Geschäfte, für Parfum und Kaffee. Wir brauchten Gas für den Kocher und Lebensmittel. Beides war in der Stadt nicht wirklich zu finden. Wir sind auf dem Weg zum Zeltplatz dann zu einem Aldi gegangen. Auch wenn ich bis jetzt immer gesagt habe, dass ich da nicht hin möchte. Es war leider der einzige Supermarkt auf dem Weg. In der Nähe gab es noch einen Imbiss für Pommes. Da wir hungrig waren, gab es noch Pommes bevor wir weiter zum Campingplatz sind.

Wir haben keine Fotos in der Stadt gemacht, da es so voll war, auch wenn wir schöne Häuser gesehen haben.

Wir mussten erst aus der Stadt raus, um zum Platz zu kommen. Und wir waren alle ziemlich müde und froh anzukommen. Auf dem Platz haben wir dann tatsächlich Gas bekommen. Jemand anderes hatte es da gelassen, weil er es nicht brauchte. Das war so gut für uns. Abends sind noch lange Kinder um die Zelte gerannt.