Rosvik

Heute waren wir schon früh wach und unterwegs. Es regnete wieder. Erst sind wir nochmal nach Jokkmokk gefahren. Wir haben uns die Kirche angesehen und sind noch etwas durch den Ort spaziert.

Wir haben in einem Handarbeitsladen geschnitzte und bemalte Vögel gesehen. Sie sahen wie echt aus und waren wunderschön. Es erstaunt uns immer wieder welche wunderschönen Dinge aus Holz entstehen können.

Dann ging es weiter in Richtung Luleå. Wir sind zwischendurch extra über kleinere Straßen gefahren, um Elche oder Rentiere zu sehen. Aber kein Tier hat sich uns gezeigt. Dafür kam die Sonne raus und wir konnten wunderschöne Regenbögen sehen.

In Luleå sind wir etwas durch die Stadt geschlendert und waren einen Kaffee trinken. Der Dom war leider schon geschlossen, so dass wir ihn uns nicht von Innen ansehen konnten. Wir waren nicht lange in der Stadt und sind dann auf Schlafplatzsuche gegangen.

Wir stehen jetzt in Rosvik am kleinen Hafen. Wir hätten gern einen Platz im Wald gehabt, aber da gerade Jagdsaison ist und wir auch nichts richtig gefunden haben, stehen wir jetzt hier. Die Hunde waren zwischendurch nicht glücklich, da wir von fern Schüsse hören konnten. Blondi hätte sich am Liebsten unter dem Bett versteckt, aber dort kommt sie leider allein nicht mehr raus. Wie reagieren eure Vierbeiner bei Knallgeräuschen?

Kvikkjokk

Heute Nacht war es schon ziemlich kalt im Bus und ich bin sehr froh über unsere vierbeinigen Heizkissen und die Wollsachen. Heute morgen haben wir wieder die Huskys von der anderen Seeseite heulen gehört. Sie wurden vielleicht gerade gefüttert.

Wir sind dann nach Kvikkjokk gefahren, um im Sarek Nationalpark wandern zu gehen. An Kvikkjokk führt der Kungsleden vorbei. Wir sind ein paar Kilometer dem Weg gefolgt und dann wieder umgedreht, da wir keinen Rundweg gefunden haben. Die Natur ist wirklich beeindruckend. So viele Farben und Geräusche. Wir haben ein paar Vögel und Eichhörnchen gesehen und beobachten können. Und Spuren von Tieren konnten wir am Weg sehen.

Es ist toll über all die Steine zu laufen. Manche Steine sind von Flechten in bunten Mustern bewachsen und sehen aus wie Landkarten. Und das Wasser ist wirklich beeindruckend. Es hat ja die letzte Zeit relativ viel geregnet und dass Wasser hat immer wieder den Wanderweg als Flussbett auserkoren. Ein leises Plätschern und lustiges fließen und wunderschön einfach anzusehen. An anderen Stellen kreuzten ursprünglich kleine Bäche unseren Weg. Sie waren schnell ganz laut, wenn das Wasser sich über die Steine sprudelnd ergoss. Trotz ihrer geringen Größe war das Rauschen weit und laut zu hören.

Nahe dem Parkplatz und der Fjällstation fließt ein breiter Fluss. Er ist weit zu hören und hat eine unglaubliche Kraft der sich riesige Steinbrocken in den Weg stellen. Das Rauschen ist ohrenbetäubend und so beeindruckend und fesselnd. Es war richtig schwer den Blick davon zu lösen.

Nach der Wanderung ging es wieder ein Stück in Richtung Jokkmokk, da der Parkplatz nicht zum Übernachten eingeladen hat. Wir stehen jetzt an einem Picknickplatz an einem See und lauschen dem Regen.

Wir merken, dass wir wirklich nördlicher sind. Es wird gefühlt gegen 16 Uhr dämmrig und 18 Uhr ist es fast dunkel. Perfekt um sich einzukuscheln. Wann ist es bei euch gerade dunkel?

Jokkmokk

Heute früh haben wir einen Elch gesehen. Er muss noch relativ jung oder ein Weibchen gewesen sein. Er hatte kein Geweih und war nich so groß.

Dann ging es weiter auf der E45. Quasi immer gerade aus. Viel Wald, Seen und Flüsse sind an uns vorbei geflogen. Wobei wir das Tempo hier auf den Straßen mögen. Die Menschen sind geduldig und drängeln nicht, auch wenn wir nicht Maximalgeschwindigkeit fahren.

In der Hoffnung ein paar Rentiere zu sehen sind wir kurz von der Straße abgebogen und haben einen kleinen Bogen über kleinere Straßen gemacht. Aber uns haben keine Rentiere gefunden.

Wir haben heute den Polarkreis passiert und sind jetzt in Jokkmokk. In der Stadt waren wir im Ájtte Museum. Es ist ein Museum über die samische Kultur und gleichzeitig Begegnungsstätte und Restaurant. Die Ausstellungen waren wirklich toll gemacht und es gab ein Handout mit Erklärungen zu den Räumen auf Deutsch.

Danach waren wir noch im Supermarkt. Ich glaube so langsam sind wir in Schweden angekommen.

Sandseleforsen Naturreservat

Gestern Morgen kam die Sonne raus. Wir haben wie immer in Ruhe gefrühstückt und sind dann in Richtung Östersund gestartet. Wir wollten dor zum Woolpower Fabrikverkauf. Wir mögen beide gern Wollsocken. Danach ging es noch kurz in den Baumarkt.

Ansonsten hatten wir für gestern geplant ein bisschen mehr zu fahren, um in den Norden zu kommen. Wir haben die Grenze zu Lappland passiert und viel Natur vom Auto aus angewundert. Die Seen und Flüsse sind so beeindruckend hier. In so einer Dichte haben wir noch nie so viele von ihnen gesehen.

Die Nacht haben wir an einem Wanderparkplatz zum Sandseleforsen Naturreservat verbacht. Wir sind auch ein Stück den Weg entlang gegangen, aber er war so nass und stand teilweise unter Wasser, dass wir schnell wieder umgedreht sind.

Bevor wir kochen konnten mussten wir unseren Kocher noch etwas reinigen. Er hat ein winziges Loch, aus dem das Gas strömt und das setzt sich mit der Zeit etwas zu. Jetzt geht er auf jeden Fall wieder. Kennt ihr das von euren Gaskochern auch?

Tysjöarna Naturreservat

Wir sind heute in einer Wolke aufgewacht. Es kurz nicht geregnet und um uns war alles voll Nebel.

Wir sind heute wieder viel gefahren, um noch etwas nördlicher zu kommen. Die Landschaft und die Häuser verändern sich. Wir sind an mehreren Skigebieten vorbei gefahren und an vielen Seen und Flüssen. Unser Ziel war heute Östersund. Da sind nur kurz durch gefahren, um zum Tysjöarna Naturreservat zu kommen. Dort angekommen hörte der Regen tatsächlich kurz auf und wir konnten unseren Spaziergang trocken starten. Unterwegs fing es dann wieder an zu regnen. Wir sind über Stege und Brücken um einen See gelaufen. Überall standen Birken. Hier tragen sie schon kein Laub mehr. Viele Birken waren abgestorben und mit Baumpilzen übersät. Einen Specht konnten wir auch beobachten.

Als wir zum Auto zurück kamen, saß Blondi auf dem Fahrersitz und beobachtete alles. Das war das erste mal, dass sie über Mavins Box nach vorn geklettert ist; und das obwohl sie mit der Leine am Sitz festgemacht war.

Leider hat uns immer noch kein Elch gefunden und natürlich auch noch kein Rentier. Aber dafür ein paar Fasane und Schwäne.

Am Abend hörte der Regen wieder auf und es wurde fast warm.

Sonfjällets Nationalpark

Wir sind immer wieder beeindruckt von der Landschaft, die uns hier umgibt. Wir sehen beeindruckende Seen und Flüsse und alles wird von dunklem Nadelwald mit bunten Akzenten umgeben.

Wir sind heute über eine Hochebene gefahren. Sie war von Moor und rotem Gras überzogen. Es sah so magisch aus. Unser Ziel war heute der Sonfjällets Nationalpark. Er ist einer der ältesten Nationalparks in Schweden. Die Bäume sind niedrig und von Flechten bewachsen. Es gibt viele kleine knorrige Birken und überall liegt ihr gelbes Laub. Der Berggipfel und das Tal verschwinden in den Wolken. Wir sind nur eine kleine Runde gewandert, da es immernoch regnete und wir relativ schnell nasse Füße hatten. Das Wasser vom Berg fand nämlich unseren Wanderweg auch sehr schön.

Jetzt stehen wir hier auf dem Parkplatz und sind eingekuschelt. Draußen regnet es noch immer. Falls der Regen morgen früh etwas pausiert, gehen wir vielleicht nochmal eine Runde.

Mora

Heute ging es für uns erst nach Leksand. Wir wollten eigentlich erst ein Naturmuseum, aber das hat ab Oktober geschlossen. Wir merken hier immer wieder, dass die Urlaubssaison vorbei ist. Viele Anziehungspunkte sind nur bis Ende September geöffnet.

In Leksand haben wir uns dann stattdessen die Kirche und den parkähnlichen Friedhof angesehen. Und direkt neben der Kirche gab es noch ein altes Wikingerdorf zu besichtigen.

Dann ging es weiter nach Nusnäs in die Werkstatt der Dalapferde. Die Werkstatt hatte zum Glück geöffnet und wir konnten zusehen, wie so ein Pferd entsteht. In der ersten Werkstatt wurden wir direkt von einem Duft von Holz umfangen. Es war spannend zu sehen, wie sich die Pferde entwickelt haben und wie unterschiedlich ihre Bemalung war.

Wir haben dann noch kurz in Mora gestoppt und sind eine Runde durch die Stadt gelaufen. Das Wetter ist immernoch ziemlich regnerisch, so dass wir uns nicht lange draußen aufgehalten haben.