Alltag

Auch unterwegs zieht irgendwie Alltag ein. Gerade hier auf dem Hof geht das schnell. Was die ersten zwei Wochen noch neu war, ist jetzt Routine. Frühstück machen, Schafe füttern und die Männer zu ihren Damen lassen, Heu vorbereiten.

Heute wollten wir neue Trinkplätze bauen. Einen haben wir auch fertig gebaut. Es war ziemlich kalt in der Werkstatt und ich war froh als die Halterung fertig war. Vor dem Füttern haben wir dann leider festgestellt, dass uns Anders nur den halben Trinkplatz gezeigt hat. Der Trinkplatz besteht eigentlich aus zwei Teilen mit einer Heizung dazwischen. Uns hat er am Anfang nur den oberen Teil gezeigt. So haben wir heute ganz umsonst das schöne Gestell gebaut. Am Wochenende haben wir jetzt aber erstmal frei und nächste Woche geht es von vorne los. Diesmal mit komplettem Trinkplatz.

Nikolaus

Heute morgen war es noch ziemlich dunkel als wir zum Frühstücken gegangen sind. Langsam wurde es hell und das Licht hatte einen blauen Schein. Nach dem Frühstück ging es dann mit den Schafen wie immer los. Füttern und Heu vorbereiten.

Danach waren wir einen kurzen Kaffee bei Anders senior trinken. Dazu gab es die restlichen Kekse und alte Fotos. Anders senior ist ein wirklicher Hippie. Er ist sehr freundlich und freut sich immer uns etwas aus seinem Leben zu zeigen.

Nach dem Kaffee ging es mit der Tür weiter. Wir mussten die Innenverkleidung fertig machen. Das haben wir bis zur Mittagspause gemacht und danach haben wir noch eine Schwelle für die Tür gebaut.

Während ich dann aufgeräumt und die Sachen in die Werkstatt gebracht habe, hat Thomas die restliche Verkleidung der anderen Tür beendet. Als das fertig war, gab es erstmal eine Pause bis zum Schafe füttern.

Vor dem Abendessen wollte ich noch schnell unsere Wäsche waschen. Naja, das ging leider nicht. Die Wasserleitung war mal wieder gefroren. Anders senior hatte aber zum Glück schon die Heizleitung angestellt und so konnte ich nach dem Essen dann doch noch waschen.

Kurz vor dem Essen waren auf einmal Eselrufe von draußen zu hören. Enok war ganz schnell am Fenster, um den Heiligen Nikolaus noch zu sehen. Als er vor der Tür war, war der Nikolaus schon wieder verschwunden, dafür stand ein Teller mit Süßigkeiten da.

Emilie kam mit gebackenen Männchen rein, die Enok und sie am Nachmittag gebacken hatten. Die Männchen waren sehr lecker und die Schokolade auch. Enok war total glücklich und sich ganz sicher den Nikolaus sogar gesehen zu haben.

Am Abend habe ich mich am Nadelbinding versucht. Das ist gar nicht so einfach, zumal mit einer norwegischen Anleitung.

Weihnachtsbäckerei

Hier bleibt es kalt und sonnig. Nach dem Frühstück waren wieder erstmal die Schafe dran und auf einmal stand Marvin neben uns im Stall. Mist, wo ist Blondi? Ich konnte sie zum Glück noch abfangen, bevor sie in den Stall gekommen ist. Ich hab sie schnell wieder in unser Zimmer zurück gebracht. Sie kann unsere Tür von innen öffnen, wenn wir sie nicht fest genug zu machen.

Als wir gerade beim Heu vorbereiten waren, war sie schon wieder draußen. Da war aber gerade auch eine Gruppe Schafe auf dem Hügel. Die anderen Hunde hatten sie dort hin gebracht und Blondi rannte zu ihnen. Zum Glück ließ sie sich noch abrufen. Zwar nicht beim ersten Rufen, aber immerhin. Und das mit Schafen vor der Nase ist mehr als eine erhöhte Schwierigkeitsstufe.

Den restlichen Tag waren wir damit beschäftigt die Verkleidung der Eingangstür neu zu bauen. Wir sind noch nicht fertig damit. Morgen geht es weiter.

In der Mittagspause habe ich ein paar Plätzchen gebacken. Damit wir einen leckeren Nachtisch heute haben. Es hat so schön adventlich geduftet. Ansonsten ist es hier eher wenig adventlich im Moment.

Das Dezemberlicht ist hier bläulich und die Luft ganz klar. Im Tal liegt noch kein Schnee, aber bei uns hält er sich zum Glück.

Weihnachtswerkstatt Teil 2

Heute Nacht hat es noch etwas geschneit. Heute morgen lagen dann hier so 10cm Schnee. Der Himmel klärte auf und Wind zog auf. Es war ziemlich kühl durch den Wind heute.

Nach dem Füttern und Futter vorbereiten, haben wir die Außenverkleidung der Tür fertig gebaut. Da ich Kopfschmerzen hatte und mir so kalt war, habe ich mich in unserem Zimmer etwas hin gelegt. Thomas hat die Tür allein fertig gebaut. Danach hat Thomas weiter die Werkstatt aufgeräumt und angefangen an seiner Weihnachtsidee zu feilen. Da es nicht so richtig funktionierte, wie er wollte, haben wir beim Mittagessen überlegt, was er anderes machen könnte.

Nach dem Mittag haben wir uns noch etwas hin gelegt, bevor Thomas weiter gebaut hat. Ich bin etwas später dazu gekommen und habe an meinem Teil des Geschenkes weiter gefeilt. Als wir fertig waren, haben wir noch weiter versucht die Werkstatt aufzuräumen. Das war gar nicht so einfach, da es nicht genügend Ablagen und Regale gibt, aber dafür eine Menge Maschinen und Kleinzeug. Bella kam zwischendurch immer wieder gucken, was wir machen.

Dann war auch schon wieder füttern angesagt und Zeit fürs Abendessen. Die Tage vergehen hier ziemlich schnell.

Weihnachtswerkstatt

Heute morgen haben wir nach dem Schafe füttern begonnen die zweite Tür zu tauschen. Die neue Tür ist höher als die Alte. Wir hatten Glück und mussten nur kleinere Bretter entfernen und nichts aus dem Balken schneiden. Der Rahmen passte dann wie angegossen. Bis zum Mittag hatten wir auch die Tür eingehängt und den Rahmen gesichert. Nach dem Mittag ging es mit dem Ausrichten der Tür weiter. Das war schon etwas schwieriger, da das ganze Haus an sich schief ist. Thomas hat für den Rahmen eine Verkleidung gebaut un das Schiefe des Hauses dort mit eingeplant. Die erste Seite der Verkleidung haben wir schon angebracht.

Dann haben wir angefangen etwas die Werkstatt weiter aufzuräumen, damit wir dort besser arbeiten können. Die nächsten Tage werden wir oft dort sein, da wir einiges für den Stall bauen sollen.

Thomas hat angefangen das Weihnachtsgeschenk für Enok vorzubereiten. Ich habe in der Zeit weiter die Boutique aufgeräumt.

Nach dem abendlichen Füttern, haben wir heute für Anders senior und uns gekocht. Es gab mal wieder Pasta. Mhh.

Ich habe nach dem Abendessen weiter an dem Geschenk für Isak gearbeitet. So ganz zufrieden bin ich aber noch nicht….

1. Advent

Hier ging es wie jeden Tag mit dem Schafe füttern und beobachten los. Gleich danach haben wir das Heu für den Abend vorbereitet. Der andere Wwoofer hat derweilen den Anhänger mit den Sachen vom Markt ausgeräumt.

Als wir fertig waren gab es eine Kaffeepause für uns. Etwas später sind wir mit Anders zu der Außenfarm und einem kleinen Ferienhaus an einem See gefahren. Er musste dort etwas hin bringen. Der Häuschen war wunderschön und dazu noch an einem traumhaften Ort. Danach ist er mit uns noch auf das Hochplateau gefahren, um uns das kurz zu zeigen. Die Aussicht war heute nicht ganz so gut, dafür hat es geschneit. Dort sah es auch schon richtig winterlich aus.

Am Nachmittag hatten wir dann nicht so viel zu tun. Wir haben eine lange Mittagspause gemacht und dann ein bisschen die Werkstatt aufgeräumt, damit wir morgen dort arbeiten können. Außerdem haben wir angefangen an den Weihnachtsüberraschungen für die Kinder zu arbeiten.

Ich habe später noch etwas in der Boutique angefangen aufzuräumen, da zwar alle Sachen vom Markt drinnen waren, aber nicht wirklich sortiert. Dann war es auch schon Zeit wieder zu füttern. Das Heu war heute wirklich gut und schien den Schafen auch gut zu schmecken. Sie blieben ruhig an ihren Plätzen stehen und fraßen. Wenn ihnen das Heu nicht so gut schmeckt, wechseln sie oft die Plätze und laufen umher, obwohl genügend Futter da ist.

Als wir den Stall verließen, war das wirklich ein schönes Bild. Alle Schafe fraßen ganz ruhig.

Der Schnee macht es hier jetzt alles ganz winter- und weihnachtlich, auch wenn es hier auf dem Hof nicht so adventlich geschmückt ist.

Weihnachtsmarkt

Heute morgen gab es ein schnelles Frühstück und dann ging es direkt in den Stall. Wir wollten noch etwas Zeit zum Beobachten der Schafe haben, bevor es zum Weihnachtsmarkt ging.

Wir waren sehr früh dann auf dem Markt und haben den Stand noch etwas mit Sternen dekoriert. Dann hieß es erstmal warten bis die ersten Leute kamen. Viele haben sich die Wolle und Pullover angesehen. Gekauft haben aber dann nur wenige etwas.

Der Markt war in einem Gartencenter. Zwischen den normalen Waren, waren die Stände der Händler aufgebaut. Es gab vieles aus Wolle und selbstgemachte Kekse. Ein Stand hatte wirklich wundervoll geschnitzte Messer und Bretter.

Isak wurde für den Mittagsschlaf abgeholt, so dass wir in der Zeit vor allem beim Stand blieben. Anders war auf dem Markt unterwegs. Zwischendurch waren wir noch etwas durch den Ort spazieren. Wir waren am Fluss, leider war der schon wieder aufgetaut.

Als wir zurück auf dem Markt waren, war Isak auch schon zurück und wir haben weiter auf ihn aufgepasst. Wir haben mit ihm zu der Weihnachts-Blasmusik getanzt und Späße mit ihm gemacht.

Kurz vor Ende des Marktes kam Emilie von der Arbeit zurück. Sie ist dann mit Enok und Isak zusammen der Blaskapelle in die Stadt gefolgt. Dort wurde dann später am Weihnachtsbaum die Beleuchtung angeschalten. Wir haben in der Zwischenzeit den Stand abgebaut und alles im Anhänger verstaut.

Wir sind den dreien dann mit dem Auto gefolgt, da wir die Kindersitze im Auto hatten. Am Weihnachtsbaumplatz gab es noch Kekse und Glögg. Der Glögg war ziemlich süß und so schön warm.

Dann ging es zurück, um die Schafe zu füttern. Nach dem Füttern gab es auch direkt Abendessen. Heute haben alle zusammen bei Anders senior gegessen. Ich mag es sehr gern, wenn wir alle gemeinsam dort essen.

Anders junior hatte uns auf ein Bier eingeladen nach dem Essen, das sollten wir aber ohne ihm bei Anders senior trinken. Ich denke es ist wirklich eine andere Kultur hier. Ich hatte mich schon auf einen netten Abend mit allen zusammen gefreut.

Thomas war müde und wollte nicht mehr mit zum Bier trinken kommen, so saß ich mit dem dem anderen Wwoofer und Anders senior bei ihm. Ich habe mich sehr nett mit Anders senior unterhalten. Es war trotzdem ein netter Abend.