Normal

Heute war hier ein ganz normaler Tag. Ziegen melken, füttern und auf die Weide bringen. Nur heute Nachmittag sollte ich dann alleine die Ziegen beim Grasen beaufsichtigen. Zum Glück hat mich Thierry an mein Telefon erinnert, denn promt sind auch Hermine und Helix einen anderen Weg gegangen, als ich mit den restlichen Ziegen. Thierry hat sie dann zwar zurück gebracht, aber sie sind glatt wieder abgehauen. Über den Hang, in den Garten. 

Nachdem ich gestern die beiden Böcke kämpfen gesehen habe, war ich heute alles andere als entspannt, als ich Kabu rufen hörte und Jord in seiner Nähe meinte. Doch er hatte sich nur in seiner Leine verfangen.

Aber was ist denn eigentlich normal? Hier scheint das ganz einfach zu sein. Die Tiere bestimmen den Tagesablauf. Und sonst? Ist es normal, dass wir unser Leben lang auf die Rente warten oder nicht aufhören können zu arbeiten, weil wir Angst davor haben vielleicht nicht mehr gebraucht zu werden. Wer bestimmt das? Die Gesellschaft? Aber welche? Unsere europäische Konsumgesellschaft? Will ich das? Diese Art von Leben? Was will ich? Viele Fragen gehen mir heute durch den Kopf. 

Solange sie dort herum kreisen, fällt mir wahrnehmen, spüren, da sein schwer? Warum? Weil ich dann das, was jetzt gerade passiert vielleicht gar nicht bemerke. Freundliche Menschen um mich, wunderbare Natur, die sich jeden Tag verändert. Menschen die an mich glauben und mir ihre Ziegenherde alleine anvertrauen. Die sich freuen, wenn ich da bin, auch wenn ich ihre Sprache nicht gut spreche, versuchen mir Dinge zu erklären. Also war das heute doch kein so ganz normaler Tag. 

Wieder zu dem Jetzt zu finden. Mich zu spüren.

Morgenstern

Der Tag ging heute gut los. Auf dem Morgenspaziergang mit Blondi war noch der Mond zu sehen und der Morgenstern leuchtete wunderbar. Ein guter Start in den Tag.

Als wir zurück waren, stand der Kühlschrank mitten im Raum. Eine Ratte hatte das Stromkabel angenagt. Zum Glück wirklich nur das Kabel. Das hatte Thierry dann auch ziemlich schnell repariert und alle war an seinem Platz.

Nach dem Frühstück waren dann die Ziegen dran. Leider ist das erwartete Ziegenbaby noch nicht geboren. Heute wollten die Ziegen wieder mal nicht so richtig auf die Weide. Als war ein bischen durcheinander. Ich auch, hab glatt mal der eine Hälfte vergessen die Kürbiskerne zu geben. Als die Ziegen dann zufrieden auf der Weide standen, haben wir vor dem Stall aufgeräumt es den Hühnern und Gänsen gemütlich gemacht.

Heute Nachmittag durften dann wieder alle Ziegen zusammen grasen. Wir hatten eine super Stelle, doch dann hat sich ein Teil über den Bach zur Pferdekoppel dabon gemacht. Genau da kam auch der Pferdebesitzer. Er hat zum Glück mit geholfen die Ziegen zusammen zu treiben. Leider ist er nachher mit seinem Traktor an den Ziegen vorbei gefahren. Statt zu warten bis wir sie sortiert hatten. Die Ziegen hatten ziemlich Angst vor dem Traktor. Er ist auch irgendwie immer schneller geworden und ich bin immer zwischen den Ziegen und dem Traktor hin und her gerannt, um zwei an ihm vorbei zu führen. Leider waren dann immer noch ein paar übrig, die sich in den Stall geflüchtet hatten und dann natürlich nicht so begeisterr waren mit mir zurück zu gehen.

Und da dass alles nichz schon aufregend genug war, dass sind dann auch noch welche über den Hang in den Garten abgehauen. Leider auch Jord, der dort auf Kabu, den zweiten Bock, traf. Das ist in der Paarungszeit nicht gut. Als ich dazu kam hat Kabu schon jämmerlich gerufen. Da er angebunden war, hatte er keine Chance auszuweichen. Also habe ich schnell seine Leine gekappt und dann irgendwie Jord zu fassen bekommen. Der hat sich zum Glück von mir weg ziehen lassen. Er war wohl etwas verwirrt. Schnell Joed fest gemacht und Kabu in seine Box gebracht. Dann kam zum Glück auch Thomas und wir haben Jord in seinen Stall bingen können. Danach war es wirklich entspannter. Zwei Ziegen sind zwar über den Hang nochmal abgehauen, aber da sie den Weg in die Küche gefunden haben, hat Thierry sie dann auch einsperren können. Am Emde waren dann doch alle heil in ihren Boxen.

Marvin

Heute ging es, wie jeden Dienstag hier, mit einkaufen los. Also sind wir zu viert einkaufen gefahren. Während Thierry und Elisabeth die Einkäufe erledigt haben, haben Thomas und ich die Sachen für das Abendessen besorgt. Heute Abend wollte ich etwas typisch Deutsches kochen. Als wir alles hatten, haben wir uns abgeseilt, um ein Geschenk für Thierry zu besorgen. Erst waren wir etwas planlos und sind durch die Gänge gegangen auf der Suche nach einer Idee. Wir haben dann Fotos ausgedruckt und ich einen Bilderrahmen besorgt. Nach dem Mittag haben wir beides zusammengesetz. Voila. Ein wirklich schönes Geschenk ist entstanden.

Doch nach dem Einkaufen waren erstmal die Ziegen dran. Füttern, melken und auf die Weide bringen. Das geht jeden Tag besser. Als alle alten Ziegen auf der Weide waren, haben wir im Schatten einer Eiche eine Pause gemacht und die Ruhe genossen.

Nachmittags sind wir dann mir den jungen Ziegen zu den Alten gegangen und alle konnten gemeinsam grasen. Dabei hat Thomas noch einigen Ziegen die Hufe verschnitten. Thierry hatte die Zange frisch geschärft. Das war gut. Ich habe die Ziegen fedtgehalten, damit sie nicht wieder aufstehen.

Dabei hat uns heute Marvin begleitet. Seine Pfote isz zwar noch nicht so wieder heil, aber er war glücklich zu dabei sein zu können. Er ist wirklich bemerkenswert. Ganz freundlich vom Wesen und hört super und er liebt unglaublich Stöckchen.

Leider sind ein paar der alten Ziegen auf dem Rückweg zu nah an der Straße gewesen und wir hatten sie nicht im Blick. Das fand Thierry nicht gut.
Dann war ich auch schon mit kochen dran. Ich war ziemlich nervös. Das hat man mir auch angemerkt. Thomas hat mir beim Schnippeln geholfen. Mit Gas zu kochen ist doch ein bischen anders. Beim runterdehen der Flamme ist sie mir zwischendurch ausgegangen. Zum Glück hab ich es gemerkt. Am Ende ist alles fertig geworden und ich war froh, dass es geklappt hat. Nur die rote Grütze war zu sauer.

Spaziergang

Heute war ich komischerweise die erste, die auf den Beinen war. Also habe ich mich ganz leise mit Blondi zu unserer Morgenrunde rausgeschlichen. Bis vor dem Haus hat das auch ganz gut geklappt, dann hat sie angefangen zu bellen. Kurz darauf kam auch schon Captain hinter uns her gelaufen. Blondi ist glaub ich vor einem Gartenstuhl oder einem Huhn erschrocken und hat Captain mit ihrem Gebell geweckt. Wir konnten bei umserer Runde die Sonne aufgehen sehen und hatten dabei unser ganz privates Konzert. Es haben heute so viele Vögel gezwitschert, wie die ganzen anderen Tage nicht.

Nachdwm die Ziegen heute gemolken waren ging es für alle gemeinsam auf eine andere Wiese. Da Paarungszeit ist und die ganz jungen Ziegen von diesem Jahr noch keine Babys bekommen sollen, mussten sie erstmal im Stall bleiben. Auf der Weide durften alle Ziegen frei laufen. Wir mussten nur aufpassen, dass sie nicht zu den Eichen am Rand liefen und zu viele Eicheln fressen. Es war wirklich schön den Ziegen beim fressen zuzusehen. Sie strahlen dabei eine wunderbare Ruhe aus. Helix (eine der Ziegen) hat sich zwischendurch zu Thierry gelegt. Das war ein schönes Bild. Gegen Mittag haben wir dann die Weide gewechselt und sie erstmal alle wieder einzeln fest gemacht.

Nachmittags hat erst Marvin einen neuen Verband für seine Pfote bekommen, da sie ihm immer noch weh tut. Dann sind wir mit den kleinen Ziegen zu den anderen auf die Weide gegangen, damit sie dort noch in Ruhe frei laufen und fressen konnten. Die Ziegen mögen dieses Gelände. Dort stehen viele Bäume zum Schuppern, es gibt genügend Schatten und viel Brombeersträucher zum Fressen. Die jungen Ziegen sind so neugierig, dass sie immer wieder gucken kommen, was wir machen und auch mal an meinem T-shirt versuchen zu zupfen. Da wir viel Zeiz hatten, haben noch ein paar Ziegen ihre Pediküre bekommen. Dabei war diesmal auch Jord dran. Der fand das nicht so lustig seine Avoncen an den Damen zu unterbrechen. Zum Glück war Thierry bei ihm wirklich schnell fertig.
Als wir mit der Arbeit fertig waren, bin ich mit Blondi auf eine Wiese gleich in der Nähe gegangen. Sie konnte dort nach Herzenslust toben und buddeln. Das war total schön zu beobachten. Später kam Thomas noch mit Marvin und Captain dazu. Blondi umd Captain haben dann angefangen gemeinsam ein Loch zu buddeln. Das war wirklich lustig anzusehen, da es so wirkte, als wüsste Captain gar nicht warum Blondi das macht. Er wollte einfach nur mitmachen.

Obwohl es schon relativ spät war, war es noch richtig warm. So konnzen wir ganz in Ruhe darauf warten, dass alle drei Hunde von alleine zu uns kamen und sich zu uns setzten.

Wanderung

Heute ging es schon früh los. Da Sonntag eher frei ist, wollten wir eine Wanderung machen. Aber erst haben wir noch den frischen Käse abgefüllt, bevor uns Thhierry mit dem Auto nach Montluçon gebracht hat.  Wir sind dann am Kanal Berry entlang zurück zu gegangen nach Vallon en Sully. Das sind so 20km. 

Blondi war mit dabei. Marvin konnte leider nicht mit, da seine Pfote immer noch nicht in Ordnung ist. Blondi war super. Sie ist ab und zu in drn Wald gerannt oder aufs Feld weil sie da eine Spur hatte, aber sie kam immer wieder rrlativ zügig zurück. Auch sonst lief sie nicht zu weit nach vorne raus. Wenn sie zwischendurch zu dreckig war, da sie sich ja gern in allen möglichen wälzt, konnte sie im Kanal baden.

Die Strecke war richtig schön. Da man an beiden Seiten am Kanal lang gehen kann, haben wir uns meist für die naturbelassenere Seite entschieden. Das war auch gut für Blondi, so konnte sie fast ohne Fahrradfahrer laufen. Wie haben tolle Baumpilze gesehen, die Spuren von Bibern und Spechten und einen alten Baum in dem Hornissen ihr Nest haben. 

Thierry hat uns ein Picknick zum Mittag mitgegeben. Das war gut. Und wir haben auch einen sehr schönen Picknickplatz gefunden. Blondi war da schon wirklich froh über die Pause. Sie hat sich neben uns ein Loch gebuddelt und sich dann rein gelegt, um sich abzukühlen.

In Ballon haben wir in der Bar noch ein Bier getrunken und auf Thierry gewartet, der uns wieder abholen kam. Dadurch dass der Aufbruch so hecktisch war habe ich mein Pac-Tuch dort vergessen. Ich hoffe dass es noch dort ist, wenn ich in der Woche nochmal vorbei fahre.

Claire (eine der weißen Ziegen) war heute in der heißen Phase, aber Jord war mit seinen Avoncen nicht schnell genug, bzw war ed auch schon ein bischen zu spät. So dass die schnell das Interesse verloren hat. Das spätere Ziegen rein holen ging dann auch relativ schnell. Das war auch ganz gut, da wir so müde waren.

Wellnesstag

Heute war nochmal Markttag. Elisabeth hat die Nacht im Krankenhaus gearbeitet und ist dann nach nur einer Stunde Schlaf zur Arbeit gefahren. Das ist echt so hart, nach der Nacht auf den Markt zu gehen. Und heute Nacht arbeitet sie schon wieder.

Jord ist mir heute ausgebüxt. Ich habe seine Tür geöffnet und in nicht gleich zu fassen bekommen. Also ist er zu seinen Mädels losgelaufen. Da aber alle Türen noch verschlossen waren, ist er zur Weide gegangen. Als er dann endlich mal stehen blieb und nicht immer Captain ihn weiter jagde, konnte ich ihn mit zwei Eicheln dazu bewegen ein paar Schritte mit mir zu gehen, um ihn dann anzubinden. Eicheln, mag Jord, direkt nach Äpfeln sehr gerne. Zum Glück hatte ich die beiden noch einstecken. Dadurch dass Jord dann schon auf der Weide war, ließen sich die anderen Ziegen ganz gut dazu bringen und es war wesentlich entspannter. 

Nach den Ziegen war der Käse dran. Wir mussten den neuen Käse ansetzen und den gestrigen einmal drehen und salzen. Dann waren auch schon Thierry und Elisabeth zurück vom Markt.

Nach dem Mittag bekam Chippy (die alte, noch stinkende Bessedhound-Hündin) ihr Wellnessbad. Naja erst wollte sie nicht mit nach draußen, sie hat sich wohl an das letzte Mal erinnert. Aber als sie dann einmal in dem Plantschbecken stand, hat es ihr glaub ich gefallen. Sie ist ganz ruhig stehen geblieben und hat sich das einschäumen gut gefallen lassen. Und das abrubbeln mit dem Handtuch fand sie richtig gut. Dabei hat sie ganz wohlig gekrunzt. Und da wir gerade schon bei der Wellness waren, hat sie gleich noch die krallen geschnitten bekommen. Danach konnte sie gleich viel besser und schneller laufen. Heute Abend ist sie richtig durch die Küche geflitzt.
Da das Wetter hrute so schön war, sind wir zeitig zu den Ziegen, damit die lange frei laufen können. Helix war heute morgen beim Melken schon do unruhig und sie wackelte die ganze Zeit mit ihrem Schwänzchen. Als dann alle Ziegen frei laufen konnten, wollt Jord immer nur zu ihr. Und heute durfte er tatsächlich auch. Das war wie Tanz, der schön snzusehen ist. Helix war ganz entspannt. Und die beiden sind immer wieder in Kreisrn umeinander gegangen, bis sie endlich die richtige Position hatten. Als alled vorbri war, wollte Helix nur noch in Ruhe fressen, aber Jord ist ihr immer weiter hinterher. Die anderen Ziegen hatten dadurch Ruhe, aber Helix dafür umso weniger. Beim reinbringen mussten wir dann ein paar Ziegen aus dem Garten holen. Die sind den Hang einfach direkt hochgelaufen beim Fressen, statt mit uns den Weg zu gehen.

Muscheln

Heute morgen war es noch ziemlich neblig als wir zum Markt gefahren sind, aber die Sonne war schon zu erahnen. Elisabeth ist heute allein beim Markt geblieben und wir sind zurück gegahren, um uns um die Ziegen zu kümmern. Auf dem Weg zu den Ziegen haben wir noch an allen Pilzwiesen angehalten und nach Pilzen geguckt. Wir haben wieder einen wunderschönen gefunden. Jetzt wachsen hier gleichzeitig viele schöne Fliegenpilze. Die sind mit ihrer roten Kappe auch toll anzusehen.

Thierry hat, während wir die Ziegen versorgt haben, Elisabeth Käsenachschub gebracht und den neuen Käse abgefüllt. Heute waren die Ziegen schon richtig ungeduldig, da wir ziemlich spät dran waren. Dafür ging das auf die Weide bringen dann richtig gut. Sie sind uns fast von allein gefolgt. Das war ein gutes Gefühl.

Da Thierry dann alleine zum Markt gefahren ist, um den Stand abzubauen, hatten wir etwas Zeit und Blondi konnte ohne Angst vor Thierry zu haben das Haus erkunden. Die Hunde verstehen sich wirklich gut miteinander, auch wenn Captain manchmal eifersüchtig wird und dann Aufmerksamkeit sucht. Kurz bevor Thierry und Elisabeth ankamen, stand eine Dame vor der Tür, die Käse kaufen wollte. Die Frau kommt sonst immer auf den Markt und war etwas überrascht, dass die beiden noch nicht zurück waren. Zum Glück hat Thomas mit ihr gesprochen.

Mittags waren wir bei Jojo (Thierrys Freund) zum Essen eingeladen. Er hat gegrillt. Und zwar Muscheln. Und da waren ganz viele entsetzte Gesichter um mich, als ich gesagt habe, dass ich noch nie Muscheln gegessen habe. Und ja ich habe sie probiert. Elisabeth hat mir gezeigt, wir man die isst. Wenn ich nicht darüber nachgedacht habe, was ich da gerade esse, hat es sogar ganz ok geschmeckt. Aber dicke Freunde werden wir sicher nicht, die Muscheln und ich. Jojo war wie immer sehr freundlich. Er hat immer so langsam gesprochen, dass ich es auch verstanden habe. Von dem restlichen Gespäch habe ich nur Bruchstücke mitbekommen. Das war einfach zu schnell.

Als wir dann zurück waren, sind wir erstmsl eine große Runde mit den Hunden gegangen. Das war gut. Quer über die Felder. Die Aussicht war toll. Und die Hunde konnten super frei laufen. Leider hat Blondi kurz bevor wir zurück wollten  die Schafe entdeckt. Sie hat natürlich dann auch noch ein Loch im Zaun gefunden. Also bin ich ihr hinterher. Ich war diesmal etwas schneller, aber die andern beiden Hunde haben dann auch noch mit gejagd. Am Ende hatte ich dann aber Captain und Blondi. Marvin war bei Thomas.

Als dann auch die Ziegen wieder im Stall waren, haben wir noch zusammen gekocht. So viel Pilze wie hier habe ich noch nicht gegessen. Und auch noch nie gefunden.

Souvigny

Wie immer geht es mit den Ziegen los. Füttern, Melken, auf die Weide bringen. Wobei das auf die Weide bringen mit der schwierigste Teil ist. Vorallem weil Jord, der große Bock, gerade große Frühlingsgefühle erlebt. Es ist Paarungszeit und er ist im 7. Himmel. Leider wollen seine Frauen nicht so wie er will, so wird er bis jetzt immer zurück gewiesen.

Dann war die nächste Box dran. Das hat heute ziemlich lange gedauert, da wir immer noch nur eine Mistgabel haben und es eine der größten Boxen war. Wir waren echt hungrig danach.

Nachmittags waren wir mit Thierry in Souvigny, neue Gefäße für den „fromage blanc“ kaufen. Den gibt es in Deutschland so gut wie gar nicht. Das ist ganz frischer Käse, der gemeinsam mit der Käseflüssigkeit abgefüllt wird. Der Laden war ein Spezialgeschäft in dem es alles mögliche für die bäuerliche Tierhaltung gab. Der Ort war so 25 km von hier entfernt und hat eine wunderbare alte Kirche, in der man die verschiedenen Epochen der Erweiterung erkennen kann. Auf ihr steht eine rote Madonna. Durch den Ort führt ein Teil des Jakobsweges. Schon fühl ich mich etwas zu Hause und verbunden mit den Menschen da. Die Muschel zu sehen und mich als einen verbundenen Teil zu begreifen ist wunderbar. Der Ort an sich war auch wunderschön, doch durch den Weg bekommt er doch etwas besonderes.

Beim Abendessen dann die Frage was typisches deutsches Essen ist und ob ich nicht mal etwas davon kochen könnte. Aber was ist typisches deutsches Essen? Und kann ich das den? Oje, hat einer eine Idee? 

Montluçon

Heute ging es mit Käse machen los. Die Ziegen geben zwar nicht mehr so viel Milch, dafür ist sie ziemlich gehaltvoll. Die Käse werden zur Zeit ziemlich groß. Im Stall ging es dann wie die letzten Tage auch weiter. Die Ziegen konnten beidem schönen Wetter auch den ganzen Tag raus. Leider war Marwins Pfote noch nicht wieder ok, so dass uns nur Captain begleitet hat. Dann war auch schon die nächste Box dran. Langsam ist das schon ein richtiger Mistberg der sich da im Garten auftürmt.

Am Nachmittag waren wir in Montluçon, um Stoff für eine neue Thekenplane zu kaufen und uns die Stadt anzusehen. Die Stadt ist schon ein ganz schöner Kontrast zu der Natur hier. Wir waren in einer der Kirchen. Dort hat sich gerade eine Gruppe von Leuten an der Orgel versucht. Ich mag diese tiefen Orgeltöne sehr. An mehreren Stellen in der Stadt standen Gruppen mir einzelne Schuhe und Fähnchen daran. Es ging dabei um Flüchtlinge. Hallo Realität. Die einzelnen Fähnchen schienen von Flüchtlingen beschriftet wurden zu sein. Mich hat das sehr berührt und gleichzeitig lief mir auch ein Schauer über den Rücken. Mich macht es wütend wenn du ich darüber nachdenke wie wir uns hier in Europa verhalten. Ja Obergrenzendiskussionen kommen auch in Frankreich an meine Ohren.

Als wir wieder hier waren, mussten Ziegen noch schnell versorgt und von der Weide geholt werden. Zum Glück hatten wir heute morgen schon einige Boxen vorbereitet, so ging es echt super schnell. Nach dem Abendessen, wo es unsere gesammelten Pilze gab, bin ich mit den drei Hunden alleine noch eine Runde raus. Das hat wirklich gut funktioniert. Und dazu gab es nochh einen wunderschönen Sternenhimmel.

Pediküre

Heute musste erstmal der Wocheneinkauf gemacht werden, bevor es zu den Ziegen ging. Die haben sich nazürlich riesig gefreut, als wir endlich da waren. Thomas und ich haben schon mal amgefangen, während Thierry noch die Einkäufe weg sortiert hat. Ich bin immer wieder fasziniert, wie unterschiedlich die Ziegen sind. Da ist jede für sich ein ganz eigener Charakter und nicht jede, kann mit jeder. Das habe ich heute auch mal wieder etwas härter gespürt, als wirdie Ziegen auf die Weide gebracht haben. Gleich zweimal hatte ich welche zusammen, die noch etwas klären mussten. Beim ersten Mal habe ich nicht aufgepasst und promt selbst etwas abbekommen. Und das auch noch von Ibiza, meiner Lieblingsziege.

Auf der Runde mit den Hunden haben wir heute nicht soviele Pilze gefunden, aber für mich ist es toll zu sehen wie Blondi gerade nochmal wächst. Sie streunt vorallem mit Marwin durch den Wald, aber ihr Radius um uns wird dabei doch kleiner und sie kommt auch schon schneller zurück. Auch wenn ich jetzt langsam schon Muskelkater vom Pfeifen habe. Am Hof hat sich Blondi noch ein Bad im Gänseteich gegönnt. Die Gänse waren davon nicht so begeistert.

Thierry hat ein Fahrrad gekauf, das habe ich nach dem Essen etwas eingestellt. Ich muss wohl ziemlich glücklich dabei ausgesehen haben, da Thomas mich nachher gleich gefragt hat, ob mir das Spaß macht. Ja es macht mir Spaß, vorallem wenn es nachher auch funktioniert. Ach mist da fällt mir ein, dass das Rad noch draußen steht. Hoffentlich regnet es heute Nacht nicht.

Nachmittags war dann wieder eine Box dran. Thierry wollte dann aber nicht dass wir sie bis ganz zum Grund misten. Schon etwas komisch, vorallem weil das auch die Ratten eindämmen würde. Er wollte das wir mit den Ziegen gehen. Also haben wir das gemacht. Er kam dann mit einer Zange zum Hufe schneiden. Und es gab für die ersten eine Pediküre. Die Ziegen waren so neugierig, dass sie immer wieder gucken kamen was wir da machen. Spannend ist, dass der gesäuberte Huf ganz intensiv nach Ziege riecht. Und ich finde bei jeder Ziege auch etwas anders. Und selbst im Liegen fressen sie noch gern Eicheln. Heute ging dann das in den Stall bringen auch wirklich gut.

Ich habe noch ein paar Birnen im Garten aufgelesen, aber die müssen noch eine Weile liegen. Die sind noch ganz hart und schmecken gar nicht gut.