Madise

Und noch ein Pausentag. Heute ging es mir wieder besser, aber um wirklich sicher zu sein, dass ich fit bin, haben wir noch einen Tag Pause eingelegt.

Ich habe viel gelesen und konnte die Natur genießen.

Am Vormittag war ich hier im Gottesdienst. Ein protestantischer Gottesdienst ist ja für mich eh schon ungewohnt und dann in Estnisch. Ich hatte mir erst kein Buch genommen, da ich dachte ich kann eh nicht mitsingen. So ging es mir ja in Finnland. Die Pastorin gab mir dann aber doch ein Buch und zeigte mir die Seiten. Das Buch hatte nämlich einen Teil mit dem Gottesdienstablauf und so konnte ich doch ganz gut folgen. Das erstaunliche finde ich immer, dass deutschsprachige Kirchenlieder oft in Übersetzung zu finden sind. So konnte ich gut mitsingen. Das estnische spricht sich fast so aus, wie geschrieben, wenn ich das richtig heraus gehört habe. Es gab aber auch ein Lied, welches ursprünglich aus Finnland kam. Das war so schön und hatte eine wirklich tolle Melodie. Ganz anders als deutsche Kirchenliedmelodien, die oft schwer wirken. Das Lied war eher leicht und lebendig, wie ein windhauch.

Zur Kommunion gab es Mundkommunion. So mein erstes Mal. Naja das ist wirklich gewöhnungsbedürftig und ganz anders. Es hat etwas spezielles und irgendwie fühlt es sich ehrwürdig an. Ich habe da gerade ein besseres Wort dafür. Der Gottesdienst war nicht gut besucht. Wir waren mit der Pastorin vielleicht 6 Leute und alle „Einheimischen“ saßen in den Reihen hinter mir, obwohl ich mich schon weit hinter gesetzt hatte. Das war nicht so gut zum Abgucken, wann gestanden wird. Trotz der wenigen Leute hat jemand die Orgel gespielt. Das war schön.

Wir haben uns vorgenommen, wieder mehr auf Pausentage zu achten und die wirklich auch ruhig zu verbringen. Uns allen tun diese Tage gut. Die Hunde sind wirklich viel ausgeglichener und scheinen die Ruhe auch zu genießen.

Am Nachmittag habe ich etwas Ukulele geübt und Thomas hat ein paar Fotos gemacht und im Internet gesurft. Nebenbei haben wir jede Menge Blut für die Mücken gespendet. Jetzt liegen wir km geschlossenen Zelt und die Mücken warten draußen auf uns.

Madise

Und noch ein Pausentag. Heute ging es mir wieder besser, aber um wirklich sicher zu sein, dass ich fit bin, haben wir noch einen Tag Pause eingelegt.

Ich habe viel gelesen und konnte die Natur genießen.

Am Vormittag war ich hier im Gottesdienst. Ein protestantischer Gottesdienst ist ja für mich eh schon ungewohnt und dann in Estnisch. Ich hatte mir erst kein Buch genommen, da ich dachte ich kann eh nicht mitsingen. So ging es mir ja in Finnland. Die Pastorin gab mir dann aber doch ein Buch und zeigte mir die Seiten. Das Buch hatte nämlich einen Teil mit dem Gottesdienstablauf und so konnte ich doch ganz gut folgen. Das erstaunliche finde ich immer, dass deutschsprachige Kirchenlieder oft in Übersetzung zu finden sind. So konnte ich gut mitsingen. Das estnische spricht sich fast so aus, wie geschrieben, wenn ich das richtig heraus gehört habe. Es gab aber auch ein Lied, welches ursprünglich aus Finnland kam. Das war so schön und hatte eine wirklich tolle Melodie. Ganz anders als deutsche Kirchenliedmelodien, die oft schwer wirken. Das Lied war eher leicht und lebendig, wie ein windhauch.

Zur Kommunion gab es Mundkommunion. So mein erstes Mal. Naja das ist wirklich gewöhnungsbedürftig und ganz anders. Es hat etwas spezielles und irgendwie fühlt es sich ehrwürdig an. Ich habe da gerade ein besseres Wort dafür. Der Gottesdienst war nicht gut besucht. Wir waren mit der Pastorin vielleicht 6 Leute und alle „Einheimischen“ saßen in den Reihen hinter mir, obwohl ich mich schon weit hinter gesetzt hatte. Das war nicht so gut zum Abgucken, wann gestanden wird. Trotz der wenigen Leute hat jemand die Orgel gespielt. Das war schön.

Wir haben uns vorgenommen, wieder mehr auf Pausentage zu achten und die wirklich auch ruhig zu verbringen. Uns allen tun diese Tage gut. Die Hunde sind wirklich viel ausgeglichener und scheinen die Ruhe auch zu genießen.

Am Nachmittag habe ich etwas Ukulele geübt und Thomas hat ein paar Fotos gemacht und im Internet gesurft. Nebenbei haben wir jede Menge Blut für die Mücken gespendet. Jetzt liegen wir km geschlossenen Zelt und die Mücken warten draußen auf uns.

Ausrüstung – Reparatur

Heute stelle ich euch unsere Reparaturausrüstung vor. Sie ist nicht groß, aber dennoch sehr wichtig. Einerseits spart sie uns viel Geld und anderseits Ressourcen. Sie besteht aus mehreren Teilen. Einmal die Sachen zur Reparatur unserer Kleidung. Da sind Nadel und Faden unerlässlich. Dazu kommen noch Sicherheitsnadeln, Klebestreifen bzw. Panzertape, Stopper und etwas Wolle. Auf dem Foto ist noch ein Spitzer, der gehört zum Schreibzeug. Der Spitzer passt nur so gut mit in die Dose.

Unsere Reperaturen sehen nicht immer gut aus, aber sie halten. Ich bin nicht gut im Löcher stopfen, aber mit jedem Loch wird es besser….

Dann ist da noch unsere Reparaturausrüstung für das Zelt, die Isomatten, die Rucksäcke und alle größeren Sachen.

Wir haben vetschiedene Patches für das Zelt und die Isomatten mit. Die Patches sind sehr praktisch, da sie schon mit Kleber versehen sind. Wir haben damit auch Thomas Jacke reparieren können. Wir haben aber auch verschiedene Stücke ohne Kleber. Für das Zelt und die Rucksäcke zum Beispiel. Dazu kommen noch verschiedene Kleber, Ersatzschnallen, Ringe, Leinen, Knöpfe, ein Stück für die Zeltstangen und eine Membran für das Isomattenventil.

Bei unserem Zelt und einer Isomatte, war ein Reparaturset dabei. Für die Thermarest Matte haben wir ein Set dazu gekauft. Der Rest kam so Stück für Stück dazu. Wir hoffen natürlich so wenig wie möglich davon zu brauchen.

Madise

Wir haben heute einen ungeplanten Pausentag eingelegt. Meine Nacht war nicht gut und heute morgen bin ich mit Fieber aufgewacht. Ich habe den ganzen Tag im Zelt gelegen geschlafen und gedöst. Thomas hat versucht etwas Schatten im Zelt zu erzeugen, damit es nicht so heiß wird. Er hat sich um die Hunde gekümmert und der Frau und später der Pastorin, als sie hier waren Bescheid gesagt. Wir wollten ja nur eine Nacht bleiben.

Am Vormittag hat sich das ganze Dorf km Pfarrsaal versammelt. Ich habe es nur gehört, da mich heute wirklich keiner so richtig aus dem Zelt bekommen hat. Und jetzt wird weiter geschlafen…

Madise

Heute muss ich euch mal wieder auf morgen vertrösten. Ich bin total müde. Der Post kommt dann morgen hier drunter….

Gestern morgen schien schon die Sonne wunderbar, als wir starteten. Es ging erst zum Leuchtturm und von dort weiter entlang der Steilküste. Da uns der Weg mit den Hunden zu nah am Abgrund war, sind wir etwas mehr in Richtung Land gelaufen.

Der Weg stand dort aber teilweise unter Wasser. Das Wasser hat sich letzte einen Weg in meinen Schuh gesucht. Also hieß es kurze Pause und Schuhe wechseln. Gut, dass ich das Wechselpaar noch nicht zurück geschickt habe.

Kurz vor einer Militärzone bog der Weg auf die Straße ab. Wir waren dann schnell im ersten Ort. Dort mussten wir noch unsere Vorräte auffüllen. Auf einer Wiese haben wir dann gleich noch unsere Mittagspause gemacht.

Aus der Stadt raus, kamen wir durch ein ziemlich großes Industriegebiet und an einer Kaserne vorbei. Von jetzt an war der Weg fast nur noch auf der Straße. Wir haben wo es ging längere Wege in Kauf genommen, um nicht an der Straße zu sein. An einer Stelle haben wir einen Schlenker durch einen kleinen Ort gemacht. Dort war alles so grün und es wirkte so idyllisch.

Die Straße war nicht angenehm zu laufen. Es war zwar nicht so viel Verkehr, aber der bestand vor allem aus Lastwagen und Schwerlasttransporten, die ziemlich schnell unterwegs waren. Auf der Straße gab es auch keinen Schatten und wir waren sehr froh, als wir die Kirche von Madise endlich erreichten.

Die Pastorin war mit einer Freundin hier und hat uns Wasser gegeben und gleich zum Grillen eingeladen. Am Abend fuhren beide zurück nach Tallinn und hier war es, außer den Mücken, wunderbar still. Ich war von dem Tag unglaublich müde und habe auch etwas zu viel Sonne bekommen.

Kersalu

Heute morgen war es noch immer windstill und dadurch angenehm warm. Das war ein guter Start in den Tag. Der Weg führte dann durch ein kleines Wäldchen, entlang des Schilfgürtels. Er zweigte nach dem Schilf recht schnell zum Strand ab. Der Weg führte über Stege aus Holz durch das letzte Stück des Schilfes. Dann ging es weiter durch den Sand und die Dünen, immer der Küste folgend.

Kurzzeitig ging es immer mal etwas durch Wälder und nicht direkt am Strand entlang. Gegen Mittag kam Wind auf und uns wurde davon schnell kalt. Im Schatten hatten wir dadurch nur eine kurze Mittagspause. Der Weg führte an einer weiteren Steilküste entlang, aber diesmal erst am Wasser. Wir konnten große abgebrochene Stücken sehen und mussten immer wieder etwas klettern. Da das Wegstück im Schatten lag, waren wir froh als es endlich die Küste rauf und in die Sonne ging.

Bei einer Pause hörten wir es im Gebüsch rascheln. Blondi hatte sofort ihre Nase in der Luft. Nicht viel weiter kreuzten die Rehe dann unseren Weg. Es war eine Mutter mit ihrem Jungen. Blondi konnte sich kaum beruhigen. Sie bellte lange und wir kamen nur langsam voran.

An einem Grillplatz haben wir uns noch einen Kaffee gekocht und nochmal Energie für die letzten 5km aktiviert. Der Weg führte uns an einer Stelle mit vielen Pilzen vorbei. Wir vermuten es sind Morcheln. Da wir uns aber nicht sicher sind, haben wir keine mitgenommen.

Kurz nach einem kleinen Fluss haben wir heute gestoppt. Wir können den Leuchtturm von unserem Zelt aus sehen und haben es trotzdem recht windstill. Um unser Zelt steht Löwenzahn. Thomas kocht gerade für uns und wir sind froh angekommen zu sein. Wir sind heute seit langem mal wieder über 15km gelaufen, trotz schwerer Rucksäcke. Wenn das Wetter etwas verlässlicher warm ist, werden wir nochmals alles durchsortieren. Mit leichteren Rucksäcken läuft es sich besser.

Laulasmaa

Heute morgen ging es bei uns wieder spät los. Unsere Hunde haben uns zwar immer wieder etwas geweckt, wenn sie mal wieder bellen mussten, aber wir sind immer wieder eingedöst. Als wir dann aufgestanden sind, war Kathrin gerade bei den Hunden draußen.Wir haben erstmal einen Kaffee gemacht und getrunken. Wir hatten gesagt, dass wir den Vormittag ruhig angehen und noch dort verbringen. Kathrin war bis mittags dann arbeiten. Wir haben in der Zeit unsere Wäsche gewaschen, Rucksäcke gepackt, waren mit unseren Hunden draußen…Als sie zurück kam, konnte ich noch schnell an ihren Computer meine Steuererklärung vorbereiten. Endlich habe ich das richtige Feld gefunden. Mit dem Handy bin ich fast verrückt geworden, da es die Homepage nie passend angezeigt hat.Dann ging es los. Kathrin hat uns noch zum Grillplatz an den Strand gefahren. Von dort ging es dann immer weiter am Strand oder nahe zu ihm entlang. Kurz vor einem kleinen Hafen mussten wir quasi abbiegen. Kathrin hatte uns schon gewarnt, dass der Weg dort nicht so gut ausgeschildert ist. So war es auch und wir mussten immer wieder auf die Karte gucken. Zwischendrin standen wir aber von lauter grün umgeben an einen wundervollen Platz. Das war so gut. Dann ging es halb am Strand, halb in den Dünen weiter. Eigentlich sollte der Weg größtenteils in den Dünen lang gehen oder bzw hinter dem Strand, aber oft waren dort Gärten und kein Weg mehr zu sehen oder der Weg war zu erahnen, aber von Rosen zugewachsen. Also sind wir immer wieder auf den Strand ausgewichen. Hier war eher Steinstrand und das Laufen war angenehm. Als der Weg dann wieder besser war, war er auch gleich an jedem dritten Baum markiert. Es ging unter den Pinien durch die Dünen, immer an der Küste entlang. Es war ein wirklich schöner und angenehm zu laufender Weg.Wir sind an ein kurzes Stück Steilküste gekommen. Und dann waren wir auch schon der nächsten Stadt nahe. An einem Fluss konnten wir Wasser für uns auffüllen und dann einen Platz für uns suchen. Der Fluss war wie eine kleine Oase. Ein schöner Platz.Nicht viel weiter haben wir unter den Pinien ein kleines Stückchen grün entdeckt und unser Zelt aufgeschlagen. Wir haben leider keine guten Heringe für Sandboden mit, so dass wir immer nach etwas mehr Grün und damit Halt suchen.Es ist wunderbar ruhig hier und es weht auch kein Wind. Die Ostsee liegt wie ein Spiegel da. Wir können unseren morgigen Weg auf der anderen Seite der Bucht schon quasi sehen.

Foto: Kathrin Hofmann

Keevla

Heute morgen sind wir wirklich spät aufgewacht und da es jetzt auch schon wieder spät ist, kommt der Text zum Tag morgen früh.

Naja jetzt ist es zwar schon Nachmittag, aber der Text kommt trotzdem. Gestern Morgen haben wir wirklich lange geschlafen. Nachdem alles gepackt war, ging es die Steilküste hoch. Von oben hatten wir eine tolle Aussicht. Die Steilküste war nicht besonders lang und schon bald ging es wieder auf Meeresniveau. Es ist wirklich alles wunderschön frühlingshaft grün.

Nach einer kurzen Fotopause ging der Weg am Strand entlang. Das war für die Füße ziemlich anstrengend, aber trotzdem schön. Der Weg wechselte auch immer mal zwischen Dünen und Strand. Als wir gerade etwas hinter den Dünen liefen, kam uns ein freilaufende, noch recht jung erscheinender Husky entgegen. Ich hatte Blondi vorsichtshalber schnell abgeleint, damit wir beide uns frei bewegen können. Leider war sie an dem Husky nicht sonderlich interessiert. Sie rannte direkt an ihm vorbei ind bog zum Meer ab. Wir konnten gar nicht so schnell gucken, wie sie im Wasser war und in Richtung ein paar Schwäne schwomm. Die Huskybesitzer amüsierten sich. Und ich rannte zum Strand ließ der Rucksack fallen, nahm die Pfeife und Pfiff und rief, während ich schon mal vorsichtshalber meine Jacken auszog. Thomas kam kurz hinter mir zum Wasser und fing an seine Schuhe auszuziehen. Die Schwäne flogen zum Glück ganz unbeeindruckt davon und Blondi schwamm nach ca 50 Metern wieder in Richtung Strand. Sie freute sich, dass wir sie so herzlich begrüßten. Der Husky meinte aber in der Zwischenzeit meinen Rucksack markieren zu müssen. Zum Glück hat er ihn nicht zu sehr getroffen und wir konnten es mit Wasser schnell noch abspülen. Als wir wieder etwas geordnet waren, ging es weiter. Der Weg bog schon bald ab und führte in eine parkähnliche Anlage. Der Beginn war noch sehr naturbelassen, so dass wir an einem Platz mit lauter Bärlauch vorbei kamen. Der Weg folgte einem wunderschönen Fluss, an dem viele Enten lebten. Die Landschaft wurde immer mehr zu einem Park, bis wir schließlich an den erwarteten Wasserfällen ankamen.

Für uns war erstmal eine Pause und essen angesagt, bevor es zum Supermarkt ging. Das Café hatte leider geschlossen, so dass wir im Anschluss direkt in Richtung Kathrin aufgebrochen sind. Die Rucksäcke waren nach dem Einkaufen wieder schwer und so waren wir langsam, mit vielen Pausen unterwegs. Zwischendruchhabenwir auch noch eine längere Spielpause für Marvin eingelegt.

Der Weg führte uns an kleinen Bauernhöfen vorbei, die so idyllisch grün waren. Die Knospen der Apfelbäume waren strahlend rosa und kurz vorm Öffnen.

Dann waren wir auch schon fast da. Von weiten sahen wir erst weiß-graue Hunde die Straße queren und dahinter einen braunen Hund. Das mussten sie sein. Mit lautem Hundegebell von allen kamen wir an.

Wir hatten einen ganz tollen Abend mit Grillen, erzählen und Huskys knuddeln. Ja und dann wurde es ziemlich spät. Wenn ihr mögt guckt doch mal bei Kathrins Instagram Account vorbei: estlandmitdenwuffs [Werbung]. Dort gibt es Hunde und Hundesport satt. Kathrin startet auch bald ihren Weg zu Fuß mit den fünf Hunden zurück nach Deutschland…

Türisalu

Heute morgen war es bewölkt und als wir gerade am Abbauen des Zeltes waren fing es leicht an zu regnen. Also schnell die Regensachen angezogen und so kann der Tag starten. Die Regensachen schützen auch gleich noch vor dem Wind.
Der Weg hat uns dann am Leuchtturm von Muraste vorbei geführt. Er war weiß und aus Holz. Der Weg führte dort über eine Wiesenlandschaft. Alles war richtig schön grün und dazu eine tolle Aussicht auf die Ostsee. Wären wir gestern ein Stück weiter gegangen, hätten wir noch eine Menge tolle Zeltplätze getroffen.

Dann ging es in einen lichten Wald mit noch nicht sehr hohen und noch lichten Laubbäumen. Der Grund war mit Wiese und Blumen bedeckt. Dazwischen standen auch ein paar Schlüsselblumen. Der Weg hat uns immer weiter die Küste entlang geführt. An einer Stelle kamen wir in einen Wald dessen Grund fast komplett von großen Steinen bedeckt war. Leider war die Kamera wegen dem Regen tief im Rucksack. Teilweise ging es heute auch durch den etwas murastigen Schilfgürtel. Dort war das laufen gar nicht so einfach.

An einer Stelle lag eine besprühte Fliegerbombe in einem Baum. Ich hoffe sehr dass sie entschärft war.

Nach dem Schilfgürtel kamen wir in einen morastigen Wald, der scheinbar öfter vom Meer überspühlt wird. Dort lagen so viele Plastikflaschen und Müll. Es tat mir Leid, dass wir nichts mitnehmen konnten, da wir nicht wussten wie wir den ganzen Müll noch transportieren können. Wir hätten dort den ganzen Tag Müll sammeln können.

Kurz vor dem nächsten Ort ging der Weg direkt am Strand entlang. Es wirkte als hätten sie den Weg erst frisch versetzt, damit er nicht durch das Grundstück eines Hauses verläuft. Das Laufen war dort natürlich mit den Rucksäcken super anstrengend. Das Stück war zum Glück relativ kurz und im Anschluss ging es mehr durch die Dünen, die etwas fester waren.

Wir sind dann vom E9 abgebogen, um im Ort noch einen Kaffee bzw. Kakao zu trinken. Das Café war nicht groß, aber es war schön warm dort und der Kuchen sah auch gut aus. Da unsere Pause noch nicht so lang her war, gabes aber keinen Kuchen für uns.

Um zum Weg zurück zu kommen, ging es durch einen Nadelwald an einem Fluss entlang. Vom Fluss haben wir uns auch gleich Wasser mitgenommen.

Der Biwakplatz war leider nicht so schön und so sind wir etwas weiter gegangen. Thomas hatte davor geguckt, ob es einen besseren Platz gibt und er hat einen schönen für unser Zelt gefunden. Wir haben jetzt wieder Meerblick und um uns singen die Vögel. Hier sind einige kleine Lagerfeuerstellen und lauter Johannisbeersträucher. Unser Zelt ist von Johannisbeersträuchern umgeben. Der leichte Regen hat mittlerweile auch aufgehört.

Muraste

Heute sind wir wirklich spät gestartet. es war schon kurz vor 12 Uhr als wir uns, in Richtung Bus, von Laini verabschiedet haben.

Am Busplatz angekommen, mussten wir noch warten. Zum Glück war es nicht so lang. Die Hunde waren wieder nicht so gut drauf und Marvin hat viel gebellt. Und mit ihm auch Blondi. Marvin hat sich gestern heimlich überfressen. Er hat den Sack mit dem Futter angekaut und dann Futter stiebitzt. Und am Abend hat er dann seine ganz normale Portion noch gefressen. Wir haben das Loch im Futtersack erst später bemerkt und uns nichts dabei gedacht. Hätte ja sein können, dass wir die Futtermenge falsch in Erinnerung hatten. Wir haben uns nur gewundert, dass Marvin so viel pupsen musste und sein Bauch so gebläht war. Naja heute war er dann so oft auf Toilette und hatte Durchfall, dass es nur er gewesen sein kann.

Als wir aus dem Bus ausgestiegen sind, haben wir den Wanderweg schnell gefunden. Wir sind jetzt auf dem europäischen Fernwanderweg 9 (E9) unterwegs. Der Weg ist wirklich gut ausgeschildert und führt nah an der Küste entlang. Wir konnten immer wieder die Ostsee sehen.

An einem Grillplatz haben wir dann kurz etwas gegessen. Der Platz war schön und wären wir nicht gerade erst gestartet, hätten wir dort gut unser Zelt aufbauen können.

Der Weg ging fast die ganze Zeit parallel zur Küste und gleichzeitig durch lichte Wälder. Hier blüht alles und es ist richtig Frühling. Auch an Waldmeisterpflanzen sind wie vorbei gekommen. Wir haben eine neue Spechtart gesehen und eine Ringelnatter.

Nachdem wir gestern zu Frauke und Tim noch gesagt haben, dass unsere Rucksäcke nicht so schwer sind, haben wir sie heute mal gewogen. Und naja, wir haben uns ganz schön verschätzt. Sie sind wesentlich schwerer als gedacht, auch wenn sie sich auf dem Rücken nicht so anfühlen. Jetzt so ganz voll, mit Essen für zwei bis drei Tage hat Thomas 26kg und ich 20kg auf dem Rücken. Wir müssen wirklich nochmal durchsortieren, ob wir wirklich alles noch brauchen.

Leider haben wir heute Abend auch festgestellt, dass die Flasche zu unserem Filter ein winziges Loch hat. Das müssen wir dann morgen in Ruhe reparieren….

Jetzt steht unser Zelt an einem Feuerplatz an der Steilküste. Wir haben eine tolle Aussicht, nur leider mussten wir das Zelt schon schließen, da es kalt wurde. Wir hören ein Motorboot auf der Ostsee, das Wellenrauschen und Möwengeschrei.