Zierow

Heute morgen schien die Sonne als wir das Zelt öffneten. Nach dem Frühstück und dem Rucksäcke packen, sind wir zum Bahnhof gelaufen. Wir haben den Zug bis Wismar genommen.

In Wismar haben wir uns etwas die Stadt angesehen und in der Sonne einen Kaffee getrunken. Dann ging es durch die Stadt im Richtung Wismarbucht. In einem Park kamen wir ans Wasser und von da folgen wir der Küste. Marvin konnte etwas im Wasser spielen und wir haben ein Hundespielzeug aus dem Wasser geholt.

Das Wasser war sehr flach und wir konnten viele Vögel beobachten. Es gab richtig viele Schwäne auf dem Wasser. Wir sind lange am Strand entlang gelaufen, bis es nicht mehr weiter ging. Der Weg ging dann durch den Schilfgürtel weiter. Um uns raschelte und säuselte das Schilf im Wind. Etwas später öffnete sich die Landschaft etwas. Jetzt lagen auf der einen Seite Felder und auf der Anderen Salzwiesen und die Küste. Auf den Salzwiesen blühte es rot und am Rand standen Hagebuttensträucher und Bäume mit roten Beeren. Es war ein wunderschönes Bild. Zwischendurch ging es zwischen Weiden und Hagebutten wie durch einen Tunnel weiter. Das Laub auf dem Boden hatte Blondies Fellfarbe, dazu schien die Sonne. Es fühlte sich alles richtig herbstlich an.

Wir folgten der Küste bis zum Campingplatz. Langsam zogen dunkle Wolken auf und wir beeilten uns das Zelt aufzubauen. Bis zum Regen dauerte es aber noch. Bis dahin konnten wir auf dem Zeltplatz lauter Kaninchen beobachten. Die hoppeln hier überall herum und scheinen für das Gras verantwortlich zu sein. 😉

Heute Abend als der Regen dann doch noch ankam, gab es über dem Campingplatz zwei dicke Regenbögen und einen wunderbar rot gefärbten Himmel.

Neuburg

Unsere Nacht war nicht gut. Es gab ein Feuerwerk, nah an unserem Zelt und niemand hat uns vorgewarnt beim Ankommen auf dem Campingplatz. Wir sind ziemlich erschrocken. Es war laut und lang und unsere Hunde hatten Angst. Danach konnten wir nicht gleich wieder einschlafen. Deswegen ging heute morgen dann alles etwas später los.

Der Weg ging nur ein kurzes Stück auf dem Radweg und ist dann abgebogen. Die Straße die dann folgte wurde zum Glück gerade gebaut und so fuhren dort keine Autos und der Untergrund war Sand und Schotter. Auf dem Feld nebenan war gerade die Kartoffelernte in vollem Gange.

Der Weg bog nach einem kleinen Ort in einen Wald ab. Der Wald war auch nur klein und dahinter folgten wieder Felder.

Im nächsten Ort trafen wir auf den Jakobsweg, der jetzt ein Stück gemeinsam mit dem E9 läuft. In dem Ort hätte es ziemlich viele Möglichkeiten zum Schlafen gegeben. Zum Anhalten war es aber noch zu früh. Es gab auch eine richtig schöne Kirche im Ort.

Der Weg ging dann über einen Feldweg weiter. Der Weg war immer wieder von wilden Hecken gesäumt. Marvin konnte dort frei laufen. An einem Picknickplatz gab es unsere Mittagspause. Da es ziemlich windig war, haben wir uns dort aber nicht lang aufgehalten und sind weiter gegangen. Unser Ziel Neuburg war jetzt nicht mehr weit. Auf dem Stück Weg begegneten uns zwei Wanderinnen. Es war schön mal jemand anderen wandern zu sehen.

In Neuburg haben wir erstmal die Kichie angesteuert. Wir hofften dort einen Schlafplatz zu finden. Um die Kirche war allerdings der Friedhof, also ging es dort nicht. Thomas ist dann losgegangen, um nach einen anderen Platz zu suchen. Unser Zelt steht jetzt an der Stelle, wo früher die Burg war. Der Platz wird jetzt als Festplatz genutzt. Als wir hier ankamen, war ein Mann mit seinem Hund hier, der uns das erzählte.

Pepelow

Heute früh hat es geregnet als wir aufwachten. Also haben wir unsere Sachen so weit es ging im Zelt gepackt. Als fertig waren hatte es auch aufgehört zu regnen.

Wir sind dann erstmal zum Bahnhof gegangen, um von dort den Bus nach Rerik zu nehmen. Wir hatten dann noch Zeit und die Schmalspurbahn Molli war kurz vor ihrer Abfahrt. Thomas hat sie sich noch angesehen, während ich mit den Hunden gewartet habe.

In Rerik sind wir erstmal einkaufen gegangen. Der Edeka war so unglaublich voll und eng. Ich war froh, als ich mit unseren Sachen wieder draußen war.

Nach Rerik zu fahren war gut. Es waren viel weniger Touristen unterwegs und es wirkte alles an sich ruhiger. Im Ort haben wir schnell den Weg zum Haff gefunden und unseren Weg. Wir waren auch wirklich schnell aus dem Ort. Ein richtig schöner Weg an der Haffküste erwartete uns. Dr Weg war schmal und recht einsam. Wir konnten sogar eine Rehmutter mit ihren Kitzen beobachten. Das eine Kitz trank gerade bei ihr. Thomas hat eine Kranichfeder gefunden. Er hatte beide Hunde zusammen an der Leine und die beiden liefen so als würden sie nie etwas anderes tun.

Kurz vor einem Fluss zweigte unser Weg von der Küste ab. Es ging durch ein Stück Wald, vorbei an einer großen Eiche. Wir sind dann noch an einer, zum Glück eingezäunten, Kuhherde vorbei. Es war irgendeine besonder Rasse sie war schwarz, hatte seitliche Hörner und ein paar hatten etwas längeres Fell. Sie guckten nicht freundlich, wie Kühe sonst. Wir waren froh, als wir an ihnen vorbei waren. Der Zaun für die Kühe sah auch extra stabil aus.

Nach den Kühen ging der Weg wieder auf einem Fahrradweg weiter. Das war gleich wieder ziemlich anstrengend, auch wenn wenig Fahrräder unterwegs waren. Die letzten zwei Kilometer ging es dann nochmal auf einen Feldweg. Wir konnten viele Kraniche sehen und vor uns am Salzhaff Kites in der Luft. Es wurde langsam windiger und hinter uns sahen wir auch schon die Regenwolken. Sie holten uns noch ein, bevor wir auf dem Campingplatz waren. Zum Glück brachten sie nur wenig Regen. Das letzte Stück Weg taten mir meine Füße so weh, dass wir nur im Schneckentempo vorwärts gekommen sind. Wir waren wirklich froh am Campingplatz anzukommen.

Der Platz ist ok. Es gibt hier einen kleinen Aufenthaltsraum für schlechtes Wetter und eine Zeltwiese. Wir haben uns jedoch einen kleinen normalen Zeltplatz geleistet, da die Zeltwiese ziemlich bucklig und am Hang ist. Hier sind viele Kiter und Windsurfer auf dem Platz und viele Hunde. Unsere beiden sind zum Glück müde vom Weg und waren schnell im Zelt. Wir haben hier eine Prepaid-Karte für die Dusche und warmes Wasser zum Abwaschen. Das finden wir nicht so toll gelöst, auch wenn wir das übrige Geld zurück bekommen.

Jetzt liegen wir wieder in unseren Schlafsäcken und hören das Meer rauschen.

Kühlungsborn

Heute morgen wurden wir wieder von schönem Wetter erwartet. Der Weg ging erst entlang des Deiches und dann parallel zum Strand in den Dünen. In den Dünen waren wir fast allein unterwegs. Das war schön.

Als erstes kam Heiligendamm auf unserem Weg. Wir haben dort in einer kleinen Cafébar am Strand eine Pause gemacht und natürlich Kaffee getrunken. In dem Ort habenwir uns dann in den Garten des Gandhotels verirrt und wurden vom Portier ganz genau gemustert. Auf unserer Karte führte ein Weg dort lang.

Nach Heiligendamm ging der Radweg und der Wanderweg wieder auf einem gemeinsamen Weg. Der Weg war zwar breiter und es waren ein paar mehr Fußgänger unterwegs, anstrengend war es trotzdem. Heute tat mir dazu noch mein einer Fuß ganz schön weh.

Ich war froh in Kühlungsborn anzukommen. Was mir bei unserer Ankunft noch nicht bewusst war, wie lang der Ort sich an der Küste streckt. Wir sind erst ein Stück der Promenade gefolgt, dann aber doch auf eine Nebenstraße ausgewichen. Die Promenade war ziemlich voll und vor allem waren viele Hunde unterwegs. Unsere Hunde haben wegen jedem Einzelnen gebellt.

Ich war sehr froh am Zeltplatz anzukommen. Die Stelle für die Zelte ist hier eher naja. Ein Ort auf dem Gelände der nicht für Autos vermietbar ist. Es gibt kein Gras, keinen Tisch und ist auch sonst kaum geschützt. Wenn wir nicht so müde gewesen wären, hätten wir uns etwas anderes gesucht.

Wir hatten unser Zelt erst etwas weiter abseits von dem genannten Hügel aufgebaut, da dort etwas Wiese war und nicht gleich Hunde als Nachbarn. Der Platzwart kam aber ziemlich schnell und meinte, dass wir dort nicht stehen könnten, da es einer der nummerierten Plätze für Autos sei. Also sind wir nochmal ein Stück umgezogen. Er hat uns dann ein kleines Stück mit Wiese zugestanden.

Wir haben dann überlegt wie wir weiter gehen. Es sind uns zu viele Radfahrer hier unterwegs, bzw gehen beide Wege gemeinsam und mit meinem Fuß ist es auch nicht richtig gut. Wir werden morgen ein kleines Stück überspringen, wenn der Bus uns mitnimmt.

Später waren wir im Ort Kaffee trinken und etwas essen. Wir waren bei einem kleinen spanisch-Italienischen Restaurant. Es war sehr lecker dort und die Leute waren freundlich. Dann ging es zurück ins Zelt.

Börgerende-Rethwisch

Heute morgen haben wir ungeplant etwas länger geschlafen, dann war das Feuerzeug weg und es gab den Kaffee erst nach dem Rucksäcke packen. Die Stimmung war eher naja, da wir 20 km vor uns hatten. Als wir den Campingplatz verlassen hatten und zur Straße kamen, sahen wir den Schaufelraddampfer. Dieser fuhr nach Warnemünde. Wir hatten davor schon etwas darüber nachgedacht, waren aber unentschlossen. Jetzt waren wir kurz vor Abfahrt da und haben uns für die Fahrt nach Warnemünde entschieden. Das war richtig gut. Eine Stunde später kamen wir nach einer sehr informativen und schönen Fahrt in Warnemünde an und konnten uns auf den Weg machen.

Erst haben wir noch etwas zum Mittagessen für uns gekauft. Das haben wir aber erstmal mitgenommen, da uns Warnemünde zu voll war und überall Hunde unterwegs waren. Unsere Hunde haben ständig gebellt und das war so anstrengend, dass wir erstmal das Stadtgebiet verlassen haben.

Direkt am Ortsausgang von Warnemünde teilte sich der Radweg und der E9 und wir konnten in Ruhe laufen. Es gab sogar Wegmarkierungen. Das war wirklich ein sehr entspanntes laufen. Es ging durch einen Wald oberhalb der Steilküste. Zwischendurch konnten wir immer wieder auf das Meer sehen.

Irgendwann trafen sich der Fahrradweg und der E9 wieder. Das war sehr anstrengend. Einerseits war der Untergrund wieder sehr hart, anderseits war der Weg relativ schmal und viele Fahrräder unterwegs. Manchmal konnten wir etwas zur Seite ausweichen, das war gut.

Kurz vor Nienhagen hat der Weg den Wald verlassen. Er wurde nich schmaler und es waren noch mehr Fahrräder unterwegs. Auch in Nienhagen waren viele Leute unterwegs. Nach dem Ort kam wieder ein Wald, der nienhagener Gespensterwald. Der Wald war wunderschön. Lauter hohe Bäume und trotzdem ganz licht. Ein toller Wald und gar nicht gespenstisch. Im Wald gab es viele Möglichkeiten den Fahrrädern auszuweichen.

Nach dem Wald ging es nochmal ein Stück in der Sonne weiter. Neben dem Radweg gab es einen schmalen Trampelpfad, der von anscheinend von Reitern genutzt wurde. Wir sind auch auf den Pfad ausgewichen. Wir waren sehr froh am Campingplatz anzukommen.

Während Thomas das Zelt aufbaute, war ich schnell für das Abendessen einkaufen und duschen. Hier gibt es wieder einen extra Platz für Zelte und sogar noch ein anderes Zelt mit einer Frau und einem Hund sind hier. Es gibt Tische und sogar einen Wäscheplatz mit Leinen. Auch die Sanitäranlagen sind super chic und neu, fast wie in einem Luxusbad.

Wir haben heute am Strand gekocht und gegessen, das war wirklich schön. Wir konnten Angler und Taucher beobachten. Und langsam färbte sich der Himmel rot. Zum Sonnenuntergang kamen immer mehr Menschen an den Strand, während es uns zu kalt wurde und wir zum Zelt zurück gingen.

Markgrafenheide

Heute morgen ging es erstmal auf dem Deich entlang und dann noch durch Dierhagen. Wir haben in Dierhagen viele kleine, schöne Reetdachhäuser gesehen. Kurz nach Dierhagen ging es in den Wald und dort haben wir auch das erste Mal wieder ein Zeichen für den E9 gesehen.

Der E9 ging heute wieder viel auf dem gleichen Weg wie der Ostseeradweg. Durch das schöne Wetter waren gleich wieder viel mehr Fahrradfahrer unterwegs und wir mussten oft ausweichen. Blondi und ich sind heute auch nicht gut in unseren Rhythmus gekommen. Der Weg ging am Anfang entlang eines Moorgebietes und sm Weg waren Wildschweinspuren zu sehen. Blindo hatte ihre Nase daher ständig auf Empfang gestellt.

Wir waren froh gegen Mittag in Graal-Müritz anzukommen. Dort schien die Strandpromenade etwas abseits der Stadt zu liegen, so dass sie nicht ganz so voll war. Allerdings waren die meisten Buden zum Essen schon geschlossen oder vielleicht auch noch. Es wurden aber schon die Strandkörbe wieder eingelagert. Es war schon erstaunlich zu sehen, was so ein paar Kilometer ausmachen. In Zingst und Prerow waren noch so viele Touristen und hier ist die Saison schon vorbei. Wir haben dann an einem Platz aber noch etwas zum Essen gefunden. Sogar für die Hunde gab es etwas Fisch.

Der Weg ging dann weiter in einem Wald relativ parallel zur Küstenlinie. Auch dort waren viele Radfahrer unterwegs. Wir waren zwischenzeitlich schon etwas genervt. Viele benutzen ihre Klingel nicht um auf sich aufmerksam zu machen, wenn sie von hinten auf uns zu kommen und dann fahren viele Radfahrer auch viel zu dicht an uns vorbei. Einer hat sich auch beschwert, warum wir nicht auf der anderen Seite laufen, auf der uns Radfahrer entgegen kamen. Wir waren wirklich froh zwischen durch kurz in ein Waldstück ohne Radfahrer abbiegen zu können.

Wir wollten kurz vor unserem Ziel einen Weg durch ein weiteres Moor nehmen, aber der Weg war leider überflutet, so dass wir wieder umdrehen mussten. Also hieß es weiter den Radfahrern ausweichen. Kurz vor Markgrafenheide sind wir nochmal ein Stück ohne Fahrradweg gegangen. Und dann waren da so 200 Meter vor uns eine Wildschweinfamilie die über den Weg lief. Alle die unsere blonde Hündin etwas kennen, wissen was das heißt. Jagdmodus. Und ich an ihrer Leine hängend. So schnell sind wir den ganzen Tag nicht unterwegs gewesen, wie auf diesen 200 Metern.

Dann waren wir zum Glück auch schnell auf dem Campingplatz. Wir waren alle ziemlich müde vom Tag. Während Thomas das Zelt aufbaute, war ich noch einkaufen. Jetzt liegen wir in unseren Schlafsäcken. Morgen werden wir einen Pausetag einlegen und Sachen waschen und trocknen.

Dierhagen

Der Regen begleitet uns. Dafür war unser Weg die meiste Zeit gut. Und der Regen machte auch immer mal wieder Pause.

Von Born ging es entlang des Saaler Bodden nach Althagen. Wir konnten dabei Kraniche sehen und unseren Gedanken folgen. Es waren nur wenige Menschen unterwegs, da das Wetter windig, grau und regnerisch war. Von weiten konnten wir ein paar Reiter sehen. In Althagen erwartete uns ein kleiner Hafen mit Zeesenbooten.

Von Althagen ging es über einen Feldweg und einen „Berg“ wieder an die Ostseeseite und damit zurück auf den E9. Der Berg war 18m hoch und heißt Bakelberg. Auch an der Ostseeseite waren noch relativ wenig Menschen unterwegs. In Wustrow war es dann schon relativ voll. Wir haben kurz etwas gegessen und sind weiter gegangen. Unsere Hunde waren so aufgeregt und haben wegen jedem Hund gebellt. Und es waren viele Hunde unterwegs.

Bis Dierhagen war es dann nicht mehr weit. Die letzten Kilometer waren dann leider wieder auf Asphalt und mit Regen. In Dierhagen mussten wir noch warten, bis der Campingplatz wieder öffnete. Das war nicht so schön, da es doch recht frisch war und wir ins Zelt wollten.

Jetzt hängen unsere Sachen zum Trocknen im Duschraum und unsere Schuhe stehen auch dort. Wir hoffen dass morgen alles einigermaßen trocken ist. Morgen soll auch wieder etwas besseres Wetter werden, dann trocknen vielleicht auch unsere Rucksäcke.

Heute Abend waren wir dann auch noch Pizza essen. Die war sehr lecker und es war schön warm im Restaurant. Jetzt liegen wir satt und müde im Zelt und draußen regnet es wieder.

Born

Heute morgen hatte der Regen aufgehört und wir konnten in Ruhe unsere Sachen packen. Dann ging es los, immer am Strand entlang. Wir haben das echt vermisst. Es waren noch wenig Menschen unterwegs und wir konnten einfach laufen.

Kurz vor Prerow sind wir dann auf den Radweg gewechselt. Dort kam uns eine andere Wanderin entgegen. Sie kam mir irgendwie bekannt vor. Ich hatte aber auch nur einen kurzen Moment Blickkontakt, da dann Blondi wieder an der Leine zog. Der Radweg war hier zum Glück nicht asphaltiert. Wir hatten eine tolle Aussicht auf den Bodden mit seinem breiten Schilfgürtel. In Prerow haben wir noch eingekauft und unsere Mittagspause gemacht.

Dann ging es durch einen wunderschönen Wald in Richtung Born weiter. Wir lieben es sehr im Wald zu sein. Es entspannt uns sehr und es ist einfach ein gutes Gefühl. Wir haben von Weitem Hirsche gehört. Der Weg den wir gegangen sind, war auch ein Reitweg, sodass der Boden ganz angenehm weich war. Wir haben ein paar Pilzsammler gesehen, aber ansonsten war es relativ ruhig.

In Born wollten wir eigentlich im Ort noch einen Kaffee trinken, aber es fing wieder an zu regnen, so dass wir doch direkt zum Campingplatz gegangen sind. In Born gibt es viele Reetdachhäuser und auch sonst wirkt alles sehr schön gepflegt und etwas weniger touristisch wie Prerow.

Am Campingplatz war meine Stimmung echt am Tiefpunkt. Mit den Hunden dürfen wir unser Zelt nicht in den Dünen aufschlagen. Das war aber der eigentliche Grund, warum ich den Platz ausgesucht hatte. Born ist nämlich eigentlich nicht am E9 gelegen. Wir stehen jetzt im Wald, aber der Campingplatz ist sonst nicht so unseres. Es gibt wieder keine Tische und nichts zum Sachen trocknen. Wir stehen jetzt hier in einem kleinen Wald auf dem Platz. Die Dusche und das Abendessen haben meine Stimmung aber wieder gehoben.

Zingst

Heute Nacht hat es angefangen zu regnen. Zum Zelt abbauen gab es eine kurze Regenpause. Und dann ging es weiter. Erst mit leichtem Regen und dann richtig doll. Wir waren naß. Unsere Rucksackhüllen und Rucksäcke haben den Regen nicht abfangen können. In Barth einen Kaffee zu trinken war nicht möglich. Einerseits war fast alles noch geschlossen anderseits waren wir triefend naß.

Bis Barth hat meine Jacke auch ganz gut gehalten, aber hinter Barth fing der Regen nochmal richtig doll an. Das konnte meine Jacke nicht mehr halten. Zum Glück hatte ich Wollsachen an, die wenigstens trotz Nässe wärmen. Die Stimmung kippte mit jeden neuen Schauer etwas. Die Hunde mögen keinen Regen. Ich bin eigentlich gern bei Regen unterwegs, dann aber mit dichten Sachen. Unsere Europareise hat unserer Ausrüstung doch mehr zugesetzt als gedacht.

Landschaftlich war die Strecke aber sehr schön. Es ging an Wiesen und Feldern vorbei und durch einen tollen Wald. Der einzige Hacken war wie immer der Asphalt. Die Strecke ist wirklich für Radfahrer nicht für Wanderer geplant. Radfahrer sind uns erst mehr begegnet als der Regen aufgehört hatte. Neben den Radfahrern haben wir dann auch wieder mehr Begegnungen mit Mücken gemacht. Wir sind wieder gut gestochen wurden.

Jetzt sind wir in Zingst auf dem Campingplatz. Es ist ein riesiger Platz und eigentlich so gar nicht unser Ding. Aber für die Zelte gibt es hier einen kleinen abgetrennten Bereich. Das ist ganz gut. Hier ist es etwas geschützter und ruhiger. Wir waren froh angekommen zu sein.

Dabitz

Heute früh waren wir ziemlich schnell beim Rucksäcke packen, da der Himmel nach Regen aussah. Es war windig und eher grau.

Der Weg ging weiter auf dem Deich entlang und wir hatten eine tolle Aussicht über die Felder und das Wasser. Es waren noch wenig Radfahrer unterwegs. Uns ist heute nochmal richtig aufgefallen, dass uns oft jüngere Radwanderer grüßen. Radfahrer mit wenig Gepäck, grüßen uns unterwegs eher nicht.

Wir haben immer mal wieder kurz Pause gemacht, um Kraniche zu erspähen und unsere Füße etwas zu schonen. Der Weg war nämlich mal wieder an vielen Stellen asphaltiert. Kurz vor unserem Ziel, Dabitz, fing es dann noch leicht an zu regen.

Am Hafen in Dabitz gibt es einen kleinen Campingplatz. Für Zelte gibt es hier wohl immer einen Platz. Campingwagen müssen sich wohl anmelden. Wir sind am späten Vormittag hier angekommen und haben unser Zelt aufgebaut. So hatten wir den ganzen Nachmittag Zeit, um zu entspannen, duschen, Wäsche waschen und den Kranichen zu lauschen.